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26.03.2020

Städtisches Klinikum erhöht Beatmungskapazitäten

Die Intensivstationsbetten, und dort vor allem die Beatmungsgeräte, drohen zum Engpass in der medizinischen Versorgung der am schwersten vom COVID-19 betroffenen Patienten zu werden.

Die Intensivstation am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel hat hier bisher 16 Betten mit zehn Beatmungsgeräten vorgehalten, die auch in Hochbelegungszeiten fast immer ausgereicht haben. Durch die Umnutzung von Beatmungsgeräten aus dem nur noch für Notfälle genutzten Zentralen OP und weiterer Reservegeräte hat die Intensivstation ihre Beatmungsplätze von zehn auf 26 erhöht.

Alle 16 Intensivbetten sind jetzt mit einem Beatmungsgerät ausgerüstet worden. Darüber hinaus sind die beiden großen Patientenzimmer im direkt benachbarten und vielen Wolfenbüttelern bekannten Ambulanten OP-Zentrum mit jeweils fünf Beatmungsplätzen ausgestattet worden. „Unser ärztliches und pflegerisches Intensivpersonal ist sich der Intensität der anstehenden Aufgaben in der Pandemie bewusst und hoch motiviert, mit allen Kräften um das Leben jedes einzelnen Patienten zu kämpfen“, beteuert der in der Corona-Pandemie für die gesamte Intensivstation zuständige Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, operative Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin Dr. Tobias Jüttner.

„Eine Erweiterung der Beatmungskapazität um 160 Prozent ist eine klare Ansage der exzellent ausgebildeten und eingeschworenen interdisziplinären und interprofessionellen Mannschaft auf der Intensivstation, auf die wir alle zusammen, Klinikum, die Stadt Wolfenbüttel als Eigentümerin und die Bevölkerung in Stadt und Landkreis stolz sein können“, ergänzt Geschäftsführer Axel Burghardt. „Wir hoffen, dass wir nicht die volle Kapazität brauchen werden, aber wir sind da, wenn es nötig ist“. Die Intensivstation wird räumlich und personell getrennt weiterhin auch andere intensivpflichtige Patienten behandeln.

Aktuell (26. März 2020, 9 Uhr) sind im Städtischen Klinikum Wolfenbüttel sieben Patienten mit Verdacht und drei mit über den Laborbefund bestätigter COVID-19-Diagnose in stationärer Behandlung, einer davon auf der Intensivstation.

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