Sprungziele
Hauptmenü
Inhalt

Das Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt!"


 

Das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“ umfasst 117 Millionen Euro aus der EU-Aufbauhilfe REACT EU (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe) im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und soll Kommunen dabei unterstützen, ihre Innenstädte mit auf die Situation vor Ort zugeschnittenen Konzepten zukunftssicher aufzustellen.

Insgesamt wurden sechs Handlungsfelder definiert:

  • Handlungsfeld 1: Konzepte und Strategien
  • Handlungsfeld 2: Maßnahmen gegen Leerstand und „Problemimmobilien“
  • Handlungsfeld 3: Handel und Dienstleistungen
  • Handlungsfeld 4: Kultur, Freizeit und Tourismus
  • Handlungsfeld 5: Natur und Klimaschutz
  • Handlungsfeld 6: Verkehr und Logistik

Die Einzelprojekte müssen bis 31. März 2023 oder in Ausnahmefällen bis 15. Mai 2023 umgesetzt sein. Weitere Informationen auf der Internetseite der N-Bank Sofortprogramm Perspektive Innenstadt.

Die Stadt Wolfenbüttel verfügt über ein reserviertes Budget in Höhe von 1.155.000 Euro zur Umsetzung der folgenden Projekte:

Nachhaltigkeitskonzept Veranstaltungen

Eine Projektagentur begleitet das Veranstaltungsmanagement über ein Veranstaltungsjahr beziehungsweise alle -formate, in denen die Veranstaltungen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit geprüft werden. Nach der Prüfung aller Veranstaltungen werden mit Hilfe von Workshops Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, um diese klimagünstiger für die Zukunft durchführen zu können.

Beteiligungsprozess TeamDialog Wolfenbüttel

Ziel des Projekts ist die Stärkung des Miteinanders in der Innenstadt von Wolfenbüttel. Es wird kein neues städtebauliches Leitbild oder einen Rahmenplan für die Innenstadt angestrebt. Es geht um die Schaffung einer Struktur, die Eigentümer, Ladeninhaber und Anwohner einbindet, um beispielsweise im Rahmen verschiedener Projekte oder der kommenden Bauabschnitte der Fußgängerzone zielführend zu interagieren. Aufgabe des Dialogs ist (unter anderem) die Einbindung der Öffentlichkeit in ausgewählte Projekte des Förderprogramms „Perspektive Innenstadt“.

Weitere Informtionen

Beteiligungsprozess TeamDialog Wolfenbüttel

Kontakt

Ansprechpartner TeamDialog Wolfenbüttel

Neukonzeptionierung Ausschilderungssysteme sowie entsprechende Umsetzung

Bisher wird bei der Lenkung des Verkehrs in Wolfenbüttel nicht hinreichend zwischen Zielsuchverkehren der Industrie und touristischen Besucherströmen differenziert. Dies soll künftig mit Hilfe der typisch touristischen braun-weißen Hinweisschilder beginnend ab der Bundesautobahn A36 bis zu jeder relevanten Einrichtung erfolgen. Auch sollen beispeilsweise touristische Hinweise aufgestellt werden, sofern die Sehenswürdigkeit sich nicht von selber erschließt.

Realisierung Wissensort Wolfenbüttel (WOW): Zwischennutzung einer Leerstandsimmobilie als multifunktionellen Raum

In einem Leerstand soll ein Lern- und Austauschort für Lehrende, Studierende und die Zivilgesellschaft geschaffen werden. Ziel ist der Wissenstransfer in breite Bevölkerungsschichten zu Kernthemen wie Klimaschutz und Digitalisierung. Durch die Integration eines kleinen Cafés soll eine längere Verweildauer ermöglicht und durch temporäre Informations- und Serviceangebote der Stadt, des Landkreises, der Ostfalia unter anderem ein neuer Anziehungspunkt entstehen.

Umsetzung Pop-Up-Store-Konzept

Die Stadt mietet für den Förderzeitraum einen Leerstand an und gibt diese zu subventionierten Mieten für begrenzte Nutzungszeiten (circa vier bis acht Wochen) ab. Geschäfte und Start-ups können hier ihr Warenangebot für Kunden testen. So besteht die Möglichkeit, kreative Ideen auszuprobieren. Für die Raumnutzung können sich Interessenten mit einem Konzept im Rahmen eines Wettbewerbes bewerben.

Marketingkampagne zur Digitalisierung des Citygutscheins

Das digitale Gutscheinsystem soll sukzessive in den bisher rund 100 teilnehmenden Geschäften eingeführt werden und für eine steigende Akzeptanz sorgen. Mit Hilfe einer gezielten Werbe- und Öffentlichkeitsarbeitskampagne sollen das digitale Gutscheinsystem und seine Vorzüge erläutert werden.

Konzeptionierung und Umsetzung eines Community-Work-Space

Viele Firmen haben im letzten Jahr zahlreiche Möglichkeiten für „Homeoffice“ eröffnet. Nicht alle haben jedoch die entsprechenden Voraussetzungen in der eigenen Wohnung. Diese Entwicklung kann den allgemeinen Trend von „Co-Working-Spaces“ weiter verstärken. Häufig sind sie mehr als reine Büroflächen und tragen mit ihren flankierenden Angeboten zur Stärkung der Innenstadt bei.

