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16.10.2018

Frisches Obst und Gemüse mit guter Laune

Seit März ist Sabine Sieck mit ihrem Obst-und Gemüsestand auf dem Wolfenbütteler Markt. Dort bietet sie nicht nur frische, regionale Ware an, sondern verbreitet auch gute Laune.

Wenn man der „Guten Laune“ einen Vornamen geben möchte. Sabine würde passen. Nicht aus wortgeschichtlichen Gründen. Denn der lateinische Name erinnert nur an den römischen Stamm, von dessen Gemütsverfassung wir nichts wissen. Dass Sabine Sieck seit März auf dem Markt gute Laune verbreitet, haben viele Kunden dagegen bemerkt. Direkt neben Giannis Piccolo-Wagen an der Ecke, dort wo seit Jahren der Schmidtsche Gemüsestand zu finden war, begrüßt sie nun ihre Kunden. Mit einem Namensschild signalisiert Sabine Sieck, dass die Kunden sie ruhig mit Namen ansprechen können. „Auf dem Markt geht es persönlich zu. Da erfahre ich alles von den Kunden. Wohin es in den Urlaub geht, ob sie Eltern werden oder Großeltern. Ob das Kind die Lehre durch hat – oder was auch immer. Da passt das persönliche Du“, lacht sie.

Nach dem Krieg

Den Tipp, dass ein Marktstand frei wird, hatte Sabine von Meggie schräg gegenüber bekommen. „Das war keine leichte Entscheidung, weil ich den Markt in Stöckheim aufgeben musste“, räumt sie ein. Und den habe sie mit aufgebaut. Aber letztlich sei die Frage gewesen, welches der bessere Standort sei und da habe Wolfenbüttel den Vorzug erhalten. Und Erfahrung hat die Marktfrau – seit 32 Jahren steht sie selbst auf Märkten und hat alle Höhen und Tiefen des Geschäfts in Braunschweig erlebt. In der Familie ist der Stand seit drei Generationen. „Mein Großvater kam damals aus dem Krieg und musste mit irgendetwas weitermachen“, berichtet sie. Also habe er ein paar Gemüsekisten geschultert, und sei auf den Markt gegangen. Langsam sei das Angebot gewachsen.

Keine leichte Entscheidung

Die Mutter übernahm das Geschäft und lernte auf dem Braunschweiger Großmarkt Sabine Siecks Stiefvater kennen. Als irgendwann die Frage aufkam, ob der Marktstand auch in dritter Generation weitergeführt werden sollte, war Sabine Sieck erstmal gar nicht begeistert. „Ich kannte das aus meiner Jugendzeit. Wenn andere Feiern gegangen sind, dann musste ich früh ins Bett. Denn um drei Uhr geht es ja schon raus“, erinnert sie sich. Sie brachte ihr erstes Kind auf die Welt und dann das zweite, und schließlich fiel die Entscheidung doch zugunsten der Familientradition. „Für mich war die Arbeit auf dem Markt doch ideal. Ich war mittags zu Hause, wenn meine Kinder von der Schule kamen“, freut sie sich.


Kurioses auf dem Markt

Und die Arbeit an der frischen Luft mache ihr nach wie vor großen Spaß, erklärt sie. „Es ist dieser persönliche Kontakt, den ich so liebe. Man tauscht sich aus, gibt Tipps oder Rezepte. Der Markt bietet ein hohes Maß an Service“, fasst sie ihre Meinung zusammen. Dabei käme es immer wieder auch zu kuriosen Begebenheiten. Erst neulich sei eine Kindergartengruppe an den Stand gekommen. Sabine Sieck fragte die Kinder, ob die ihr ein Lied vorsingen könnte. Und als die kleinen zögerten, stimmte sie selbst „Auf der blauen Donau, schwamm ein Krokodil“ an. Die Kinder bedankten sich mit „Alle Vögel sind schon da“. „Das sind einfach schöne Momente, die es nur auf dem Markt gibt“, erklärt sie.

Eine gute Zukunft in Wolfenbüttel

In Wolfenbüttel sei sie gut aufgenommen worden. „Herr Müller, der Marktmeister, hat sich sofort gefreut“, erzählt sie. Und in den Monaten in Wolfenbüttel habe sie schon die ersten Stammkunden gewonnen, die sich von der guten Laune am Stand anstecken ließen. Auf die Zukunft in der Lessingstadt freue sich Sabine Sieck. Als Familienbetrieb seien alle füreinander da. „Auch meine Kinder haben immer wieder nach der Schule auf dem Markt ausgeholfen. Besonders in Zeiten, wo sie nicht genau wussten, wie es weiter gehen soll“, meint sie. Frische, regionale Produkte und ein guter Service, das sei es, was sie auf den Stadtmarkt bringen wolle. Dass eine Portion gute Laune und Frohsinn noch mit dabei ist, danken die Kunden Sabine sicher.


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