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05.03.2018

Jahresempfang im Zeichen des 900-jährigen Jubiläums

Am vergangenen Freitag, 2. März 2018, hatte die Stadt Wolfenbüttel zu ihrem Jahresempfang in die Lindenhalle geladen. Und der stand diesmal ganz im Zeichen des 900-jährigen Stadtjubiläums.

„Es ist schon etwas Besonderes, ein derartiges Jubiläum zu feiern. Klar, es gibt auch in unserem Umfeld Orte, Städte, Gemeinden, die noch älter als Wolfenbüttel sind. Dies macht aber auch deutlich, welche historische Bedeutung unsere Region hat, auf welche grandiose Vergangenheit, Geschichte und Kultur wir zurückblicken und, dass wir darauf alle sehr stolz sein können“, begrüßte Bürgermeister Thomas Pink die rund 350 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach der musikalischen Eröffnung durch das Telemann Kammerorchester Michaelstein aus der Partnerstadt Blankenburg.

„Und dieses Jubiläum ist für uns und viele Institutionen in dieser Stadt Grund genug, das richtig zu feiern und angemessen zu begehen. Wir haben als Stadt daher einen Mix aus gesellschaftspolitischen Diskurs zu diesem Jubiläum und ungezwungener Fröhlichkeit gewählt. Dieser Jahresempfang als Auftakt des Jubiläumsjahres soll beides miteinander vereinen“, unterstrich Thomas Pink.

Im Jubiläumsjahr habe die Stadt so zahlreiche Veranstaltungen für Bürger und Gäste der Stadt geplant. Mit Lessingfestival (5. bis 26. Mai 2018), Summertime-Festival (9. Juni 2018), Kultursommer (13. Juli bis 5. August 2018), stars@ndr2 (4. August 2018), dem Altstadtfest als zentrale Geburtstagsfeier der Stadt (17. bis 19. August 2018), Stadtgrabenfest (14. und 15. September), Theaterfest (23. September 2018) und Weihnachtsmarkt (27. November bis 23. Dezember) – um nur einige Angebote zu nennen- sollte, so der Rathauschef, für jeden Geschmack etwas im Angebot sein. „Liebe Gäste, liebe Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler, nehmen Sie an diesen Veranstaltungen teil! Alle, die hier mit vorbereitet haben, sind schon lange eingebunden und freuen sich auf die Besucher. Bekunden Sie damit die Verbundenheit zu unserer Stadt und lassen Sie die Stadt leben“, sagte Pink.

Natürlich nutzte der Bürgermeister seine Rede auch für einen Rückblick auf die Ereignisse im Jahr 2017 sowie die ersten beiden Monat des laufenden Jahres. „Zunächst einmal ist allen natürlich das Hochwasser Ende Juli/­Anfang August 2017 in Erinnerung. Wir wissen alle, wie sich diese Tage entwickelt haben, welche Schäden zu verzeichnen waren und welche Anstrengungen hier unternommen wurden, um das Schlimmste zu vermeiden. Ich will allerdings eines hier nicht versäumen, allen, die in diesen Tagen so unglaublich gute Arbeit gemacht haben, ein herzliches Dankeschön zu sagen! Den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, den Helferinnen und Helfern des THW, des Deutschen Roten Kreuzes, den Kolleginnen und Kollegen der Polizei, den Mitgliedern des Katastrophenschutzstabes und hier insbesondere unserer Landrätin und allen Bürgerinnen und Bürgern die freiwillig tatkräftig mit angepackt haben. Danke dafür – hier hat sich gezeigt, dass diese Gesellschaft auf allen Ebenen hervorragend funktioniert“, so Pink.

