Sanierung des Naturrasenplatzes auf der Sportanlage Meesche: Stadt Wolfenbüttel setzt auf Fakten und verlässliche Kommunikation
Angesichts der jüngsten öffentlichen Diskussionen und Missverständnisse in den sozialen Medien über die Sperrung des A-Platzes auf der Sportanlage Meesche stellt die Stadtverwaltung Wolfenbüttel den Sachverhalt und die chronologischen Hintergründe der planmäßigen Rasensanierung transparent klar. Die Behauptung, die Sperrung sei überraschend oder trotz rechtzeitiger Saisonplanung des Vereins erfolgt, entspricht nicht den Tatsachen.
Fristen und Versäumnisse bei der Terminrückmeldung
Um die notwendigen, umfänglichen Pflegemaßnahmen nach dem Ende der Spielzeit koordinieren zu können, hatte die Stadtverwaltung bereits Mitte Mai alle Wolfenbütteler Sportvereine – so auch den betroffenen Verein – explizit nach den Terminen für das Saisonende 2025/2026 und den anstehenden Saisonstart 2026/2027 abgefragt.
Seitens der Vereinsverantwortlichen ging auf diese offizielle Abfrage jedoch keine abschließende Rückmeldung bei den städtischen Kontaktstellen ein. Es wurde lediglich unverbindlich auf ein Benefizspiel sowie ein weiteres, zu diesem Zeitpunkt noch nicht terminiertes Testspiel verwiesen. Konkrete Angaben zum offiziellen Saisonende, zum geplanten Trainingsstart oder zu weiteren fixen Veranstaltungen blieben aus.
Um die Bespielbarkeit und die langfristige Qualität des Naturrasens für die kommenden Monate zu sichern, benötigt die Fläche nach einer intensiven Saison zwingend eine vier- bis fünfwöchige Ruhe- und Renovationsphase. Mangels verlässlicher Daten des Vereins leitete die zuständige Fachabteilung die Sanierungsmaßnahmen daher unter Berücksichtigung personeller Ressourcen und der vielen anderen Aufgaben des Grünflächenamtes in der Hauptsaison ihrer Arbeit planmäßig zum 8. Juni 2026 ein.
Nachträgliche Terminplanungen während laufender Maßnahmen
Die in der Kritik stehenden Testspiele wurden vonseiten der sportlichen Leitung des Vereins erst zu einem Zeitpunkt intern konkretisiert und an die Verwaltung herangetragen, als die Sanierungsarbeiten auf dem Platz bereits in vollem Gange waren. Erst Mitte Juni – und somit mitten in der laufenden Regenerationsphase des Rasens – folgten sukzessive Meldungen über weitere geplante Spieltermine.
Kompromissbereitschaft der Verwaltung bei Highlight-Spielen
Trotz der organisatorischen Schwierigkeiten zeigt sich die Stadtverwaltung maximal kompromissbereit. In einem Vor-Ort-Gespräch am 23. Juni 2026 wurde gemeinsam mit Vertretern der Grünflächen- und Sportabteilung vereinbart, die Nutzung des A-Platzes ab dem 14. Juli 2026 vorzeitig zu erlauben, um ein gastierendes Spiel der Eintracht Braunschweig zu ermöglichen.
Die Verwaltung ging hierbei zunächst davon aus, dass der Wolfenbütteler Verein selbst als Spielpartner antritt. Da nun kurzfristig ein externer Verein aus der Region Hannover als Gegner benannt wurde, ist dies schon sehr seltsam und bedarf auch weiterer Abklärung. Zumal im Fall einer zu frühen Bespielung des Platzes eben auch das Risiko besteht, dass die Maßnahmen abermals begonnen werden müssten.
Alternative Spielstätten und vertragliche Grundlagen
Hinsichtlich der in den Raum gestellten finanziellen Auswirkungen betont die Verwaltung, dass mit dem Kunstrasenplatz auf der Meesche sowie dem Naturrasenplatz an der Halberstädter Straße adäquate Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Da der Stadt keine konkreten wirtschaftlichen Kennzahlen vorliegen, ist eine Bewertung eventueller Ausfälle nicht möglich. Generell gehören witterungs- oder sanierungsbedingte Spielverlegungen zum allgemeinen sportlichen Risiko, das vereinsintern abzusichern ist.
Die Stadtverwaltung weist in diesem Zusammenhang auf den seit 2020 bestehenden, verbindlichen Anlagenvertrag hin, der die Rechte und Pflichten zur Nutzung der dem Verein ja kostenlos zur Verfügung gestellten Meesche klar regelt. Es ist bedauerlich, dass von den verantwortlichen Akteuren der Abteilung der Weg in die Öffentlichkeit gesucht wurde, ohne im Vorfeld den eigenen Gesamtvorstand des Vereins einzubinden oder über die versäumten Fristen bei der Terminmeldung zu informieren.
Ausblick auf künftige Zusammenarbeit
Die Stadt Wolfenbüttel steht verlässlich an der Seite des Sports. Um vergleichbare Situationen künftig zu vermeiden, appelliert die Verwaltung an eine professionelle Kommunikation auf Augenhöhe. Dazu gehört die fristgerechte Beantwortung von Abfragen (was bei einem hauptamtlich geführten Verein selbstverständlich sein sollte und bei vergleichbaren Vereinen auch funktioniert), die frühzeitige Bekanntgabe von Eventplanungen vor deren finaler Festlegung sowie eine stärkere Einbeziehung alternativer städtischer Spielstätten in die vereinsinterne Logistik. Wir wünschen uns auch einen respektvollen Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - im Schriftverkehr oder bei Terminen vor Ort. In diesem Fall war das leider nicht so.