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09.11.2017

Publikumspreis des Kulturvermittlungspreises: Abstimmung gestartet

Zum ersten Mal wird beim Kulturvermittlungspreis der Stadt Wolfenbüttel auch der Publikums­preis vergeben und hier ist jeder gefragt:

Ab sofort werden alle Projektideen auf der Internetseite der Stadt Wolfenbüttel vorgestellt und wer möchte, kann bis zum 31. Dezember 2017 per E-Mail an kultur@wolfenbuettel.de oder mit einer Abstimmungs-Postkarte namentlich abstimmen. Die Abstimmungs-Postkarten sind in der Theaterkasse am Stadtmarkt 7A sowie bei allen Bewerbern erhältlich.

Der Preis für Kulturvermittlung der Stadt Wolfenbüttel wird 2017 zum zweiten Mal vergeben und prämiert herausragende, regionale Angebote der Kulturvermittlung oder Kulturellen Bildung. Mit der Vergabe wird die große Bedeutung von öffentlichen und privaten Institutionen sowie bürgerschaftlichen Initiativen in der Vermittlungsarbeit gewürdigt. Der Kulturvermittlungspreis wird am 14. Januar 2018 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Lessingtheater Wolfenbüttel verliehen.

Die Bewerber

1. AHA-ERLEBNISmuseum

Interkulturelles Projekt: „Forscher.Kids“ „Angekommen“

40 Kinder („Forscher-Kids") recherchierten im Rahmen der Mitmachausstellung „Angekommen – Dein Platz in dieser Welt“ gemeinsam geschichtliche, religiöse, wirtschaftliche und ethische Hintergründe für Flucht und transportierten diese in Inhalte für die Ausstellung. Kinder und Jugendliche aller Kulturen begaben sich in der Ausstellung auf eine Reise und erfuhren auf ihrem Weg Interessantes über die Menschen, die aus ihrem Land flüchten mussten. Die jungen Entdecker_innen landeten in Ländern, in denen es um Freundschaften, Fairness, Träume und Frieden ging. Sie hörten und sprachen fremde Sprachen, lernten neue Esskulturen, Spiele, Tänze, Musik und vor allem Menschen, die ihre Geschichten aus der ganzen Welt erzählten, kennen. Fingerabdrücke wurden analysiert und die Ernsthaftigkeit einer Flucht durch Berichte, Fotos und Aktionen mit Kooperationspartnern vermittelt und erspürt.

2. AWO Kreisverband / SALAWO

Interkulturelles Frauenprojekt „Sprache, Kunst und Küche"

2016 wurde das Projekt „Sprache und Kunst“ mit geflüchteten Frauen durchgeführt und mit einer Vernissage sowie einer Auktion erfolgreich abgeschlossen. Die daran beteiligten Frauen wollten weiterhin kreativ zusammenarbeiten und erarbeiteten gemeinsam Konzept, Inhalt und Gestaltung eines kreativ illustrierten interkulturellen Kochbuches. Gegenseitiges Kennenlernen, die Erweiterung der Sprachkompetenzen, Einbindung in demokratische Prozesse sowie eigenständiges und selbstbestimmtes Arbeiten sind weiterführende Ziele des Projektes. Das Projekt verbindet kreative Projekte im Bereich bildender Künste, gemeinsames Kochen und Sprachunterricht.

3. Braunschweigische Landschaft e.V.

Kulturlandschaft zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig

Zwischen dem Herzogtor in Wolfenbüttel und dem Augusttor in Braunschweig liegt eine Kulturlandschaft mit bewegter Geschichte und besonderem Reiz. Was ist geblieben von dem Auf und Ab der Geschichte, von dem besonderen Reiz der Landschaft? An welchen Schauplätzen finden sich noch heute Spuren bürgerlicher Emanzipation und herrschaftlichen Anspruchs? Die Braunschweigische Landschaft ging diesen Fragen nach und lud zu Vorträgen, Rundgängen, Lesungen, Musik, Radtouren bei Kaffee und Kuchen, Brot und Wein ein. Es entstand ein kulturhistorischer Dialog, der mit allen Sinnen Gegenwart und Geschichte nachhaltig erleben ließ.

