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Häufige Fragen

Woher kommen die Geflüchteten in der Stadt Wolfenbüttel überwiegend?

Aus Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan, Libanon, Iran und Palästina.

Welche Sprachen sprechen die Geflüchteten überwiegend?

Arabisch, Persisch, Englisch, Kurdisch, Urdu, Tigrinya, Französisch. Nach kurzer Zeit sind bei manchen Geflüchteten bereits Grundkenntnisse der deutschen Sprache vorhanden.

Wie kann ich mich an Dolmetscher wenden?

Bei der Diakonie ist die Koordinierungsstelle „Übersetzerpool“ eingerichtet worden. Der Übersetzerpool der Diakonie ist über die Telefonnummer 05331 996990 erreichbar, und zwar montags von 8.30 bis 13 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr. Telefonische Anfragen an anderen Tagen werden an die Diakonie weiter geleitet. E-Mail Adresse des Übersetzerpools: uebersetzerpool-wf@diakonie-braunschweig.de oder www.diakonie-im-braunschweiger-land.de/.

Wo werden die Geflüchteten in Wolfenbüttel untergebracht?

Die Neuankömmlinge werden zunächst überwiegend in städtischen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Um eine schnelle Integration zu ermöglichen, wird versucht, vorrangig Familien und anerkannte Asylbewerber schnellstmöglich in städtische Wohnungen, in Wohnungen der Baugesellschaften sowie in Wohnungen von privaten Vermietern unterzubringen.

Wie werden die Geflüchteten betreut?

Vor Ort in den Gemeinschaftsunterkünften stehen städtische Mitarbeiter und Sozialarbeiter zur Betreuung der Geflüchteten zur Verfügung. Diese Betreuung erfolgt auch weiterhin, wenn die Geflüchteten und Asylbewerber in Wohnungen untergebracht sind. Für sämtliche Zuwanderer ist die städtische Stabsstelle für Integration eingerichtet worden. Darüber hinaus stehen die verschiedenen Wohlfahrtsverbände als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wie wird die Sicherheit in den Flüchtlingsunterkünften gewährleistet?

Städtische Mitarbeiter, Sicherheitsdienste und Polizei haben ein Sicherheitskonzept erarbeitet und kümmern sich um die Sicherheit in den Flüchtlingsunterkünften.

Wie erfolgt die ärztliche Versorgung?

Die Geflüchteten suchen, nach Voranmeldung, den Arzt mit einem Krankenschein oder einer Versichertenkarte, auf. Eine ärztliche Versorgung vor Ort in den Gemeinschaftsunterkünften besteht nicht.

Wie erfolgt die Sprachförderung in der Stadt Wolfenbüttel?

„Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration“. Dem Bereich „Sprache“ kommt eine besondere Bedeutung zu, denn das Erlernen der deutschen Sprache ist die Grundlage für eine erfolgreiche Integration. Deutschkenntnisse sind eine Voraussetzung für die Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in Deutschland und damit auch von entscheidender Bedeutung für die Integration ins Erwerbsleben.

Für Erfolg in der Schule und im späteren Arbeitsleben ist Sprachförderung bereits bei Kindern und Jugendlichen sehr wichtig. Gute Sprachkenntnisse eröffnen Kindern und Jugendlichen nicht nur bessere Ausbildungsperspektiven und bessere Berufschancen, sondern sind auch entscheidend für den Erhalt des Unterrichtsniveaus in den Schulen.

Sprache hat im Prozess der individuellen wie der gesellschaftlichen Integration eine herausgehobene Bedeutung, da sie mehrere Funktionen erfüllt. Sie ist sowohl Medium der alltäglichen Kommunikation als auch eine Ressource, besonders bei der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt.

Zudem können Sprachen und Sprachakzente als Symbole von Zusammengehörigkeit oder auch Fremdheit wirken und zu Abgrenzungen oder Diskriminierungen führen.

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Müssen Kinder von Geflüchteten die Schule besuchen?

Ja, genau wie für deutsche Kinder besteht auch für Kinder von Geflüchteten eine allgemeine Schulpflicht.

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Haben Kinder von Geflüchteten einen Anspruch auf Kindertagesstätten?