Der Bürgermeister zählte weiterhin auf:

  • Den Einstieg in die Sanierung der Fußgängerzone.
  • Den Abschluss der Sanierungsarbeiten im Bereich der Reichsstraße.
  • Den Beginn des Neubaus der KiTa Sonnenhang – die Fertigstellung erfolgte jetzt.
  • Den Beginn der Bauarbeiten für die Mensa der Grundschule Geitelplatz – auch hier erfolgte gerade die Fertigstellung.
  • Den Umbau eines ehemaligen Schulgebäudes auf dem Grundstück der Wilhelm-Raabe-Schule zu einer Kindertagesstätte.
  • Den Beginn der Umbaumaßnahmen des alten Jugendgästehauses, die auch in wenigen Wochen beendet sein werden.
  • Die Einweihung der Wohnanlage am Schützenplatz am 16. Februar 2017.
  • Den Beschluss zur Bauleitplanung für den Södeweg.
  • Die Aufstellung eines Wohnraumentwicklungskonzeptes.
  • Mittelbar entweder als Mitgesellschafter oder Träger der Bauleitplanung, der Wohnungsbau am Rodeland der Wolfenbütteler Baugesellschaft und die Baumaßnahme an der Jägermeisterstraße/­Ottmerstraße durch die Wiederaufbau.
  • Baurecht und Finanzierung Ahlumer Siedlung als Gesellschafter WoBau.
  • Die Einweihung des Bürger Museums.

„Ich hoffe nun, dass ich nicht zu viel vergessen habe, aber an dieser Aufzählung zeigt sich, welch hohe Leistungsfähigkeit in dieser Verwaltung steckt und mit welch hohem Engagement unsere Kommunalpolitik Verantwortung für die Weiterentwicklung dieser Stadt übernimmt! Deshalb ein Dank an die Ratsmitglieder dieser Stadt! Daran sollten sich andere Politikebenen in diesem Land ein Beispiel nehmen. Wir haben weit über 100 Millionen in den letzten Jahren in dieser Stadt investiert, um sie noch lebenswerter zu machen um die Infrastruktur zu verbessern“, erklärt der Rathauschef.


2018 sei nun – neben den Veranstaltungen zum Jubiläum – von der Umgestaltung des Schlossplatzquartieres und der Revitalisierung der Hertie-Liegenschaft geprägt. In diesem Zusammenhang kritisierte Pink eine neue „Volkskrankheit“ – „Morbus Schlaubergeritis“: „Es ist schon faszinierend, mit welcher Inbrunst sich viele Zeitgenossen zu allen möglichen Themen zwischenzeitlich äußern, so als ob sie seit Monaten in den Prozess eingebunden wären. Quasi bei allen Entscheidungen daneben sitzen. Da wird vermeintliches Insiderwissen suggeriert, Verschwörungstheorien werden auch gern geäußert, vermeintliche Experten stellen Behauptungen auf, die schlicht und ergreifend unwahr sind – etwa wir würden bei der Revitalisierung der Hertieliegenschaft zinslose Darlehen als Stadt vergeben. Fakenews oder alternative Fakten? Nett sind ja noch gut gemeinte Ratschläge“.

Weitere Projekte des laufenden Jahres seien die Meesche-Sanierung, die Erweiterung des Gewerbegebietes West, die Erschließung des Baugebiets Södeweg, das Einzel­handels­entwicklungs­konzept, weitere Überlegungen zu einem Beherbergungs­konzept, das Park­raum­bewirtschaftungs­konzept und Wohnen in der Innenstadt und vieles mehr. „Wobei das sowieso die Wolfenbütteler Art ist Politik zu machen! Wir hier in Wolfenbüttel sind eben nicht dafür bekannt Sprechblasenpolitik zu betreiben und dies im gelebten Konjunktiv und das alles möglichst auf Kosten anderer realisieren. Wir packen an!“

Unter dem Motto „Erlesene Wolfenbüttel - literarische Perspektiven auf Stadt und Landkreis“ hielt Dr. Georg Ruppelt, ehemaliger Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover und überzeugter Wolfenbütteler, die Festrede des Abends. „Meine Damen und Herren, wenn wir uns Texten zuwenden, die mit Wolfenbüttel zu tun haben, so müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, dass unsere Heimatstadt bis 1753 eine Residenzstadt und damit der Regierungssitz war. Sie verdankt ihr Entstehen fürstlicher Initiative. Hier wurde über Wohl und Wehe des Landes entschieden. Hier wurde Hof gehalten, was bedeutete, dass sich in unserer Heimatstadt nahezu ständig einflussreiche Menschen aus allen Teilen Europas aufhielten“, berichtete Ruppelt. In seiner literarischen Reise von Lessing über Casanova bis Busch lieferte Ruppelt einmal mehr den Beweis, dass sich lesen lohnt – insbesondere dann, wenn die gelesenen Zeilen Bezug zu Wolfenbüttel haben.

