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06.05.2019

Europäische Union: Was wäre die Alternative?

Auch Kritik kann ein Bekenntnis sein. Das machte Armin Maus, Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung, als Hauptredner bei „Pulse of Europe“ am Samstag, 4. Mai 2019, vor dem Bankhaus Seeliger deutlich. „Europa muss verbessert werden“, betonte er. Eine bessere Alternative zur EU gebe es jedoch nicht.

Die von der Initiative „Pulse of Europe“ und den Jugendparlament mit Unterstützung der Stadt organisierte Veranstaltung sollte in erster Linie dazu auffordern von seinem Wahlrecht bei der Europawahl am 26. Mai 2019 Gebrauch zu machen. Mit Musik, Reden, offenem Mikrofon, Tanz und dem Ausrollen der Friedensfahne des AHA-ErlebnisMuseums wurde im Rahmen der rund dreistündigen Veranstaltung einiges geboten.

Nicht nur Bürgermeister Thomas Pink rief dazu auf, sich jeden Tag für Freiheit und Demokratie in Europa einzusetzen. Auch BZ-Chefredakteur Armin Maus bekannte sich zum europäischen Gedanken. In seiner Rede kritisierte Maus aber auch die fehlende Nähe der Europa-Parlamentarier zu den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. „Die Zahl der Europa-Abgeordneten, die sich seit der letzten Wahl nach Wolfenbüttel, Braunschweig oder Wolfsburg begeben haben, um den Willen der Wähler kennenzulernen, ist skandalös niedrig“, so der Journalist. Mit Landtags- oder Bundestagsabgeordneten in Kontakt zu treten sei da wesentlich einfacher. Es sehe daher auch die Europaabgeordneten in der Pflicht, sich der Zustimmung der Wählerinnen und Wähler zu vergewissern.

Trotz aller Kritik dürfe man nicht nur in schwarz und weiß denken, sondern müsse differenzieren. Maus: „Es gibt eine ganze Litanei, die fast jeder von uns herbeten könnte, was Europa nun alles falsch gemacht habe. Ich sage nur: Die Norm-Gurke, die übrigens in Wirklichkeit gar keine Erfindung der Euro-Bürokratie, sondern ein Wunsch der Lebensmittelindustrie war. Die Frage ist, ob wir auch die positiven Errungenschaften sehen. Die grenzenlose Reisefreiheit. Das Recht, überall in der EU zu arbeiten. Oder auch die Tatsache, dass die Telefongesellschaft uns nicht mehr völlig überzogene Roaming-Gebühren aus der Tasche ziehen können.“

Und ganz grundsätzlich sei die Frage nach der Alternative zur EU, wie wir sie kennen. „Ich bin überzeugt, dass Europa verbessert werden muss. Aber die bestmögliche Zukunft für uns, unsere Eltern und unsere Kinder liegt genau in dieser Verbesserung. Es wäre ein schwerer Fehler, die Schwächen Europas als Aufforderung zu verstehen, zurückzukehren zum Europa der Nationalstaaten“, betont Maus, „was immer man auch über die Europäische Union sagen kann und muss: Wer sie abschaffen will, muss uns allen sagen, was dann kommt. Mir scheint, dass wir gut beraten sind, auf einer Reform der EU zu bestehen, uns bürokratische Übergriffe nachdrücklich zu verbitten und uns vor allem für das bessere Europa einsetzen.“

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© Stadt Wolfenbüttel

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