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Datum: 13.04.2026

7. Wolfenbütteler Wirtschaftsdialog: Digitalisierung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit

Die Digitalisierung ist heute ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen – sie ist längst mehr als ein „Nice-to-have“ und oft entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Beim 7. Wolfenbütteler Wirtschaftsdialog der Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel stand das Thema daher im Mittelpunkt. Veranstaltungsort war diesmal das SchmidtTerminal.

Gruppenfoto mehrerer Personen in Businesskleidung vor einem beleuchteten Schriftzug in einem modernen Innenraum. © Stadt Wolfenbüttel/Philipp Ziebart
Wirtschaftsförderer (Stadt) Jonas Münzebrock, Georg Schmidt und Philipp Cantauw (Geschäftsführer der Schmidt Gruppe), Landrätin Christiana Steinbrügge, Wirtschaftsförderer (Landkreis) Dr. Claudius Schiller und Bürgermeister Ivica Lukanic.

Zum Auftakt führte Moderatorin Alexandra Siering (wissenswald.com) in das Thema ein und betonte die grundlegende Bedeutung digitaler Transformation: Ziel sei es, analoge Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle mithilfe digitaler Technologien zu verbessern oder grundlegend neu zu gestalten. Digitale Tools ermöglichen es Unternehmen, Abläufe zu automatisieren, Zeit zu sparen, Fehler zu reduzieren und Kosten zu senken.

In seinem Impulsvortrag zog Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic Parallelen zwischen den Herausforderungen der Digitalisierung in Verwaltung und Wirtschaft. Der Transformationsprozess sei in beiden Bereichen unerlässlich, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders im Projektmanagement sei eine transparente und zeitnahe Information über laufende Prozesse entscheidend. Analoge Wege seien hierfür oft zu umständlich und zu langsam gewesen. „Insbesondere bei Nachfragen zum Projektstand war eine zeitnahe Antwort nur selten möglich“, so Lukanic. Gerade im Dialog mit der Politik habe dies zu Unzufriedenheit geführt.

Als Konsequenz wurde in den vergangenen Jahren ein digitales Projektmanagement im Rathaus etabliert, das jederzeit einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Projekte ermöglicht. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gewinnt zunehmend an Bedeutung, etwa im Protokollwesen oder im Dokumentenmanagement. Gleichzeitig betonte Lukanic die wachsende Relevanz von Cybersicherheit und die sorgfältige Auswahl eingesetzter Software.

Diese Einschätzungen bestätigten auch Georg Schmidt und Philipp Cantauw (Geschäftsführer der Schmidt Gruppe) sowie Digitalvorstand Andreas Berg. Berg verdeutlichte anhand praxisnaher Beispiele, warum der Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen zunehmend zur Pflichtaufgabe wird – von der Bildbearbeitung über die Content-Erstellung für Social Media bis hin zum Einsatz als Unterstützung beim Korrekturlesen. Entscheidend sei dabei stets ein strukturiertes Vorgehen im Transformationsprozess.

Einblicke in die unternehmerische Praxis gaben zudem Jan Schumacher und Professor Dr. Diederich Wermser, Geschäftsführer der IANT GmbH. Sie berichteten, wie ihr Unternehmen mit digitalen Telefonielösungen erfolgreich am Markt Fuß gefasst hat. Bereits Anfang der 2000er-Jahre leistete ihr Expertenteam als Forschungsgruppe der Ostfalia Hochschule wichtige Beiträge zur Entwicklung des Session Initiation Protocol (SIP), das heute die Grundlage für Voice-over-IP- und Unified-Communications-Lösungen bildet. Auf dieser technologischen Basis wurde 2009 die IANT GmbH gegründet. Heute bietet das Unternehmen als spezialisierter Systemintegrator umfassende Leistungen rund um Planung, Implementierung und Betrieb moderner Kommunikationslösungen – einschließlich KI-basierter Sprachagenten.

Auch die Ostfalia Hochschule stellte ihre Angebote im Bereich Wissens- und Technologietransfer (Leiter Kai Hillebrecht), Career Service (Leiter Thomas Hoffmann) sowie duale Forschung und Entwicklung (David Mache und Janina Klemm) vor. Ergänzt wurden diese Einblicke durch konkrete Projektbeispiele aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen. Für einen innovativen Ausblick sorgte zudem Optiker Ingo Lutz mit der Präsentation einer „Brille der Zukunft“. Die von Even Realities entwickelte smarte Brille verfügt über verschiedene digitale Funktionen, die den Alltag erleichtern sollen.

Der 7. Wolfenbütteler Wirtschaftsdialog bot damit vielfältige Impulse und praxisnahe Einblicke in die digitale Transformation. Beim anschließenden Netzwerken nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch.

Kontakt

Herr Jonas Münzebrock

Abteilung Wirtschaftsförderung

Stadtmarkt 3–6
38300 Wolfenbüttel