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29.11.2019

Treffen der Schmerzpatienten im Städtischen Klinikum

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel bietet seit vier Jahren die Möglichkeit, Menschen mit chronischen Schmerzen, interdisziplinär nach einem festen Konzept zu behandeln. Wie schon im vergangenen Jahr, hatte Pain Nurse Christine Wiesner aus der Klinik für Anästhesie, operative Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin, zum Abschluss des Jahres ein „Kaffeetrinken“ für die Schmerzpatienten des aktuellen Jahres organisiert.

Begrüßt wurden die Gäste von der stellvertretenden Pflegedirektorin Wenke Lubosch und Dr. Nils Beiser, Leiter der Schmerzmedizin. „Leider können wir sie nach der Therapie nicht weiter ambulant betreuen und wissen im Grunde gar nicht wie es ihnen in der Zeit danach ergangen ist“, griff Dr. Nils Beiser einen entscheidenden Aspekt für das Treffen heraus. Das gesamte Team der Schmerztherapie war bereits im Vorfeld sehr gespannt auf ein Wiedersehen mit „ihren“ Patienten. In netter Atmosphäre fand ein reger Austausch zwischen den rund 70 Gästen und dem Schmerzteam statt. Die Patienten freuten sich, neu aufgetretene Fragen klären zu können und ihre ehemaligen Mitpatienten wiederzusehen.

Hintergrund zur multimodalen Schmerztherapie

Grundlage der stationären multimodalen Schmerztherapie ist die Behandlungskombination von „körperlichen“ Schmerzzuständen, psychischer Begleitreaktion und sozialem Verhalten. Dieses Modell ist das momentan erfolgversprechendste Verfahren zur Behandlung von chronischen Schmerzen, welche eine komplexe Eigenerkrankung darstellen. Nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft leiden zirka 17 Millionen Menschen in Deutschland an chronischen Schmerzen. Dies entspricht 21 Prozent der Bevölkerung. In den vergangenen zwei Jahren wurden im Klinikum Wolfenbüttel über 300 Patienten stationär und multimodal wegen ihrer chronischen Schmerzen behandelt.

Die durchschnittliche Leidenszeit der Patienten mit chronischen Schmerzen liegt hierbei bei über sieben Jahren, bei jedem fünften sogar über 20 Jahre. Nur zehn Prozent der Betroffenen werden einem Schmerztherapeuten vorgestellt. Bricht man die bundesweit erhobenen Zahlen einmal auf die Bevölkerung im Landkreis Wolfenbüttel herunter, bedeutet dies, dass statistisch betrachtet rund 20.000 Einwohner im Landkreis Wolfenbüttel an chronischen Schmerzen leiden. Menschen mit Schmerzen über mehrere Monate laufen in Gefahr, dass sich die Schmerzen chronifizieren. Leidet die Lebensqualität oder steht der Arbeitsplatz auf dem Spiel, sind dies deutliche Warnhinweise, dass sich das Leben in eine falsche Richtung entwickelt. Wird der Alltag zur Qual und nimmt die Stimmung rapide ab, sollte gehandelt werden.


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