Digitalisierung Wasserwege

Die 22 Jahre alten Informationstafeln sollen geprüft und gegebenfalls abgebaut oder erneuter werden. Weiterhin sollen die 20 Stationen mit Augmented Reality-Technik / Mixed-Reality per Smartphone vor Ort erlebbar gemacht werden. Zum Beispiel könnten historische Personen über die alten, längst vergangenen Stadtsituationen im Augmented Reality-Video erzählen. Ergänzend wird es für analoge Nutzerinnen und Nutzer eine Erlebnisbroschüre geben. In die Kon­zeption/Rea­lisierung sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden.

Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beispielsweise durch Schaffung von Aufenthaltsorten in der Fußgängerzone wie mobile Sitzgelegenheiten (zweiteiliges Projekt)

  1. Sicherstellung der Stromversorgung für die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt
    Die Weihnachtsbeleuchtung wird durch die alte Stromversorgung der Straßenbahn (fuhr bis 1954) betrieben. Die abgängige Stromversorgung soll ersetzt werden.
  2. Mobile Sitzmöbel als Ersatz für die abgängigen Palettenmöbel
    Die bisherigen Palettenmöbel waren eine temporäre Lösung, die mittlerweile seit Jahren besteht. Aufgrund der sehr guten Annahme von Aufenthaltsmöglichkeiten sollen professionelle Sitzmöglichkeiten angeschafft werden. Der Vorteil mobiler Sitzmöglichkeiten ist, dass sie in der Fußgängerzone flexibel aufgestellt werden können.

Radabstellanlagen

Durch die zunehmende Zahl hochwertiger E-Bikes steigt das Bedürfnis nach sicheren, witterungsgeschützten Abstellanlagen in der Innenstadt. Die Nutzung von Leerständen in Bestandsbauten soll hier Vorrang vor einem Neubau haben.

Konzeptionierung und Errichtung von Mobilitätspunkten

In Wolfenbüttel gibt es derzeit weder Car-Sharing noch Bike-Sharing-Angebote. Damit es für potenzielle Anbieter attraktiv ist, in Wolfenbüttel Angebote zur eröffnen, sind die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen (beispielsweise entsprechende Flächen im öffentlichen Raum zu planen, zu beschildern und auszubauen.)

Mehrwegkampagne Gastronomie

Ab 2023 werden Mehrwegverpackungen in der Gastronomie gesetzlich als Alternative zur Einwegverpackung vorgeschrieben. Mit Hilfe der Kampagne soll im Förderzeitraum sowohl den Gastronomen als auch den Verbrauchern der Umstieg erläutert und damit ein Anreiz zur Umstellung geschaffen werden.

Ausbau des Innenstadtmanagements

Bedingt durch die Pandemie wurden unterschiedliche Aufgaben neu bewertet und organisiert, um den Innenstadt-Akteuren zielgerichtete Angebote und Betreuungen für die Bewältigung des innerstädtischen Change-Prozesses an die Seite zu stellen.

Seitens der Akteure wird der Stadt rückgespiegelt, dass dem hohen Maß an kommunaler Unterstützung auf Seiten der Akteure eine ehrenamtliche strukturierte und damit nicht immer ausreichend Vernetzung und (zeitliche) Professionalisierung gegenübergestellt kann. Die nachfolgenden Ziele sollen durch die hauptamtliche Koordinationsstelle „Citymanagement“ erreicht werden:

  • Vernetzung der Innenstadt-Akteure
  • Bündelung der Sichtweisen beziehungsweise der daraus resultierenden Ziele der Innenstadt-Akteure
  • Vor-Ort-Betreuung der Innenstadt-Akteure, vorrangig der inhabergeführten Betriebe, zu Themen der Digitalisierung und Kommunikation (B2B und B2C)
  • Endkundenkommunikation, insbesondere in digitaler Form (Webseite, soziale Medien)
  • Kontaktpflege zu Unternehmen, Vereinen, Verbünden der weiteren Wirtschaft

Die Stelle ist nicht direkt bei der Stadt Wolfenbüttel angesiedelt, sondern bei Wolfenbüttel handelt e.V.. Zum 1. Juli wurde die Koordinationsstelle mit Andre Volke besetzt.

Gesamtausgaben: 30.000 Euro
Bewilligter Förderbetrag: 27.000 Euro

Installation eines Trinkbrunnens

Die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt sollen zum längeren Verweilen eingeladen werden. Ein Baustein der Attraktivitätssteigerung soll die Installation eines Trinkbrunnens sein. Der Stadtmarkt ist zentraler Ort der Innenstadt. Mittwochs und samstags findet hier der Wochenmarkt statt.

Die zunehmend heißeren Sommer führen dazu, dass auch die Innenstädte unter einem Sommerloch zu leiden haben. Die Installation eines Trinkbrunnens soll die Aufenthaltsdauer in der Innenstadt verlängern. Der Trinkbrunnen ermöglicht es zudem Personen, die ein Ansteckungsrisiko aufgrund der COVID-19-Pandemie befürchten, ohne Kontaktrisiko, ihren Durst zu löschen und ihren Einkauf mit den von ihnen gewählten Schutzvorkehrungen (zum Beispiel Mund-Nasen-Schutz) fortsetzen.
Mit dem Trinkbrunnen wird auch ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet, indem Trinkgefäße wieder aufgefüllt und damit wiederverwendet werden können.

Die Gestaltung des Trinkbrunnen folgt mit einer in 45 Grad noch oben gerichteten Düse, um einer Verkeimung und Verschmutzung durch direkten Kontakt zum Beispiel von Flaschen optimal vorzubeugen. Bei dieser Lösung sind Flaschenfüllungen und direkter Genuss des Wassers gleichfalls möglich.

Gesamtausgaben: 55.000 Euro
Höhe der Förderung: 49.500 Euro