Brücke für die Gesundheit: Wolfenbütteler Start-up Anricon Health vernetzt chinesische Patienten mit europäischer Spitzenmedizin
Mit einer innovativen Geschäftsidee schlägt die Unternehmerin Xiaoya Wolf eine Brücke zwischen Fernost und Mitteleuropa: Ihr Unternehmen Anricon Health vermittelt finanzstarke Patienten aus China an führende medizinische Spezialisten und Kliniken in Deutschland und der Schweiz. Seit der Gründung am Standort Wolfenbüttel verzeichnet die diplomierte Chemikerin eine stetig wachsende Nachfrage nach ihrem „Rundum-sorglos-Paket“.
Vor rund anderthalb Jahren wagte Xiaoya Wolf den Schritt in die Selbstständigkeit. Ihre Mission: Die exzellente medizinische Versorgung in Europa für Patienten aus ihrer Heimat zugänglich zu machen. Dabei agiert sie als Full-Service-Vermittlerin zwischen den Patienten und den medizinischen Einrichtungen.
Ganzheitlicher Service für internationale Patienten
„Ich biete ein Rundum-sorglos-Paket an“, erklärt die 36-Jährige. Dies umfasst weit mehr als die reine Vermittlung: Wolf sucht gezielt nach spezialisierten Medizinern oder Kurkliniken, die exakt zum Krankheitsbild des Patienten passen. Darüber hinaus organisiert sie die gesamte Logistik – von der Flugverbindung über den Shuttle-Service bis hin zur Hotelbuchung. Auch digitale Beratungsgespräche im Vorfeld der Reise gehören zum Portfolio.
Xiaoya Wolf verfügt über eine erstklassige Ausbildung: Sie studierte Chemie an der renommierten Tsinghua-Universität in Peking und absolvierte anschließend ein Masterstudium an der Fordham Business School in New York. „Internationalität und Vernetzung sind entscheidend, um zu verstehen, wie sich der globale Gesundheitsmarkt entwickelt“, so die Unternehmerin, die aus familiären Gründen nach Wolfenbüttel zog.
Hohe Reputation deutscher und Schweizer Medizin in China
Zwar habe die chinesische Regierung die Gesundheitsvorsorge für die breite Masse massiv ausgebaut, doch bei komplexen Erkrankungen oder dem Wunsch nach innovativen Therapien orientiere sich die wachsende Mittel- und Oberklasse Chinas nach Westen. „Die Forschung und Entwicklung von Medikamenten sowie die medizinischen Verfahren in Deutschland und der Schweiz genießen in China einen exzellenten Ruf“, erklärt Wolf.
Besonders gefragt seien Longevity-Programme zur Vitalisierung sowie Behandlungen in den Bereichen Orthopädie, Augenheilkunde und Onkologie. Zu Wolfs Partnern zählen renommierte Häuser am Genfer See, in Baden-Baden sowie Kliniken im Raum München. „Meine Kunden legen Wert auf Tradition und die Gewissheit, in Häusern behandelt zu werden, die bereits bekannte Persönlichkeiten erfolgreich betreut haben“, betont sie.
Wachstumsstandort Wolfenbüttel: TIW voll ausgelastet
Ihren Firmensitz hat Anricon Health im Technischen Innovationszentrum Wolfenbüttel (TIW) am Exer gefunden. Für die Gründerin ein Glücksgriff: „Das TIW bietet ein hochprofessionelles Arbeitsumfeld und ein inspirierendes Netzwerk, das uns bei der täglichen Arbeit und der Entwicklung neuer Ideen unterstützt.“
Carola Weitner-Kehl, Geschäftsführerin des TIW, zeigt sich begeistert über den Neuzugang: „Diese mutige und international agierende Gründerin belegt nun den letzten freien Büroraum unserer Gründergemeinschaft im Gebäude AE 10. Es ist ein wichtiges Signal für den Standort, wenn sich Frauen mit solch innovativen Ideen hier in Wolfenbüttel selbstständig machen.“
Sicherheit, Gesundheit und Glück
Der Name „Anricon“ leitet sich vom chinesischen Wort „Anruikang“ ab. Es steht für Sicherheit, Gesundheit und Glück – Werte, die Xiaoya Wolf zum Fundament ihrer Arbeit gemacht hat. Während Märkte wie Japan oder die USA bereits stark auf Medizintourismus setzen, sieht Wolf für Deutschland und Europa noch gewaltiges Potenzial. Die täglichen Anfragen geben ihr recht: Der Bedarf an spezialisierter Spitzenmedizin „Made in Europe“ ist in China größer denn je.