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14.09.2020

Theater im Oktober

Der Herbst startet mit einem facettenreichen Programm.

Eine neue Partnerschaft mit dem Landestheater Schwaben ist das Lessingtheater mit dem Schauspiel „Der Reisende“ eingegangen. Das Stück basiert auf der großen Wiederentdeckung des gleichnamigen Romans von Ulrich Alexander Boschwitz aus dem Jahr 1938. Erstmals 2018 auf Deutsch erschienen, schildert der früh verstorbene Autor darin den Versuch des einst angesehenen Kaufmanns Otto Silbermann sein Leben nach den Novemberpogromen zu retten. Hochaktuell geht es mit gesellschaftlichen Fragen zur Corona-Krise weiter. „Corona – mal als Freund betrachtet“: Mit Reim und Rhythmus lädt der Kulturjournalist Rainer Sliepen das Publikum ein, das Virus aus neuen Perspektiven zu betrachten. Mit der Wahrnehmung spielt auch „LEO“ auf überraschende, witzige und berührende Weise, sodass das Publikum bald nicht mehr weiß, wo oben und unten ist.

Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten

Auf einem Ozeandampfer wird im Jahr 1900 ein ausgesetztes Baby gefunden, dem die Matrosen den Namen seines Geburtsjahres geben: Novecento. Er wird auf diesem Schiff zum sagenhaften Ozeanpianisten, zu einer lebenden Legende, der sein schwimmendes Zuhause zeitlebens nicht verlassen wird. Seine Musik ist magisch und unfassbar, so wie sein ganzes Leben. Thomas Borchert begeistert in dem Solostück „Novecento“ mit präzisem, einfühlsamen Schauspiel und seinem Können am Klavier. 2. Oktober 2020, 19.30 Uhr


LEO – Eine Show jenseits der Schwerkraft

Was wäre, wenn sich die Gesetze der Schwerkraft plötzlich ändern würden? Leo schwebt an der Wand, dreht aberwitzige Pirouetten, wirft einen Hut in die Luft, der auf ihn zurückplumpst, als wäre sein Körper das Gravitationszentrum des Universums. Eine Videoprojektion ermöglicht diese physikalischen Quantensprünge, die die natürliche Wahrnehmung völlig ausgehebelt. Läuft Leo wirklich in der Waagerechten oder erweckt er durch Beinbewegungen nur diesen Eindruck und klammert sich in Wahrheit an der Wand fest? 4. und 5. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Der Reisende

1938 erzählt der junge Autor Ulrich Alexander Boschwitz – der von Auschwitz noch nicht wissen konnte – in seinem Roman erschütternd hellsichtig die Leidensgeschichte des jüdischen Kaufmanns Otto Silbermann. Silbermann steht inmitten eines wohlgeordneten Lebens mit erfolgreichem Geschäft und einem Kreis von vertrauten Freunden und Bekannten. Da schlägt in Deutschland der Antisemitismus in brutale Hetze um. Für ihn beginnt damit eine Odyssee durch Deutschland, in der er erfahren muss, wie ihn Geschäftspartner und Freunde verraten. Boschwitz, der 1942 mit 27 Jahren im Krieg starb, zeichnet das beklemmende Bild einer Gesellschaft, die sich in rasender Geschwindigkeit ihrer Mitmenschlichkeit entledigt. 8. und 9. Oktober 2020, 19.30 Uhr, Landestheater Schwaben

Corona – mal als Freund betrachtet

Eine lyrische Dokumentation in sieben Abteilungen und einem Prolog: Was hat Corona mit Migration zu tun? Sind alle Probleme beseitigt, wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht? Können wir einfach zur Tagesordnung übergehen? Oder haben wir uns verändert und eine neue Sicht auf unser Zusammenleben entwickelt? Was ist ein Menschenleben wert? Wie halten wir es mit den Alten und Kranken in unserer Gesellschaft? Mit diesen großen Fragen hat sich Rainer Sliepen in den vergangenen sieben Monaten beschäftigt. Aber er hat auch „dem Volk aufs Maul geschaut“. Ganz normalen Menschen. Und denen, die über uns bestimmen. Eine Chance, dem Virus und sich selbst mit Reim und Rhythmus auf die Schliche zu kommen. 13. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Schachnovelle

Was ist grausamer: körperliche oder seelische Folter? Wieviel Einsamkeit erträgt ein Mensch? An Bord eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Buenos Aires. Seltsames Passagiervolk flaniert auf dem Achterdeck. Ein millionenschwerer Ölmagnat und ein geldsüchtiger Schachweltmeister liefern sich manische Brettspielgefechte, während der mysteriöse Dr. B. mit den Geistern seiner Vergangenheit kämpft. Als Vermögensverwalter einer renommierten Kanzlei geriet er in die Hände diktatorischer Mächte, die ihm mittels monatelanger Einzelhaft und zermürbender Verhöre diverse Bankgeheimnisse zu entlocken versuchten… Figurentheater nach der Novelle von Stefan Zweig. 23. und 24. Oktober 2020, 19.30 Uhr, 25. Oktober 2020, 11.00 Uhr, Bühne Cipolla

Kiez Diva – Die größten Show-Hits der Reeperbahn

Die „Kiez Diva“ (Musical-Star Iris Schuhmacher) erzählt und singt vom Aufstieg der Hamburger Reeperbahn zum Broadway Deutschlands: Vom Urknall des Schmidt Theaters, der ersten Riesenshow „Cats“ sowie den kleinen Musical-Boutique-Häusern Imperial und Holstenwall mit ihren legendären Off-Broadway-Shows von „Grease“ bis „Rocky Horror Show“. Über die boomende Zeit der Nullerjahre und die Gegenwart, geprägt von „der“ Stage und dem Kiez-Superhit „Heiße Ecke“, bis hin zum Musical, das noch über Olivia Jones geschrieben werden muss. Wer war die besoffenste Katze? Welcher Danny in „Grease“ war nicht schwul und ist heute ein internationaler Star? All dies und natürlich die schönsten Songs gibt es an diesem Abend zu hören. 27. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Gott – Wer entscheidet über unseren Tod?

Unser Tod soll nicht erschrecken, er soll andere nicht behelligen, er soll selbstbestimmt und friedlich sein. Können wir diese Entscheidung für uns treffen und auf Beistand hoffen? Also: Wahltod statt Qualtod? Bis vor Kurzem war dies nach geltendem deutschem Recht nicht möglich. In seinem zweiten Theaterstück widmet sich der 1964 in München geborene Strafrechtsverteidiger und Bestsellerautor Ferdinand von Schirach einem Thema von höchster gesellschaftspolitischer Relevanz. „Gott“ stellt Fragen, die die menschliche Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung betreffen. 29. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Ausverkaufte Veranstaltungen

Die Veranstaltungen „Doris Day – Day by Day“, „Ach, Amerika – vom Traum zur Wirklichkeit“ sind bereits ausverkauft.



Kartenvorverkauf und Information

Weitere Vorverkaufsstellen: An allen bekannten Vorverkaufsstellen mit ADticket sowie im Internet unter www.lessingtheater.de.