Landrätin Christiana Steinbrügge sprach ebenfalls ein Grußwort anlässlich des Stadtjubiläums. „Schaut man in die Geschichte unserer Region, sieht man, wie eng das Schicksal von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel stets miteinander verbunden waren“, so Steinbrügge. Wenn es darauf ankäme, würden Landkreis und Stadt gut und erfolgreich zusammenarbeiten. „Denken Sie nur an die Jahre 2015 und 2016, in denen es darum ging, schnell den vielen Geflüchteten aus den Krisengebieten der Welt ein Dach über dem Kopf zu organisieren. Denken Sie an das Hochwasser im Juli 2017, als wir erstmals in der Geschichte des Landkreises den Katastrophenfall ausrufen mussten. Die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen und überörtlichen Einsatzkräften aus Stadt, Landkreis und Gemeinden war vorbildlich und wirkungsvoll. Gemeinsam ist es Landkreis und Stadt gelungen, den stark gestiegenen Bedarf an Kitaplätzen durch unkomplizierte Lösungen zu decken.“ Und weiter: „Wenn Stadt und Landkreis gut zusammenarbeiten, ist das gut für die Bürgerinnen und Bürger, für die Wirtschaft, für die Kultur und für die Infrastruktur der Region.“

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden in diesem Jahr die Helfer des Tierheims geehrt:

  • Bail, Katrin
  • Böhme, Heidi
  • Brauns, Jessica
  • Burns, Steven
  • Buschbaum, Brigitte
  • Dittrich, Hanne-Lore
  • Dreschert, Irene
  • Friedrich, Brigitte
  • Friedrich, Holger
  • Friedrich, Hubert
  • Glaser-Wipper, Sabine
  • Grüne, Rita
  • Hennecke, Angelika
  • Hoferichter, Petra
  • Krügener, Marita
  • Krull, Irene
  • Lange, Renate
  • Lasch, Michael
  • Lasch-Keune, Vera
  • Ludolph, Anne-Katrin
  • Lütke, Inga
  • Modeß, Petra
  • Pietrek, Beate
  • Rump, Ute
  • Schmitz, Jeanette
  • Schneider, Brunhilde
  • Tilly, Ricarda
  • Unger, Susanne
  • Voges, Stefanie
  • Winterbottom, Nicole
  • Wipper, Harald.

Zum Jubiläum wurden auch zahlreiche Merchandise-Artikel gestaltet – von der Umhängetasche bis zum Brillenputztuch, die in der Tourist-Info am Stadtmarkt erhältlich sind. Von „Biberpost“ wurde eine eigene Wolfenbüttel-Briefmarke aufgelegt, die ebenfalls in der Tourist-Info zu haben ist. Und die 900-jährige Stadtgeschichte ist dort – sowie im lokalen Buchhandel - in einem Comic-Band, in limitierter Auflage (900 Exemplare) als Hardcover, oder (ab Mitte März) als Softcover zu erwerben. „Wir haben dazu Zeichner Tobias Wagner gewinnen können, der unsere Stadtgeschichte auf wunderbare Weise zusammengefasst hat“, so Pink.

Einen Rückblick auf die Marketingkampagne 2017 und einen Ausblick auf 2018 gab Marc Angerstein. Das grüne Sofa sei zu einem Begriff geworden. Das Wohnzimmer der Region werde im Wolfenbüttel verbunden. In diesem Jahr soll daher das Sofa mit Akteuren aus dem Comic verbunden werden. Einige Figuren aus dem Comic wurden daher von der Agentur Marc Angerstein „zum Leben erweckt“ und unterstützen die Marketingkampagne der Stadt mit ihrem grünen Sofa als Sympathieträger - und beliebte Fotomotive.

Ein beliebtes Fotomotiv beim Stadtempfang war auch die von der Mast-Jägermeister SE zum Stadtempfang herausgegebene Jägermeister-Sonder-Edition.

Den musikalischen Schlusspunkt setzte dann wieder das Telemann Kammerorchester Michaelstein. Im Anschluss standen gute Gespräche im Saal oder Foyer im Mittelpunkt.

Weitere Informationen

 

Fotos vom Stadtempfang 2018 auf Flickr

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