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03.12.2017

55. Friedenstanne erhellt den Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt

Seit 55. Jahren nun bringen die Brüder der Druidenloge aus Drammen die Friedenstanne für den Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt auf die rund 1.000 Kilometer lange Reise.

Seit Jahrzehnten soll die Wolfenbütteler Friedenstanne ein Zeichen für Freundschaft, Brüderlichkeit und europäische Zusammenarbeit über alle Grenzen setzen. Und traditionell wird sie erst am 1. Advent, und nicht schon zur Weihnachtsmarkteröffnung, illuminiert.

Nach musikalischer Einstimmung durch den Posaunenchor Wolfenbüttel unter der Leitung von Hans-Hermann Haase begrüßte Bürgermeister Thomas Pink die Logenbrüder aus Drammen und Wolfenbüttel sowie alle anderen Weihnachtsmarktbesucher.


Die Adventszeit sei nicht nur die Zeit der Vorfreude auf Weihnachten, sondern auch Zeit, einmal nachzudenken. Drei Ereignisse der vergangenen Tage hätten ihn zum Nachdenken gebracht. So sei der Weihnachtsmarkt über viele Tage intensiv vorbereitet und geschmückt worden. Leider hätte es dann kurz nach der Eröffnung einige Zeitgenossen gegeben, die über den Weihnachtsmarkt gezogen seien, Bäume geklaut haben oder Sitzpolster in die Oker geschmissen. „Diese Zeitgenossen sind schlichtweg Idioten“, sagte Pink. Dann hätte es eine Diskussion um das Sicherheitskonzept und die damit verbundenen Maßnahmen gegeben. Hier stellte er klar: „Es wird keine Großveranstaltung, die wir organisieren, geben, die wir ohne Sicherheitskonzept durchführen können. Das ist so, das tut mir leid, aber wir können es nicht verhindern.“ Am Ende trage auch die Stadt die Verantwortung und nicht die Diskutanten. Zum Nachdenken bringe ihn auch der oder die Feuerteufel, der/die in Wolfenbüttel sein/ihr Unwesen treibt beziehungsweise treiben. Diese Taten seien kein Streich mehr, unterstrich der Bürgermeister, „diese Zeitgenossen, die nenne ich Verbrecher, weil sie Leib, Leben, Gesundheit und Eigentum anderer Menschen aufs Spiel setzen und hier müssen wir schleunigst sehen, dass wir diese Leute dingfest machen.“ All diese Vorkommnisse würden zeigen, dass das Symbol der Friedenstanne nach wie vor wichtig ist und gebraucht wird. Die Tanne soll zu Frieden ermahnen, Frieden einfordern und Friedfertigkeit von uns allen erwarten. Sie sei aber auch ein unglaublicher Freundschaftsbeweis, der sich über viele, viele Jahre entwickelt habe.

Begleitet zu den Klängen des Posaunenchors (Am Weihnachtsbaume, die Lichtlein brennen), erhellte die Friedenstanne schließlich den Weihnachtsmarkt.

Im Anschluss gab es einen Empfang im Ratssaal für die angereisten Mitglieder der Logen aus Drammen und Wolfenbüttel sowie der Gäste aus der Partnerstadt Blankenburg. Bürgermeister Thomas Pink, Rainer Michaelis Vorsitzender der Wolfenbütteler Loge „Zur Bundestreue“ und Rob Mulder von der norwegischen Loge Bjardstjernen erinnerten in ihren Grußworten ebenfalls an die jahrzehntelange Tradition der Friedenstanne. Die langjährige und lebendige Tradition ist entstanden, als 1962 Mitglieder der Druidenloge aus Norwegen die innerdeutsche Grenze sahen. Von da an sollte immer zur Weihnachtszeit auf dem Stadtmarkt eine Tanne stehen, deren Lichter in die damalige DDR ausstrahlen.

Impressionen

Übergabe der 55. Friedenstanne

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