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25.07.2021

Brandkrustenpilz: Trauer-Blut-Buche ist nicht mehr zu retten

Geschätzt 150 Jahre steht sie schon im „Gefängnispark“, die mächtige Trauer-Blut-Buche. Viele Pärchen haben ihre Initialen in die Rinde geschnitzt, unzählige Gruppen haben unter ihrer mächtigen Krone Schatten gesucht. Schon seit längerer Zeit ist sie vom Brandkrustenpilz befallen – nun ist ein Punkt erreicht, wo die bisherigen Pflegemaßnahmen nicht mehr weiterhelfen. Die Stand- und Bruchsicherheit ist extrem gefährdet, der Baum muss leider gefällt werden.

„Der Befund und die Fällung als Konsequenz daraus bedeuten einen schweren Verlust“, weiß auch Jens Meyer, Abteilungsleiter Grünflächen bei der Stadt. Die Gefahr, die mittlerweile von dem 15 bis 20 Meter hohen Baum ausgeht, ist jedoch nicht zu unterschätzen und die Stadt kann aufgrund ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht anders entscheiden. Daher wurde der Bereich um den Baum auch sofort abgesperrt. Es gab bereits diverse Ast-Ausbrüche in der Krone.

Der Brandkrustenpilz gilt als vergleichsweise optisch unscheinbar, wird allerdings in der Fachwelt als äußerst gefährlich eingeschätzt, da er zu den gefährlichsten Holz abbauenden Pilzarten gehört. Wurzeln und Stamm verlieren bei einem Befall schnell an Festigkeit aufgrund von Faulstellen. Befallene Bäume können daher bei plötzlich auftretendem Wind unvorhergesehen brechen.

„Natürlich wird es für den Baum eine Nachpflanzung geben“, so Meyer. Aber bis dieser Baum dann das stattliche Erscheinungsbild der Trauer-Blut-Buche erreicht hat, wird es einige Jahrzehnte dauern.


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