Grundsätzlich besteht auch für Kinder von Asylbewerbern ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nach § 24 des SGB VIII. Zwar unterscheidet das Recht grundsätzlich zwischen einem Geflüchteten und einem Asylbewerber im engeren Sinne, diese Unterscheidung gilt aber beim Kita-Besuch nicht. Hier sind die Kinder gleichgestellt, egal, ob die Eltern einen Asylantrag gestellt haben oder als Geflüchtete anerkannt werden. Einzige Voraussetzung für die Entstehung des Anspruchs auf einen Kita-Platz ist der Ablauf der dreimonatigen Erstaufnahmefrist. Das bedeutet, dass das Kind und seine Eltern mindestens seit drei Monaten ununterbrochen in der Bundesrepublik gelebt haben müssen. Im letzten Kita-Jahr besteht zudem eine Verpflichtung für die Familien, Sprachlernangebote der Kitas anzunehmen, damit eine vernünftige Einschulung möglich sein kann. Bezahlt wird der Kita-Besuch nach den Regelungen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) sofern keine Anerkennung vorliegt. Das Recht auf Bildung wird dort kostenmäßig ebenso übernommen wie die Kosten für Unterkunft und Kleidung.

Es wird grundsätzlich versucht, die Kinder von Geflüchteten in den Kindertagesstätten aller Träger unterzubringen, um hier eine schnelle Integration zu ermöglichen.

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Welche Sportangebote für Geflüchtete gibt es?

Die Sportvereine der Stadt Wolfenbüttel leben eine aktive Willkommenskultur: Offene Sportangebote können in nahezu allen Vereinen unverbindlich ausprobiert werden. Zur Flüchtlingsintegration werden von einigen Vereinen sogar spezielle Sportangebote neu gestaltet.

Die Sportabteilung der Stadt Wolfenbüttel hat eine Übersicht aller Sportangebote erstellt, die sich im Besonderen auch an Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund richten. Die Nutzung der Sportangebote ist eine weitere gute Möglichkeit zur schnellen Integration. Deshalb sind Geflüchtete und Asylbewerber dort "Herzlich Willkommen".

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Sind die Geflüchtete im Sportverein versichert?

Der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen hat 2014 mit der ARAG-Sportversicherung eine Nichtmitgliederversicherung für Asylbewerber und Geflüchtete abgeschlossen. Geflüchtete und Asylbewerber, die sich sportlich betätigen, haben Versicherungsschutz, auch wenn sie keine Vereinsmitglieder sind. Er gilt für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Versicherungsschutz besteht in vollem Umfang der Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung des aktuellen Sportversicherungsvertrages u.a. bei der aktiven Sportausübung im Verein oder der Teilnahme an geselligen Veranstaltungen. Der Versicherungsschutz besteht auch bei der Ausführung von gemeinnützigen Arbeiten und als Helfer bei Veranstaltungen in Sportvereinen und weiteren Organisationen des LSB.

Wo und wie kann ich mich in der Flüchtlingshilfe engagieren?

So können Bürger unterstützen

Sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer versichert?

Ja, jeder, der im Auftrag der Stadt Wolfenbüttel ehrenamtliche Tätigkeiten übernimmt, wird durch diese entsprechend versichert. Genauso verhält es sich bei ehrenamtlichen Einsätzen im Auftrag der Wohlfahrtsverbände, die dann Ehrenamtliche verrichten.

Benötigt man als ehrenamtlich Tätiger ein Führungszeugnis?

Grundsätzlich benötigen Sie, wenn Sie eine einfache betreuerische Tätigkeit ausüben, kein Führungszeugnis. Der Gesetzgeber hat aber im Bundeszentralregistergesetz (BZRG) zum 01.05.2010 in § 30a die Grundlage für das sogenannte erweiterte Führungszeugnis geschaffen. Zur Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung und der persönlichen Eignung haben ehrenamtlich Tätige im Rahmen der Aufgabe „Flüchtlingshilfe“ in regelmäßigen Abständen von längstens 5 Jahren ein erweitertes Führungszeugnis (Merkmal „OE“) vorzulegen. Die Erteilung eines Führungszeugnisses ist nach § 4 JVKostG grundsätzlich gebührenpflichtig. Die Gebühr beträgt zur Zeit 13 Euro. Wenn ein Führungszeugnis für die Ausübung einer unentgeltlich ehrenamtlichen Tätigkeit benötigt wird, gilt diese Gebührenpflicht nicht. Bevor Sie ein Führungszeugnis für ein Ehrenamt bei der Stadt Wolfenbüttel bei Ihrer zuständigen Behörde beantragen, wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Integration unter der Tel. 05331 86268 oder e-Mail: Flüchtlinge@wolfenbuettel.de.

Wird noch Wohnraum für Geflüchtete gesucht?

Angesichts der immer noch hohen Zahl von Geflüchteten und Asylbewerbern bittet die Stadt Wolfenbüttel die Bürgerinnen und Bürger weiterhin um Mithilfe. Wer Wohnungen für eine Vermietung bereitstellen oder bei der Vermittlung leer stehender Gebäude helfen möchte, wird gebeten, sich für weitere Informationen und zur Kontaktaufnahme an Rabea Hohl, Tel. 05331 86-268, rabea.hohl@wolfenbuettel.de und Anna Heine, Tel. 05331 86-191, anna.heine@wolfenbuettel.de zu wenden.

