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Datum: 24.04.2026

Sicherheit in Wolfenbüttel: Rückläufige Kriminalität und starke Zusammenarbeit vor Ort

Im Rahmen des Veranstaltungsformats „Rathausdialog“ zur Frage „Ist Wolfenbüttel sicher?“ haben Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Justizvollzug, Stadtverwaltung und Feuerwehr am Donnerstag, 23. April 2026 aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Maßnahmen zur Sicherheitslage in der Stadt vorgestellt. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung gefolgt und nutzten nach den Impulsvorträgen auch die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.

Eine Person steht an einem Rednerpult vor vielen sitzenden Personen. © Stadt Wolfenbüttel
Rund 40 Besucherinnen und Besucher kamen zum Rathausdialog

Kriminalität deutlich rückläufig

Eine Person steht an einem Rednerpult vor vielen sitzenden Personen. © Stadt Wolfenbüttel
Niklas Meyer-Ulex, Leiter des Polizeikommissariats Wolfenbüttel

Niklas Meyer-Ulex, Leiter des Polizeikommissariats Wolfenbüttel, berichtete von einer insgesamt positiven Entwicklung: Im Jahr 2025 ist die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 10,29 Prozent gesunken – ein im Landesvergleich überdurchschnittlicher Rückgang. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Delikten im öffentlichen Raum, etwa bei Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Ladendiebstählen.

Gleichzeitig verwies Meyer-Ulex auf veränderte Kriminalitätsformen. Während klassische Straftaten im öffentlichen Raum zurückgehen, verlagern sich Delikte zunehmend in den digitalen und privaten Bereich. Dazu zählen unter anderem Onlinebetrug, sogenannte Schockanrufe oder Cybertrading. Auch bei Sexualdelikten ist insbesondere im digitalen Kontext ein Anstieg festzustellen. Die Polizei reagiert darauf verstärkt mit Präventionsarbeit.

Einblicke in den Strafvollzug

Eine Person steht vor einer Leinwand, auf der ein Bild mit Text zu sehen ist. © Stadt Wolfenbüttel
Dr. Tanja Köhler, Leiterin der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel

Dr. Tanja Köhler, Leiterin der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel, gab Einblicke in die Arbeit des Strafvollzugs. Die zentral gelegene JVA verfügt über 407 Haftplätze und ist von einer rund 640 Meter langen Mauer umgeben. Neben der sicheren Unterbringung der Gefangenen steht insbesondere deren Resozialisierung im Fokus.

Ein wichtiger Bestandteil sind sogenannte Vollzugslockerungen, die schrittweise mehr Eigenverantwortung ermöglichen – von begleiteten Ausgängen bis hin zu Freigang und in seltenen Fällen auch Urlaub. Diese Maßnahmen dienen der Vorbereitung auf ein straffreies Leben nach der Haft.

Kommunale Zusammenarbeit als Schlüssel

Eine Person steht vor einer Leinwand, auf der ein Bild mit Text zu sehen ist. © Stadt Wolfenbüttel
Erster Stadtrat Thorsten Drahn

Erster Stadtrat Thorsten Drahn betonte die enge Zusammenarbeit aller sicherheitsrelevanten Akteure in Wolfenbüttel. Im regelmäßig tagenden Arbeitskreis „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ stimmen sich Polizei, Feuerwehr, Verwaltung, Jugendhilfe und weitere Institutionen ab, um frühzeitig auf Entwicklungen zu reagieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Als Beispiel nannte Drahn den Umgang mit auffälligen Jugendgruppen in den Jahren 2023 und 2024. Durch abgestimmte Maßnahmen, verstärkte Präsenz und zusätzliche Streetwork-Angebote konnte die Situation in Abstimmung mit dem Polizeikommissariat Wolfenbüttel nachhaltig beruhigt werden.

Breites Aufgabenspektrum des Ordnungsamtes

Zwei Personen stehen an einem Rednerpult. © Stadt Wolfenbüttel
Marcel Stoschek und Manuela Buschner (Fachbereichs- und Ordnungsamtsleitung Stadtverwaltung Wolfenbüttel)

Aus Sicht des Ordnungsamtes verdeutlichten Marcel Stoschek und Manuela Buschner (Fachbereichs- und Ordnungsamtsleitung) die Vielfalt ihrer Aufgaben – von Verkehrssicherheit über die Kontrolle von Sondernutzungen bis hin zu Müll- und Lärmbeschwerden. Ein besonderer Fokus liegt auch beim Ordnungsamt auf Prävention, Bürgernähe und Präsenz im Stadtbild.

Auch Themen wie Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Stadt bereitet sich unter anderem auf Szenarien wie Starkregen, Stromausfälle oder andere Krisenlagen vor und hat hierfür entsprechende Konzepte und Anlaufstellen entwickelt.

Feuerwehr: Engagement rund um die Uhr

Eine Person steht vor einer Leinwand, auf der ein Bild mit Text zu sehen ist. © Stadt Wolfenbüttel
Stadtbrandmeister Olaf Glaeske

Stadtbrandmeister Olaf Glaeske hob die zentrale Rolle der Freiwilligen Feuerwehr hervor. Die Einsatzkräfte leisten ihren Dienst vollständig ehrenamtlich und investieren viel Zeit in Ausbildung, Übungen und Einsätze – oft unter schwierigen Bedingungen.

Mit großem Engagement sorgen sie für Brandschutz und Hilfeleistung in der Stadt und stehen der Bevölkerung jederzeit zur Verfügung. Dabei leisten auch die Familien der Einsatzkräfte einen wichtigen Beitrag, indem sie die Belastungen mittragen.

Gemeinsames Ziel: Sicherheit und Lebensqualität

Eine Person steht an einem Rednerpult vor vielen sitzenden Personen. © Stadt Wolfenbüttel
Nach den Impulsvorträgen konnten die Besucher ihre Fragen stellen

Einigkeit bestand bei allen Beteiligten: Die Sicherheit in Wolfenbüttel ist das Ergebnis eines engen Zusammenspiels verschiedener Akteure sowie einer aktiven Stadtgesellschaft. Neben objektiven Faktoren spielt auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle.

Die Stadt setzt daher weiterhin auf Präsenz, Prävention, Kooperation und den offenen Dialog mit der Bevölkerung – mit dem Ziel, Wolfenbüttel auch künftig sicher und lebenswert zu gestalten.

Kontakt

Herr Marcel Stoschek

Stadtverwaltung Wolfenbüttel
Bürgerdienste und Ordnung
Fachbereichsleitung

Stadtmarkt 3–6
(Postanschrift)
38300 Wolfenbüttel