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29.06.2020

Stark verkabelt für die Zukunft

Was die Stadtwerke Wolfenbüttel derzeit zwischen Ludwig-Richter-Straße und Schweigerstraße in die Erde bringen, ist eine Investition in die Zukunft. Dort bauen sie auf einer Strecke von 2,2 Kilometern ihr Mittelspannungsnetz massiv aus.

Sie verlegen gleich fünf Systeme, bestehend aus jeweils drei Kabelsträngen, und kommen so auf stolze 33 Kilometer Kabel auf der Neubaustrecke. „Diese Netzverstärkung dient einer langfristig hohen Versorgungsqualität bei weiter fortschreitender Energiewende“, erklärt Matthias Tramp, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel. Des Weiteren trage die neue Mittelspannungsstrecke dazu bei, Transportverluste zu verringern.

„Eine moderne leistungsfähige Infrastruktur ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende, die Versorgungssicherheit und somit unsere Lebensqualität“, betont Matthias Tramp und fügt an: „Allein in dieses Teilstück investieren wir fast eine halbe Million Euro. Die Tiefbauarbeiten hat eine Wolfenbütteler Firma ausgeführt, die Zusammenarbeit hat gut geklappt.“ Die Stadtwerke legen Wert darauf, heimische Firmen zu beauftragen und so die Wirtschaftskraft in der Region zu stärken. Weiteres Geld will das Energieunternehmen in die Hand nehmen für den Bau eines neuen Schalthauses am Umspannwerk Ost im kommenden Jahr. Diese Maßnahme komplettiert dann die neue Mittelspannungsstrecke. Die neuen Mittelspannungskabel werden dort später in das Netz eingebunden. Über eine 20-Kilovolt-Umspannstation wird der Strom in Niederspannung transformiert und das letzte Stück mit Haushaltsspannung zu den Verbrauchern transportiert.

Vernetztes System

Der aktuelle Netzausbau in der Mittelspannung erhöht die Leistungsfähigkeit und Redundanz. Das wirkt sich positiv auf die Stabilität des Systems aus. „Störungen der Versorgung werden minimiert und wenn ein Fehler auftritt, kann er jetzt schneller geortet und behoben werden“, erläutert Matthias Tramp die Wirkung der Investition. Mit fortschreitender Energiewende steigen die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Netze und deren Steuerung. „Die Natur können wir nicht beeinflussen. Um das Angebot an regenerativer Energie aus Sonnenlicht und Wind optimal nutzen zu können, müssen wir deshalb in der Lage sein, Ungleichgewichte sehr schnell ausgleichen zu können, damit es nicht in Folge eines Unter- oder Überangebots im Netz zum Stromausfall kommt“, sagt er. Das Netz muss große Mengen an Strom aufnehmen und transportieren können, wenn der Bedarf im Netzgebiet niedriger ist als die eingespeisten Mengen. Dafür braucht es leistungsfähige Netze. .

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