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Datum: 29.11.2021

59. Friedenstanne erhellt den Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt

Seit 59. Jahren nun bringen die Brüder der Druidenloge „Bardstjernen“aus Drammen gemeinsam mit ihren Freunden der Wolfenbütteler Loge „Zur Bundestreue“ die Friedenstanne für den Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt auf die rund 1.000 Kilometer lange Reise.

Eine große Tanne mit vielen leuchteten Lichtern steht vor dem Wolfenbütteler Rathaus. In jedem Fenster stehen leuchtende Lichterbögen. Neben der Tanne stehen zwei Männer, davor einige Menschen. © Stadt Wolfenbüttel
Illuminierung der 59. Friedenstanne auf dem Stadtmarkt

Seit Jahrzehnten soll die Wolfenbütteler Friedenstanne ein Zeichen für Freundschaft, Brüderlichkeit und europäische Zusammenarbeit über alle Grenzen setzen. Und traditionell wird sie erst am 1. Advent, und nicht schon zur Weihnachtsmarkteröffnung, illuminiert.

In diesem Jahr konnte Bürgermeister Ivica Lukanic aufgrund der angespannten Corona-Lage nur eine kleine Delegation an Logenbrüdern aus Drammen und Wolfenbüttel begrüßen. „Ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr die 60. Übergabe wieder gemeinsam groß feiern können“, so Lukanic.

Eine große Tanne steht vor dem Wolfenbütteler Rathaus. In jedem Fenster stehen leuchtende Lichterbögen. Neben der Tanne stehen zwei Männer an einem Mikrophon. © Stadt Wolfenbüttel
Illuminierung der 59. Friedenstanne durch Bürgermeister Ivica Lukanic und Ulrich Krause-Willenberg, Vorsitzender der Loge zur Bundestreue.

„Als im Jahre 1963 die Kerzen der ersten Friedenstanne auf dem Stadtmarkt leuchteten, begann eine einmalige Geschichte. Seit damals ist es gute Tradition geworden, diesen schönen Brauch alljährlich zu wiederholen. Damals wie heute steht die Tanne als ein Symbol für Frieden und Völkerverständigung. Bis zum November 1989 verkörperte sie zusätzlich den Wunsch unseres Volkes, eines Tages wieder gemeinsam und in Freiheit das schönste aller christlichen Feste begehen zu können. Dass der Wunsch der Initiatoren der Friedenstanne im November 1989 tatsächlich in Erfüllung ging und die Grenze, die Deutsche von Deutschen trennte, fiel – und ein knappes Jahr später tatsächlich die Wiedervereinigung Deutschlands vollzogen wurde – darauf konnte man 1963 nur hoffen. Der Weg zu einem friedlichen, offenen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen ist aber noch lange nicht beendet. Dieser Weg beginnt in uns allen! Jeder für sich ist aufgerufen, Vorurteile ab- und Toleranz aufzubauen. Reichen wir denjenigen die Hand, die bereit sind, auf friedlichem Wege mit uns den Dialog zu suchen – aber wehren wir uns auch gegen diejenigen, die ihre Meinung mit Gewalt vertreten!“, sagte der Bürgermeister.

Die Adventszeit sei nicht nur die Zeit der Vorfreude auf Weihnachten, sondern auch Zeit, einmal nachzudenken. Das Symbol der Friedenstanne sei nach wie vor wichtig ist und werde gebraucht. Die Tanne soll zum Frieden ermahnen, Frieden einfordern und Friedfertigkeit von uns allen erwarten. Sie sei aber auch ein unglaublicher Freundschaftsbeweis, der sich über viele, viele Jahre entwickelt habe.

Auch Ulrich Krause-Willenberg, der Vorsitzende der Loge zur Bundestreue, stellte die Bedeutung der Friedenstanne in den Vordergrund und auch er hofft, dass im kommenden Jahr wieder eine größere Feier zur Übergabe mit vielen Gästen aus Norwegen erfolgen könne.

Nach den Ansprachen wurde dann der Schalter „umgelegt“ und die 59. Friedenstanne wurde illuminiert.

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Stadtmarkt 3–6
38300 Wolfenbüttel