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11.10.2018

Theater im November

Selma Meerbaum-Eisinger starb 1942 mit 18 Jahren im Konzentrationslager Michailowka an Typhus. Geblieben sind uns ihre sehnsuchtsvollen, melancholischen und trotz allem jugendlich hoffnungsvollen Gedichte. Iris Berben las bereits zwölf Texte für eine Hörbuch-CD ein. Nun steht sie mit dem Vermächtnis des jungen Mädchens zusammen mit Benjamin Moser (Klavier) auf der Bühne des Lessingtheaters.

Nackte Tatsachen, Einblicke in unsere Wohlstandsgesellschaft, eine wahre Hexenjagd nach Arthur Miller, Premiere des „Wolfenbütteler Dialog“, ein Marlene-Dietrich-Abend der Extraklasse, Poetry-Slam und eine Akrobatik-Show runden diesen Theatermonat ab.

American Cajun, Blues & Zydeco Festival

Das bekannte Festival ist seit 2001 jährlich auf Tour und gastiert zum zweiten Mal in Wolfenbüttel. Manche Besucher reisen von weit an und folgen dem Tross quer durchs Land. Das hat auch einen guten Grund, denn es ist fast die einzige Gelegenheit, diese Bands aus den Südstaaten der USA zu hören. Neben handgemachter Musik sorgen kulinarische Spezialitäten für das richtige Mississippi-Feeling. Zum Abschluss gibt es stets eine ausgelassene Session aller Teilnehmer. 3. November 2018, 19.30 Uhr


Nackte Tatsachen gegen den grauen Alltag: Ladies Night

Ort der Handlung ist eine heruntergekommene englische Industriestadt. Drei Freunde, die – ohne Arbeit, ohne Plan, ohne Perspektive – die meiste Zeit im Pub verbringen. Die drei halten sich mit Gelegenheitsjobs und leeren Zukunftsfantasien über Wasser, bis unter ihren Frauen eines Tages das Chippendales-Fieber ausbricht. Und plötzlich wird eine Idee geboren. Sie sind zwar nicht die Schönsten, auch nicht mehr ganz jung, aber sie haben einen Plan: Als „Die Wilden Stiere“ werden sie antreten zum Männer-Striptease. Diese turbulente Komödie erzählt auf heitere Weise vom ungewöhnlichen Kampf ganz gewöhnlicher Menschen gegen Arbeitslosigkeit, Schulden und Tristesse. 7. November 2018, 19.30 Uhr, Komödie im Bayerischen Hof München

Schlaraffenland: Die Dekonstruktion unserer Wohlstandsgesellschaft

Alles ist reparierbar in dieser ach so intakten Familie. Wenn etwas kaputt geht, kaufen seine Eltern es neu, aber größer. Wenn die Mutter altert, korrigiert das der Schönheitschirurg. Wenn die Oma stirbt, kommt Trauerberatung ins Haus. Alles funktioniert perfekt. Bis zu jener Nacht, in der der Sohn entdeckt, dass die ganze schöne Welt nur Kulisse ist… Philipp Löhle hat ein unglaublich aktuelles, dabei auch herzhaft komisches Stück über die Wahrnehmung der heutigen Wirklichkeit geschrieben, über die Blindheit der Massen und die Einsamkeit der Rufer in der Wüste. 8. November 2018, 19.30 Uhr, Hamburger Kammerspiele

Schauspiel von Arthur Miller: Hexenjagd

Für den Zustand pubertierender Mädchen, die nach einem nächtlichen Tanz im Wald sonderbar reagieren, gibt es im puritanischen Salem des 17. Jahrhunderts nur eine Erklärung: Teufelswerk. Man ruft den bekannten Hexenspezialisten Pastor Hale zu Hilfe. Bei den von ihm geleiteten Verhören geben die Mädchen als Ausrede an, verführt und verhext worden zu sein. Sie merken schnell, dass sie der Strafe entgehen können, wenn sie andere der Teufelsbuhlerei beschuldigen. Und so denunzieren sie munter drauflos, bezichtigen unliebsame Gemeindemitglieder und genießen ihre neu gefundene Macht. Eine Hexenjagd beginnt. Millers Stück ist auch heute noch ein Lehrstück über jegliche Art von Massenhysterie und politisch bzw. religiös motivierte Wahnvorstellungen. 9. November 2018, 19.30 Uhr, Konzertdirektion Landgraf

The Kraut – Ein Marlene-Dietrich-Abend der Extraklasse! Hochmusikalisch, tragikomisch und bewegend.

