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Lärmaktionsplan für die Stadt Wolfenbüttel

Zur Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie hat die Stadt Wolfenbüttel die Erstellung eines Lärmaktionsplans eingeleitet.

Die wichtigsten Informationen zum LAP finden Sie hier auch in einem kurzen Einführungsvideo.

© Stadt Wolfenbüttel

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Kern des kommunalen LAP ist demnach das Straßenverkehrsnetz, wobei gemäß den rechtlichen Grundlagen das Hauptverkehrsnetz ab einem durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommen (DTV) von rund 8000 Fahrzeugen betrachtet wird.

Ziel ist es, das Lärmaufkommen durch den Straßenverkehr sukzessive auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Als Orientierung dienen hierbei die in der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz festgelegte Prüfwerte. Diese basieren auf der Lärmwirkungsforschung und liegen bei 55 dB(A) für den nächtlichen Lärmindex Lnight beziehungsweise 65 dB(A) für den Gesamttages-Lärmindex Lden. Ab diesen Werten öffnet die Lärmaktionsplanung Möglichkeiten für Reduzierungsmaßnahmen. Bei der Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen bewegt sich der LAP aber notgedrungen im Spannungsfeld zwischen Lärmschutz und der allgemeinen Verkehrsfunktion der Hauptverkehrsstraßen.

Für andere Lärmquellen wie Schienenverkehr oder Gewerbe werden LAPs vom Eisenbahnbundesamt zentral erstellt oder das Thema allgemein durch die Gewerbeaufsichtsämter bearbeitet. Diese Stellen sind dann auch für Maßnahmen zuständig. Alle Aussagen zu diesen Quellen werden daher in den städtischen LAP nur nachrichtlich übernommen.

Grundlage für den LAP der Stadt Wolfenbüttel bildet eine Lärmkarte für das Straßennetz, die das Land Niedersachsen nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren im Jahr 2019 errechnet hat. Hauptparameter für das Lärmaufkommen waren dabei das Verkehrsaufkommen und die Bebauungsstruktur. Für die Betrachtung des gesamten Stadtgebietes von Wolfenbüttel wurden allerdings noch erhebliche Nacherhebungen der Stadt und Nachberechnungen durch das Land erforderlich. Das so nun aufgenommene Hauptstraßennetz von Wolfenbüttel ist in der Karte Untersuchungsnetz dargestellt. Für diese Straßen werden im Rahmen des LAP mögliche Maßnahmen zur Verkehrslärmreduzierung untersucht.

Um neben den Lärmberechnungen eine Einschätzung der Vor-Ort-Situation durch die Betroffenen zu erhalten, werden Sie als Bürgerinnen und Bürger in die Erstellung des LAP einbezogen. Hierzu dient ein kurzer Fragebogen (Bearbeitungszeit zwei bis drei Minuten), in dem Sie Lärmkonflikte an den dargestellten Hauptstraßen aber auch darüber hinaus angeben können. Die Befragung endet am 26. April 2021.

Die Erstellung des LAP erfolgt durch das Fachbüro SVU aus Dresden, das in einem ersten Schritt die Lärmkarte und die Fragebögen auswertet und auf dieser Grundlage mögliche Maßnahmen zur Lärmreduzierung vorschlagen wird. Diese fließen in den Entwurf des LAP ein, der zum Sommer 2021 den politischen Gremien und in einem öffentlichen Beteiligungsverfahren (vergleichbar zu Bebauungsplänen) zur Diskussion gestellt wird. Alle Anregungen und Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch von externen Fachbehörden, betroffenen Institutionen und Verbänden werden dabei behandelt und abgewogen.

Der dann vom Rat zu beschließende Lärmaktionsplan ist die erforderliche Grundlage für lärmreduzierende Maßnahmen im Stadtgebiet.

zum Fragebogen

Die Befragung endet am 26. April 2021.

Lärmaktionsplan Wolfenbüttel: Karte des Untersuchungsnetzes (PDF, 203 kB)

Weitere Informationen

Rechtliche Grundlagen: § 47a BImSchG - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de) (Bundes-Immissionsschutzgesetz)

Weiterführender Link: Lärmaktionsplanung | Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (niedersachsen.de) 

Ansprechpartner für den LAP