4. Claudia Reimann und Yvonne Salzmann

Symbolarbeit in der Fotografie – Interkultureller Workshop

Eine kulturelle Begegnung und Vermittlung der deutschen Kultur mit Hilfe der Symbolarbeit war die Idee des interkulturellen Workshops. Das Projekt hatte die Zielsetzung, zwölf internationalen Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 17 Jahren aus sechs verschiedenen Ländern auf künstlerische und kreative Art einen Zugang zur deutschen Sprache und Kultur, mit dem Schwerpunkt Stadt Wolfenbüttel, zu verschaffen. In dem Workshop wurde hauptsächlich mit Symbolen gearbeitet, die uns überall in unserem Umfeld umgeben. Die Schülerinnen und Schüler sollten die Bildsprache für sich entdecken und fotografisch einsetzen. Neben dem gemeinsamen Tun wurde zum einen die Sprachfähigkeit geübt, zum anderen fand ein Austausch statt.

5. Gärtnermuseum

Gärtnermuseum

Das Gärtnermuseum Wolfenbüttel vermittelt vielfältige und abwechslungsreiche kulturelle Angebote. Auf den Grundlagen von innovativen und kreativen Ideen entstehen, unter aktiver Einbindung von Mitgliedern, Freunden und Förderern des Museums, offene Angebote ohne Zugangsbeschränkungen und vollständige Partizipationsmöglichkeiten für die Adressaten. Die kontinuierliche und langjährige Entwicklung von Ideen und deren Umsetzung, die immer aus der „Mitte der Bürgerinnen und Bürger“ entstehen, ist der entscheidende Faktor für die Kulturvermittlung in diesem Bereich.

6. Gedenkstätte JVA

Multimedialer Lernort

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel ist Dokumentations- und Bildungszentrum für die Geschichte von Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus. Die Bildungsarbeit fördert vor allem das forschend entdeckende Lernen: Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, individuell und interaktiv Biographien zu erarbeiten. Damit rekonstruieren sie nicht nur Lebensläufe, sondern setzen sich auch mit Schicksalen und Rechtsauffassungen in der NS-Zeit auseinander. Anhand von digitalisierten Originaldokumenten wird zudem der Umgang mit verschiedenen Quellen und damit eine multiperspektivische Betrachtungsweise geschult.

7. Hubert Mayer

Kunstausstellung „Unsichtbar-Sichtbar“

In einer Kunstaustellung vom 26. Mai bis 18. Juli 2017 mit dem Thema „Unsichtbar-Sichtbar“ durch die Kulturinitiative Herrenhaus Sickte wurde eine Zusammenschau von Mikro- und Makrowelten präsentiert. Gegensätzliche, unvereinbar scheinende Positionen der Naturbetrachtung in Naturwissenschaft (Biologie) und Kunst wurden zur Disposition gestellt mit dem Ziel, einen fruchtbaren Dialog über die Fachgrenzen hinaus einzuleiten. Sie wurde von einem Trio aus zwei Mikrobiologen und einem Maler (Autodidakt) in enger Zusammenarbeit veranstaltet und sollte modellhaft zu einer fachübergreifenden Sichtweise anregen.

8. Jazz Initiative Wolfenbüttel e.V.

Jugend entdeckt den Jazz

Immer auf der heiteren Seite des Jazz. Das ist es, was die Jazz Initiative Wolfenbüttel ausmacht – unverdrossen mit Elan und voller Energie dem Ziel gewidmet, seinen Mitgliedern und Freundinnen und Freunden jene frohen und entspannten Stunden zu ermöglichen, wie sie nur der Jazz „anheizen“ kann. Seit mehr als 30 Jahren bieten sie dem traditionellen Jazz in Wolfenbüttel und Umgebung eine Plattform. Die Palette der vorgestellten Künstlerinnen und Künstler und Formationen reicht von Bands aus der hiesigen Region bis zu international renommierten Gruppen aus ganz Europa, den USA, Südamerika und Australien. Dabei haben sie auch die Jugend im Blick, die sie in Konzerten an den Jazz heranführen wollen.