Wovon leben Geflüchtete und Asylbewerber?

Asylbewerber erhalten, während ihr Asylantrag geprüft wird, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ( AsylblG).

Ist es Geflüchteten erlaubt zu arbeiten?

Ob ein Geflüchteter in Deutschland arbeiten darf, hängt von seinem Aufenthaltstitel ab. Eine Aufenthaltsgestattung für Asylbewerber erhalten die Menschen, die in Deutschland Asyl beantragt haben, deren Asylverfahren aber noch nicht entschieden ist. Diese Personen dürfen sich in der Regel auch nur in dem Bereich aufhalten, in dessen Bezirk die Ausländerbehörde sitzt, die den Antrag auf Asyl entscheidet. In den ersten drei Monaten der Aufenthaltsgestattung besteht ein absolutes Arbeitsverbot für diese Geflüchteten (bis Ende 2014 waren es übrigens noch zwölf Monate absolutes Arbeitsverbot). Bei Geflüchtete mit einer sogenannten Duldung wurde der Asylantrag zwar abgelehnt, sie werden aber nicht in ihr Heimatland abgeschoben, da in der Regel humanitäre Gründe dagegen sprechen.

Vom dritten bis zum fünfzehnten Monat der Aufenthaltsgestattung oder Duldung besteht nur noch ein beschränktes Beschäftigungsverbot. Dies bedeutet, dass die Bundesagentur für Arbeit eine sogenannte Vorrangprüfung durchführt, vgl. § 32 der Verordnung über die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern (BeschV).

Ab dem 16 Monat prüft die Agentur für Arbeit dann nur noch die konkreten Arbeitsbedingungen (Lohn, Gehalt, Arbeitszeit etc.) und führt keine Vorrangprüfung mehr durch. Nach 48 Monaten Aufenthaltsgestattung oder Duldung darf die Person dann uneingeschränkt jede Stelle ausüben und hat freien Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Vorrangprüfung entfällt unter anderem auch bei einer Berufsausbildung oder einem Praktikum bis zu drei Monaten (unter Zahlung des Mindestlohns).

Vorrangprüfung der Bundesagentur für Arbeit: Bei geduldeten Geflüchteten und Geflüchteten mit Aufenthaltsgestattung kann die Bundesagentur für Arbeit das Arbeitsverbot unter bestimmten Voraussetzungen aussetzen. Hierbei prüft die zuständige Agentur für Arbeit, ob für eine bestimmte Stelle, die ein Geflüchteter antreten möchte, deutsche Arbeitnehmer oder Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten in Frage kommen.

Dürfen Geflüchtete ein Konto eröffnen?

Ja, seit September 2016 gibt es das Basiskonto für Jedermann. Für die Eröffnung reicht es derzeit, einen von deutschen Ausländerbehörden abgestempelten Briefbogen mit den persönlichen Daten vorzulegen. Davor war es notwendig, einen Pass vorzuzeigen – den nicht jeder Geflüchtete hat. Girokonto - Informationen für Flüchtlinge

Dürfen Geflüchtete ihre Familienangehörigen nach Deutschland holen?

Ja, der Familiennachzug ist im Aufenthaltsgesetz – AufenthG geregelt. Voraussetzung ist, dass der Geflüchtete den Status „Bleiberecht“ besitzt.

Weiterhin muss der Antragsteller über ausreichend Wohnraum verfügen und den Lebensunterhalt der Familie sichern können. Der Nachzug ist auf die Kernfamilie (Ehegatte und minderjährige Kinder ) begrenzt. In einigen Ausnahmefällen ist es auch sonstigen Familienangehörigen möglich.

Für syrische Kriegsflüchtlinge gelten gesonderte Regelungen.

Für subsidiär Schutzberechtigte deren Aufenthaltserlaubnis nach dem 17.03.2016 erteilt worden ist, gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren. In dieser Zeit kann kein Familiennachzug erfolgen. Nach dem 16. März 2018 ist ein Familiennachzug wieder erlaubt. In diesen Fällen beginnt die Drei-Monatsfrist für den privilegierten Familiennachzug ab dem 16.03.2018. In besonderen Härtefällen ist eine humanitäre Aufnahme von Familienangehörigen weiterhin möglich.

Solange das Asylverfahren läuft, kann grundsätzlich kein Familiennachzug erfolgen. Ist im Asylverfahren ein Abschiebungsverbot festgestellt worden, darf der Familiennachzug nur aus humanitären oder anderen wichtigen öffentlichen Gründen erfolgen. Zuständig ist die Ausländerbehörde des Landkreises Wolfenbüttel.

Weitere Informationen

Ministerium für Inneres und Sport