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Lebenstragik der Emilie Elster

Vortrag von Rudolf G. A. Fricke (Stadtheimatpfleger) und Yvonne Fitzner


30.10.2021

19 Uhr

Renaissancesaal

Anmeldung erforderlich: 05331 86-399 oder Mail: gleichstellungsbeauftragte@wolfenbuettel.de

„Mileken, darvun versteihst du nix vun!“ 1886 heiratete die 18-jährige Bankierstochter Emilie Fink (1867 bis 1920) den 32-jährigen, als Physiker bereits international bekannten Lehrer Dr. Julius Elster. Die von der in Wolfenbüttel alteingesessenen Familie Fink als „gute Partie“ überschwänglich gefeierte Eheschließung stand jedoch unter keinem glücklichen Stern. Emilie Elster wurde psychisch leidend und nahm sich 1920 das Leben. Man ist schnell geneigt, die Erkrankung der Frau dem intensiven wissenschaftlichen Engagement ihres Ehemannes zuzuschreiben, dass sie aufgrund des inhaltlichen Niveaus von einer wirklichen Teilhabe ausschloss.

Der Referent wird in seinem Vortrag aber versuchen aufzeigen, dass es durchaus mehrere Aspekte gibt, den tragischen Verlauf des Lebens der Wissenschaftlergattin zu deuten. Hysterie - eine psychische Störung im Wandel der Zeit Hysterie ist eine der ältesten und bekanntesten psychischen Störungen. In diesem Vortrag stellt die Referentin das Krankheitsbild der Hysterie vor. Der Vortrag bietet einen Einblick über die Ätiologie, Pathologie und Therapieformen der Hysterie, ebenso wird das Krankheitsbild auch im geschichtlichen Verlauf der Zeit betrachtet. Im Hinblick auf die Person Emelie Elster geht die Referentin besonders auf den medizinischen und soziologischen Umgang mit der Erkrankung Hysterie um 1900 ein. Ein abschließender Aspekt ist die Darstellung der Entwicklung des Krankheitsbildes und der Therapieformen bis in die heutige Zeit.

frauenORTE Niedersachsen: Ausstellung und Veranstaltungsserie vom 19. bis 30. Oktober 2021 (PDF, 2,2 MB)