Paris, Avenue Montaigne Nr. 12, 1987. Freiwillig gefangen in der eigenen Wohnung und der eigenen Legende plant ein Weltstar seine Beerdigung und kramt in seinen Erinnerungen: Marlene Dietrich. Zum zentralen Thema wird ein Abend in Paris, der mehr als 40 Jahre zurückliegt. Dabei wird ein ganzes Zeitalter mitsamt seiner verschiedensten Protagonisten auf höchst selbstverständliche Weise lebendig. Sie berichtet dabei nicht zuletzt von den zahlreichen Versuchen der Nazis, sie „heim ins Reich“ zu holen – und von ihren ewigen Zweifeln, ob sie diesen Rufen nicht vielleicht doch hätte folgen sollen. Das Publikum erlebt die Dietrich in ihrem privaten Umfeld. Statt glamouröser Auftritte, singt sie ihre eigenen Lieder auf sehr persönliche und mitunter höchst ungewöhnliche Weise. 10. November 2018, 19.30 Uhr


Iris Berben und Benjamin Moser erinnern: Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

Selma Meerbaum-Eisinger starb 1942 mit 18 Jahren im Konzentrationslager Michailowka an Typhus. Geblieben sind uns ihre sehnsuchtsvollen, melancholischen und trotz allem jugendlich hoffnungsvollen Gedichte: „So rein, so schön, so hell und so bedroht“ (Hilde Domin). Iris Berben las bereits zwölf Texte für eine Hörbuch-CD ein. Nun steht sie mit dem Vermächtnis des jungen Mädchens zusammen mit Benjamin Moser auf der Bühne, der die Sehnsucht mit seinem Spiel „umhüllt“. „In dieser Zeit, in der sich Anzeichen von Rechtsradikalismus mehren, muss dieses Thema im Bewusstsein der Öffentlichkeit erhalten bleiben. Denn jeder Tag, der vergeht, vernichtet die Zeugnisse der Vergangenheit.“ (Iris Berben) 11. November 2018, 18 Uhr


Der Poetry-Slam im Lessingtheater: Klartext – Wolfenbüttel reimt sich

Eine Bühne, fünf Poeten, zwei Vortragsrunden und ein Ziel: Die Herzen der Zuschauer für sich und seinen Text zu begeistern. Das Publikum wählt mittels Stimmkarten den „Sieger der Herzen“, den Wolfenbütteler-Slam-Champion. An das Vortrags-Mikro treten die Essener Slam- und Kabarett-Durchstarterin Sandra Da Vina, der Berliner Nachhaltigkeits-Satiriker Piet Weber und die Bundespreisträgerin „Junger Autoren 2017“ Rebecca Heims aus Bochum. An ihre Leseseite gesellen sich das Münsteraner Short-Story-Urgestein Andreas Weber und die Slam-Poesie-Rakete Johannes Floehr aus Krefeld. 16. November 2018, 19.30 Uhr

Wolfenbütteler Dialog – Paul-Josef Raue im Gespräch mit Eckhard Schimpf

Wolfenbüttel ist ein vorzüglicher Ort, um über die Stadt und die Welt zu sprechen, über den Menschen und die Gesellschaft. Die Stadt, in der Lessing lebte, hat die Verpflichtung, im Geiste der Aufklärung die Gegenwart zu erklären und die Zukunft zu planen. Und hier gibt es keinen besseren Ort, um den „Wolfenbütteler Dialog“ zu führen als das Lessingtheater. Das neue Format ist keine Talkshow, sondern ein langes, intensives Gespräch mit Politikern, Autoren und anregenden Zeugen unserer Zeit. Zum Auftakt wird der Journalist Eckhard Schimpf über die Jägermeister-Dynastie erzählen, die auch das moderne Wolfenbüttel prägt: Er ist der letzte lebende Enkel des Gründers Wilhelm Mast. 18. November 2018, 11 Uhr, Eintritt frei

Musikalisch-poetische Akrobatik-Show: Sonics in Duum

Das Zirkustheater-Spektakel der italienischen Gruppe „Sonics“ widmet sich der Poesie der Körper und nimmt die Zuschauer mit in die sagenumwobene Unterwelt „Agharta“. Mit atemberaubender Athletik und Akrobatik, zahlreichen Licht- und Spezialeffekten erzählen die Artisten gemeinsam mit Anführer und Erzähler Serafino die mitreißende Geschichte der Bewohner „Aghartas“. Eine Reise in eine mythische Traumwelt voll unbekannter Farben, Regeln und Rhythmen, deren Bilder anmuten wie poetische Zerrbilder eines zerbrochenen Spiegels. 23. November 2018, 19.30 Uhr


Ausverkaufte Veranstaltungen

Die Veranstaltungen „Tabu“, „#BerlinBerlin“ und „Mama Muh und die Krähe“ sind bereits ausverkauft.

Weitere Informationen

Spielzeitheft 2018/2019 (PDF, 7 MB, 12.12.2018)

Veranstaltungsübersicht

Kartenvorverkauf und Information

Weitere Vorverkaufsstellen: An allen bekannten Vorverkaufsstellen mit ADticket sowie im Internet unter www.lessingtheater.de.