9. Kulturinitative TonArt e.V.

Restaurationsprojekt des Prinzenpalais

Die kulturelle Nutzung des historischen Palais durch die miteinander vernetzten Kulturvereine, die eine Fülle von Veranstaltungen mit traditionellen und aktuellen Inhalten anbieten, stellt eine Kulturvermittlung besonderer Art dar. Durch Erfahrung lebendiger Kultur in den historischen Räumlichkeiten wird die museale Vergangenheit erlebbar. Musikunterricht, Probenarbeit des Kammerchors CantoVivo sowie weitere kreative Betätigungen finden im Prinzenpalais eine inspirierende Umgebung. Die Wiederherstellung der historischen Bereiche schließt eine Lücke in der Wolfenbütteler Denkmallandschaft und macht Stadtgeschichte aus höfischer Zeit erlebbar.

10. Kunstverein Wolfenbüttel e.V.

Schülerausstellung

Seit einigen Jahren bietet der Kunstverein im Rahmen seiner Ausstellungen Vermittlungsprojekte an. Neben klassischen Formaten gibt es spezielle, an Schulen gerichtete Angebote. Anschauung, die Auseinandersetzung mit Kunst vor Ort, das Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern und eigenes praktisches Gestalten sind die Eckpunkte der schulischen Vermittlungsprojekte. Dabei begleiten Künstlerinnen und Künstler im Rahmen ihrer eigenen Ausstellung – soweit dies organisatorisch und inhaltlich möglich ist – den Besuch von Schulklassen im Kunstverein und leiten praktische Workshops. Der Ausstellungsbesuch kann für sich stehen oder in Kombination mit einer Werkstatt erfolgen.

11. Ökumenisches Familienzentrum St. Ansgar – St. Thomas

Filmangebote für Senioren

„Film ab! In St. Ansgar“ zieht seit Januar 2015 allmonatlich durchschnittlich 30 Freunde des Films an. Die Besonderheit hierbei ist das etwas andere Konzept – kein Kino wie jedes andere. Hier wird der Einsamkeit der vor allem älteren Menschen mit zusätzlichem geselligen Teil, der oft schwer überwindbaren Entfernung zum Stadtkern mit regionaler Nähe, der geringen Renten durch kleines Eintrittsgeld und auch der Überwindung von kulturellen Barrieren durch Begegnungen mit Menschen aus anderen Generationen und anderen Ländern, entgegengewirkt. Drei Mal im Jahr wird ein Kinderfilm gezeigt und zwei Mal im Jahr werden explizit Migrantinnen und Migranten eingeladen.

12. on air entertainment

Late-Night-Show zur Aufarbeitung lokaler Themen

Bei „on air tonight – die wolfenbütteler late-night-show“ handelt es sich um ein Projekt zur Aufarbeitung lokaler Themen rund um die Stadt Wolfenbüttel auf humorvolle Art und Weise. Lokale Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft werden als Gäste eingeladen, die Presselandschaft Wolfenbüttels karikiert. Es werden zu lokalen Themen Umfragen im Stadtgebiet durchgeführt und per Video im Rahmen der Show aufgearbeitet. Weiterhin werden regelmäßig musikalische Gäste eingeladen, welche das Programm bereichern. Die Interaktion mit dem Publikum ist ein elementarer Bestandteil des Programms.

13. Paul Koch

Umweltfestival

Rund um das Thema Umwelt wurde im Rahmen des Umweltfestivals den Opfern der Nuklear-Katastrophen gedacht und sollten Möglichkeiten einer Alternative zur Atomenergie aufgezeigt werden, um so ein positives Zeichen für Umwelt und Klima zu setzen. Verdeutlicht und anschaulich gemacht wurde dies mit fünf Schwerpunkten: einem informativen und unterhaltsamen Bühnenprogramm mit unterschiedlichen Musikgruppen, einem Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima, einer Gedenkaktion mit Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen, der Vorstellung der Umweltwettbewerbs-Projekte und der Preisverleihung sowie mit dem Markt der Möglichkeiten.

