Ausbildung ist unsere Stärke: Kindheitsexperte - mehr als ein Beruf
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen 33 Grad trafen sich rund 40 engagierte Mentorinnen und Mentoren am 1. Juli 2025 in der Lindenhalle, um sich im Rahmen eines dreistündigen Workshops fachlich über ihre wichtige Rolle in der Ausbildung der neuen Fachkräfte auszutauschen. Unter dem Motto „Ausbildung ist unsere Stärke: Kindheitsexperte - mehr als ein Beruf“ standen der Austausch, die Reflexion und die Weiterentwicklung der eigenen Mentor-Rolle im Zentrum.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden unter anderem von Sarah Linder, der Leiterin des Arbeitskreises Praxiskoordination. Sie eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „In der Vorbereitung auf diesen Tag haben wir festgestellt: Ausbildung ist unsere Stärke.“ Sie dankte herzlich den städtischen Praxiskoordinatorinnen für die Organisation des Workshops sowie den Praxismentorinnen, ohne deren freiwilliges Engagement Ausbildung in den Kitas der Stadt nicht möglich wäre. „Ihre Rolle gleicht einem Ehrenamt – und dieses Engagement zahlt sich für die gesamte Kitalandschaft der Stadt Wolfenbüttel aus.“
Im Anschluss übernahm Kerstin Müller-Kote, eine der 15 Praxiskoordinatorinnen der Stadt Wolfenbüttel, das Wort. Auch sie dankte allen Anwesenden für ihre engagierte Arbeit und leitete in das fachliche Programm über. Den Auftakt bildete eine Fishbowl-Diskussion, in der sich die Mentorinnen und Mentoren intensiv über ihre Motivation, ihre Erfahrungen und die Bedeutung ihrer Rolle austauschten. Warum engagieren sie sich in der Praxisanleitung? Was ist ihnen dabei besonders wichtig? Diese Fragen führten zu spannenden Einblicken und ehrlichen Gesprächen.
Im Anschluss durchliefen die Teilnehmenden in Kleingruppen drei Themenräume. Im ersten Raum ging es um die Ängste und Bedürfnisse der Auszubildenden. Anonym gesammelte Rückmeldungen aktueller Auszubildender wurden auf Stellwänden präsentiert. Diese authentischen Aussagen regten zum Nachdenken, zum Austausch und zur Reflexion an. Gemeinsam wurden Möglichkeiten diskutiert, wie die Bedürfnisse junger Menschen in Ausbildung noch besser aufgegriffen und unterstützt werden können.
Über die Rolle der Auszubildenden im Team und Generationenvielfalt wurde sich im zweiten Raum ausgetauscht. Hier ging es um die Integration der Auszubildenden in bestehende Teams sowie um mögliche Generationenkonflikte. Das positive Fazit: Auszubildende bringen frischen Wind in die Kitas, sind eine Bereicherung für das Team und werden gerne als Kollegin und Kollege wahrgenommen.
Der dritte Raum thematisierte Reflexionsmethoden in der Praxisanleitung. Hier tauschten sich die Mentorinnen und Mentoren über bewährte und neue Methoden zur Reflexion mit Auszubildenden aus. Viele konnten ihr methodisches Repertoire erweitern und Impulse für die eigene Praxis mitnehmen.
Den Abschluss bildete eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus allen drei Themenräumen. Nach drei Stunden voller Erkenntnisse, Impulse und Netzwerkarbeit verabschiedeten sich die Mentorinnen und Mentoren in den wohlverdienten Feierabend.
„Als Fazit kann man festhalten: Ausbildung ist nicht nur unsere Stärke – sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die von hoher Fachlichkeit, Engagement und Herzblut lebt. Die Mentorinnen und Mentoren der städtischen Kindertagesstätten der Stadt Wolfenbüttel leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Qualitätssicherung in der Ausbildung und damit zur Zukunftsfähigkeit der Kitalandschaft. Gute Fachkräfte von morgen entstehen durch kompetente Begleitung heute“, berichtet Sarah Linder.