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EIGENTUM und SICHERHEIT

In der Ausstellung zeigt Nadine Fecht zwei neue Arbeiten


23.08.2020 bis 27.09.2020

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In der Ausstellung "EIGENTUM und SICHERHEIT" zeigt Nadine Fecht zwei neue Arbeiten, die sich, wie auch ihre vorherigen, der Abbildung eines offenen und instabilen Sachverhaltes widmen. Eigentumsverhältnisse sind bewegliche soziale Determinante, die sich konstant verschieben. Eigentum wird gewonnen und verloren, eingesetzt und vermehrt nach Regeln und Gesetzen, die für unsere Marktgesellschaft fundamental sind. Eigentum wird aber auch geschützt gegen Zu- und Übergriffe, die den Rahmen des Gesetzlichen verlassen oder sogar bewusst negieren. So wie dies bei Einbrüchen geschieht oder auch bei Ausschreitungen, wie sie zum Beispiel anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels 2017 in Hamburg stattgefunden haben, als ganz gezielt die Autos Vermögender angezündet wurden. Ein steigendes Schutzbedürfnis des Eigentums verweist nicht zuletzt auf eine zunehmende Kluft zwischen denen, die besitzen und jenen, die nicht besitzen. Dass diese Kluft real ist, dass aus ihr ein gesellschaftliches Klima der Gewalt erwächst und dass es konkrete Menschen sind, die das Eigentum der Einen gegen die Übergriffe der Anderen berufsmäßig schützen, verdichtet sich in der neuesten Arbeit der Künstlerin zu einer Atmosphäre, in der das Noch-Nicht, das sich wie ein roter Faden durch ihre bisherigen Arbeiten zieht, bedrohlich als (visueller) Brandgeruch manifestiert.

Nadine Fecht (geb. 1976, lebt und arbeitet in Berlin) fing 1996 mit ihrem Studium der Freien Kunst an der Akademie der Bildenden Kunst in Karlsruhe an und beendete dieses 2009 als Meisterschülerin bei Stan Douglas und Lothar Baumgarten an der Universität der Künste in Berlin. Sie erhielt unter anderem Arbeitsstipendien der Akademie der Künste Berlin, der Stiftung Kunstfonds in Bonn (2013) und 2015 das zweijährige Dorothea-Erxleben Stipendium. Kürzlich erhielt sie das dreimonatige Villa Aurora Stipendium in Los Angeles (ehemaliger Exilwohnort von Lion und Marta Feuchtwanger). Ihre Arbeiten befinden sich in permanenten Sammlungen des Kunstmuseum Basel, der Hamburger Kunsthalle, der Berlinischen Galerie und seit 2018 auch im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Zuletzt widmete die Kunsthalle Mannheim ihr 2019 eine Einzelausstellung. Außerdem waren ihre Arbeiten in zahlreichen Gruppenausstellungen ausgestellt, unter anderem im Museum der Bildenden Künste Leipzig (2020) und dem Kunstmuseum Basel (2017), der Shedhalle Tübingen (2017) und dem Kupferstichkabinett Berlin und im Kunstverein Ludwigshafen.

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