14. Paul Koch

Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“

Die Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“ weist mit unterschiedlichen Kunstelementen auf die Folgen der Atomkraftwerk-Unfälle hin. Der Ausstellung von Dr. Benno Dalhoff/­Soest wurden zwei weitere regionale Themen als separate Ausstellungen angefügt: „Das Kreuz von Asse II und Schacht Konrad“ und „Entdeckung der Radioaktivität“. Die Ausstellungen fanden in der Trinitatiskirche in Kooperation mit eben dieser vom Fukushima bis zum Tschernobyl-Jahrestag statt und wurden von einem vielfältigen Rahmenprogramm (Lesungen, Musik, Vorträge, Diskussionen, Kerzenaktion, Sonderpostamt etc.) begleitet.

15. Paul Koch

Sonderpostamt, Sonderstempel, Sonderbriefmarke

Im Rahmen der Ausstellung „Das Kreuz von Tschernobyl und Fukushima“ erschien am 26. April 2017, dem 31. Tschernobyl-Jahrestag, ein Schmuckumschlag, ein Sonderpoststempel sowie eine Sonder-Briefmarke. All dies wurde von Dr. Benno Dalhoff/­Soest und seinem Team entworfen. Sowohl auf dem Umschlag als auch auf dem Sonderpoststempel sind die Trinitatiskirche und Symbole zur Aktion/­Aktionswoche zu erkennen. Die individuelle Briefmarke beschränkt sich auf die Aktionssymbole und den Namen der beiden Nuklear-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima. Das Sonderpostamt wurde in der Trinitatiskirche eingerichtet.

16. Tobias Wagner

Comics zeichnen

Comics zeichnen mit Tobias Wagner“ ist ein Projekt des Illustrators Tobias Wagner. Seit 2015 präsentiert er auf seinem gleichnamigen YouTube-Kanal Lehrvideos rund um das Thema Zeichnen. Dabei geht es darum, Schritt für Schritt eigene Comics im eigenen Stil zu erstellen. Neben dem Erklären von Materialien und Basiswissen gibt es auch Videos zur Ideenfindung oder dem Verbessern der eigenen Technik. Zudem werden Themen zu bestimmten Oberbegriffen behandelt. Tobias Wagner steht auch für Fragen der Zuschauer zur Verfügung. Ergänzend dazu ist Tobi Wagner bei Facebook und Instagram vertreten.

17. Verein des Summertime Festivals

Musikfestival mit künstlerischem Rahmenprogramm

Das Summertime Festival findet seit 2011 jährlich im Seeliger Park statt und bietet ein abwechslungsreiches Line-Up aus Indie, Rock und Pop, zu dem regionale und überregional bekannte Acts gehören. Zudem gibt es ein Rahmenprogramm – unter anderem mit Graffiti-Workshop, Bandcontest, Kunstprojekten und Essen von Foodtrucks. Das ehrenamtliche Projektleitungsteam, das aus rund 40 Jugendlichen und jungen Erwachsenen besteht, organisiert im Vorfeld weitere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Seminare oder einen Bandcontest für regionale Künstlerinnen und Künstler. Unterstützt wird das Team am Festivaltag von weiteren circa 230 Ehrenamtlichen sowie von der Stadtjugendpflege Wolfenbüttel.

18. Yvonne Salzmann und Markus Gröchtemeier

Foto-/­Geschichtswerkstatt „KZ-Außenlager Schandelah“

Die Fotokünstlerin Yvonne Salzmann und der Historiker Markus Gröchtemeier machten sich mit Schülerinnen und Schülern der 10e des Gymnasiums der Großen Schule zwei Tage lang auf die Suche nach den Spuren des KZ Schandelah, einem Außenlager des KZ Neuengamme. Markus Gröchtemeier lieferte an den angesteuerten Punkten den geschichtlichen Hintergrund des KZ Schandelahs. Yvonne Salzmann unterstützte die Gruppe, die Eindrücke und Funde mit der Fotokamera festzuhalten, und gab Tipps zur gestalterischen, kompositorischen und symbolträchtigen Umsetzung. Am zweiten Tag kam es zu einem Gespräch mit vier älteren Einwohnerinnen Schandelahs. Anschließend gestalteten die Schülerinnen und Schüler ein Buch mit Fotos und eigenen Texten.

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