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Minna Faßhauer und ihre politische Frauenarbeit

Vortrag von Heide Janicki


29.10.2021

19 Uhr

Renaissancesaal

Anmeldung erforderlich: 05331 86-399 oder Mail: gleichstellungsbeauftragte@wolfenbuettel.de

Minna Faßhauer kam, wie viele junge Frauen in die Städte strömten um Geld zu verdienen, aus dem Bördekreis Wanzleben nach Braunschweig. Sie verdingte sich als Dienstmädchen und arbeitete auch in der Konservenfabrik. Gewerkschaftlich kämpfte sie illegal gegen das Vereins- und Versammlungsgesetz von 1850, das Arbeiterfrauen die Teilnahme an Versammlungen und politische Arbeit untersagte, ab 1908, als dieses Gesetz fiel, legal für das Frauenwahlrecht, Kinderschutz usw. Ihre politischen Vorbilder waren Rosa Luxemburg und Clara Zetkin. Sie war in der Arbeiterbewegung hoch angesehen, bekannte sich als Spartakistin und behielt trotz Anfeindungen eine aufrechte Haltung. Der Arbeiter- und Soldatenrat ernannte sie in der Novemberrevolution 1918 zur Volkskommissarin für Volksbildung. Ihre politische Tätigkeit führte in den 1920er Jahren zu Verfolgung und Verhaftungen. Im Faschismus wurde sie in das Frauen-Konzentrationslager Moringen verbracht. Nach 1945 wurde sie in der politischen Frauenarbeit der KPD wieder aktiv. Sie starb 1949.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von „Klartext“ dem Gewerkschaftschor aus Braunschweig. Angefragt sind Politikerinnen zur Podiumsdiskussion.

frauenORTE Niedersachsen: Ausstellung und Veranstaltungsserie vom 19. bis 30. Oktober 2021 (PDF, 2,2 MB)