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03.12.2019

Ein Brief von Laura Eppy

Das Museum Wolfenbüttel hat Post aus New York erhalten. Die heute 98 Jahre alte Laura Eppy, Tochter des im November 1938 in die USA emigrierten jüdischen Arztes Siegfried Kirchheimer, bedankte sich mit Fotos beim Museum Wolfenbüttel für ein außergewöhnliches Projekt im Bürger Museum.

Schülerinnen und Schüler des damals elften Jahrgangs der Henriette-Breymann-Gesamtschule hatten 2018 im Bürger Museum Wolfenbüttel den Nachlass der Familie Kirchheimer aufgearbeitet. Zu sehen ist Eppy in ihrer New Yorker Wohnung mit einem handgeschriebenen Schild „Vielen-Vielen Dank! Your Laura Eppy“.

In einem sechs Monate dauernden Schülerprojekt hatte sich die Henriette Breymann-Gesamtschule mit der Biografie von Dr. Siegfried Kirchheimer und der Verfolgung der Familie durch die Nationalsozialisten beschäftigt. Damals war sie unter dem Namen Lore Kirchheimer nur mit ihrem Vater mit dem Linienschiff „SS Manhattan“ im am 17. November 1938 von Bremerhaven aus in die USA geflohen, die übrigen Familienmitglieder konnten erst 1941 Deutschland verlassen.

Zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages zur Reichpogromnacht 1938 hatten die acht Schülerinnen und Schüler der IGS mit ihrer Lehrerin Beate Schulz die Vitrine des Bürgerarchivs gestaltet. Zu sehen waren Telegramme, die in der Zeit der jahrelangen Trennung unter den Familienmitgliedern Kirchheimer verschickt worden waren, Fotos, Briefe Siegfried Kirchheimers (unter anderem an die Kaisertochter und der Braunschweiger Herzogin Viktoria Luise), Glückwünsche des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und viele weitere persönliche Dokumente. Der frühere deutsche Außenminister Siegmar Gabriel hatte die kleine Ausstellung im Bürger Museum am Gedenktag besucht und sich mit den Jugendlichen unterhalten.


Die Geschichte der Familie Kirchheimer wird in der Dauerausstellung des Bürger Museums in Form von Objekten, Dokumenten, einer Hörstation in Deutsch und Englisch und im Bürgeralbum präsentiert.


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