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13.12.2018

Keulengläser, Feuerstürme und das letzte Gelage

Mit der Ausstellung „Schlossblicke“ (14. Dezember 2018 bis 17. März 2019) liefert das Museum Wolfenbüttel einen weiteren Beitrag zum Stadtjubiläum 900 Jahre Wolfenbüttel. Das Museum hat dazu seine Magazine geöffnet, ans Licht kommen bisher selten gezeigte Exponate, besondere Episoden, Kuriositäten und bis dato nicht erzählte Geschichten.

„Unsere Ausstellung Schlossblicke möchte so viele Blicke auf das Schloss werfen und Perspektiven einnehmen wie möglich“, erklärt Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel.

„Tausendfach schmückt und ziert die Schlosssilhouette Gemälde, Stiche, Fotografien oder Tassen, unzählige Hochzeitspaare ließen sich vor der Schlosskulisse ablichten und wohl kein Tourist dieser Region verzichtet auf ein Selfie vor herrschaftlichem Hintergrund“, so Dr. Sandra Donner. „Zum Teil zum ersten Mal ausgestellte Originalobjekte zeigen das bewegte Schlossleben und vermitteln neue Einsichten in die Jahrhunderte alte Schlossgeschichte.“

Zu den Ausstellungstücken zählt das Wolfenbütteler Keulenglas, das aus dem 16. Jahrhundert stammt und bei Restaurierungsarbeiten im Schloss Wolfenbüttel entdeckt wurde. Gezeigt wird auch die 1747 von Herzog Carl I. erlassene Gründungsverordnung der berühmten und bis heute fertigenden Porzellanfabrik Fürstenberg, eine Leihgabe des Niedersächsischen Landesarchivs – Standort Wolfenbüttel. Dass am Wolfenbütteler Hof vermutlich exotische Tiere gehalten wurden, beweist ein im Schlossturm gefundenes und in der Ausstellung präsentiertes Skelett eines Makaken, eine mit den Meerkatzen verwandte Affenart. Zudem gibt es die Reste des letzten Festes am herzoglichen Hof zu sehen, ehe der Hof 1753/54 nach Braunschweig ging.

1982 brannte es zum letzten Mal im Schloss Wolfenbüttel, auch diese Geschichte wird filmisch und mit Hilfe von Exponaten erzählt. Aber auch der Wandel von der mittelalterlichen Wasserburg des Jahres 1118, dem Burgschloss der Renaissance zum Barockschloss wird anhand von bauhistorischen Rekonstruktionen ausführlich dargestellt.

Zu den Neuerwerbungen des Museums Wolfenbüttel zählt ein Schlossmodell, das in über 4.500 Arbeitsstunden vom Salzgitteraner Modellbauer Wilhelm Peters gebaut wurde und ebenfalls Teil der imposanten Schlossschau ist.


Insgesamt 24 Schautafeln informieren über die 900-jährige Geschichte des Schlosses Wolfenbüttel, das bis ins 18. Jahrhundert der politische und kulturelle Mittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg darstellte. Besonders ist, dass die Schautafeln und -vitrinen zum Teil in die bestehende Dauerausstellung des Schloss Museums integriert sind. Darüber gewährt die Ausstellung „Schlossblicke“ einen Einblick in das neue Museumsprojekt „Youpedia Wolfenbüttel“. Wolfenbütteler Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen erstellen in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogik Filme, Foto- und Audiostorys. Das vom Museum Wolfenbüttel angebotene Schülerprojekt gehört zum bundesländerübergreifenden Projekt „Youpedia“, das von der Klassik Stiftung Weimar ins Leben gerufen wurde und jetzt vom Kooperationspartner Deutsches Jugendherbergswerk finanziell unterstützt wird. Aktuell beteiligen sich die Städte Weimar, Wolfenbüttel und Nürnberg an dem Projekt, ein Portal befindet sich im Aufbau.


Kurz vor Ausstellungbeginn erschien auch der neue Museumsführer mit dem Titel „Schloss Wolfenbüttel. Residenz der Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg“. Die 72-seitige Publikation liefert tiefe Einblicke in die herzoglichen Räume. Dr. Sandra Donner: „Wir informieren die Leser über die wechselvolle Geschichte des zu den bedeutendsten Schlössern Norddeutschlands zählenden Herrschaftssitzes, durch die Beschreibung jedes einzelnen Zimmers kann man in die damalige Zeit eintauchen und erfährt etwas über die dort vorhandenen Raritäten und Unikate.“ („Schloss Wolfenbüttel. Residenz der Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg“, 72 Seiten, 26 Abbildungen, Preis: 10 Euro)

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen. Die Ausstellung wird vom 14. Dezember 2018 bis 17. März 2019 gezeigt.

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