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Die Preisträger des Kulturvermittlungspreises 2017

Die Entscheidung ist gefallen: Aus 18 eingereichten Projekten hat eine unabhängige Fachjury drei herausragende, regionale Angebote der Kulturvermittlung oder Kulturellen Bildung ausgewählt.

Die Preisträger – mit einem Preisgeld von je 2.000 Euro – sind der Kunstverein Wolfenbüttel e.V., die Wolfenbütteler Late-Night-Show „on air tonight“ sowie der Verein des Summertime Festivals. In einer öffentlichen Preisverleihung am 14. Januar 2018 im Lessingtheater wurden die Gewinner bekannt gegeben.

Zum ersten Mal konnte das Publikum seinen Favoriten per Postkarte beziehungsweise E-Mail bestimmen, bei insgesamt über 1.400 Einsendungen gewann mit 252 Stimmen die Jazz Initiative Wolfenbüttel e.V. den Publikumspreis. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink und der Juryvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Schneider würdigten das Wirken der Preisträger:

  • Der Kunstverein Wolfenbüttel e.V.
    Die Auseinandersetzung mit Kunst vor Ort und das Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern bereichern vor allem schulische Projekte. Claudia Reimann, Elisabeth Stumpf, Elisabeth Vorderwülbecke und anderen vom Kunstverein Wolfenbüttel e.V. gelingt es seit Jahren, die Kunst der Vermittlung mit hoher Qualität zu realisieren. Die besondere ästhetische Qualität besteht in der sinnlichen Auseinandersetzung mit originalen Kunstwerken im Dialog mit den Produzenten von Kunst. Der Kunstverein definiert sich als außerschulischer Lernort, als Schule der Wahrnehmung, die sich als Werkstatt versteht, in der ausprobiert wird, sich den Künsten zu nähern.
  • Die Wolfenbütteler Late-Night-Show „on air tonight
    Die Entwicklung eines populären Formates der Vermittlung ist schon Grund genug, Carsten Schrader und Martin Tschupke zu ehren. Ihre Aufarbeitung lokaler Themen auf humorvolle Art und Weise ist besonders originell und vor allem auch wegen der musikalischen Inszenierung sehr unterhaltsam. Und was hat das mit Kulturvermittlung zu tun? Alles! Die verhandelten Gegenstände sind von Menschen gemacht und schon deshalb Kultur, die Künste werden transparent inszeniert, Literatur, Musik und Theater, von Künstlern der Region präsentiert und das Format ist ein Mix aus Performance und Partizipation; denn es darf mitgemacht werden. Höhepunkt ist die Bearbeitung lokaler Themen, und diese schaffen auf höchst unterhaltsame Weise kulturelle Identität; im besten Falle hilft das Entertainment auch, Blicke in das Alltägliche zu gewähren und dem Ungesagten eine populäre Stimme zu verleihen.
  • Der Verein des Summertime Festivals
    Nicht nur die Zahlen überzeugen, die der Mitwirkenden, rund 250, und die der Besuchenden, rund 2.500! Imposant ist das in der Region einzigartige Projekt der Jugendkultur, bemerkenswert ist der partizipative Ansatz, ein Ereignis zu schaffen, das auf Zupacken, Zusammensein und Zuhören setzt. In Kooperation mit der Stadtjugendpflege arbeitet ein Projektleitungsteam aus rund 40 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ehrenamtlich das Kulturevent ermöglichen, ein Ereignis, das in der Tat Kultur vermittelt, beim kreativen Gestalten, beim engagierten Mitmachen, beim aktiven Rezipieren. Die Region spielt die erste Geige oder besser gesagt: Bass, Keyboard und Gesang, die Region ist eingeladen, Groß und Klein, Alt und Jung, mit oder ohne Migrationshintergrund; denn die Region ist vielfältig und gerade in der Musik lässt sich Vielfalt besonders ausdrucksvoll präsentieren. Wolfenbüttel zeigt seine Weltoffenheit, bietet ein friedliches Zusammensein und lässt trommeln, tanzen und träumen.


Berücksichtigt wurden Projekte, Programme oder Angebote der Kulturvermittlung oder Kulturellen Bildung aus Stadt und Landkreis Wolfenbüttel, die zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits durchgeführt wurden oder in der Durchführung waren und bereits erste Ergebnisse (Präsentationen, Ausstellungen, erreichte Öffentlichkeit, Diskussionsimpulse, Kooperationen, regionale Einbindung etc.) vorweisen konnten. Bewerben konnten sich Einzelpersonen (beispielsweise freischaffende Künstlerinnen und Künstler oder Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler), Gruppen und Vereine sowie Kultur- und Bildungsinstitutionen.

Für die Jury-Auswahl waren Kriterien wie Originalität, ästhetische Umsetzung, Zugänglichkeit des Angebotes und Möglichkeiten der Beteiligung wesentlich. Neben diesen Punkten war zudem die Form der Präsentation, die Einbindung in die kommunale Kulturlandschaft und Bildungsszene sowie die Vernetzung unterschiedlicher Akteure wichtig. Schließlich interessierte die Jury eine mögliche Modellhaftigkeit und Fortführungsidee des Angebotes.

Dieser Preis wurde 2017 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel organisierte den Bewerbungs- und Auswahlprozess.

In der Jury saßen Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Institut für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim), Dorit Klüver (Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Hannover), Markus Lüdke (Musikland Niedersachsen), Birte Stüve (Neues Museum Lüneburg) und Lars Eckert (freischaffender Künstler und Lehrbeauftragter an der HBK Braunschweig).

Weitere Informationen

Laudatio auf den Kulturvermittlungspreis Wolfenbüttel 2017 (PDF, 34 kB)

Pressespiegel

Radiobeitrag «Kulturvermittlungspreis« (Quelle: Radio38.de)

“Kulturvermittlungspreis: Stadt zeichnete Preisträger aus“ (regionalWolfenbuettel.de)

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