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Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide

Am Sonntag, 6. September um 10 Uhr beginnen die ersten Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide mit einer Eröffnungsveranstaltung im Internet.

Nach der Begrüßung durch Ulrich Knufinke, Präsident des Israel Jacobson Netzwerks für jüdische Kultur und Geschichte e.V., und Grußworten von Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbands der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Schirmherr der Veranstaltungen, wird Frank Ehrhardt vom Arbeitskreis Andere Geschichte e.V./Gedenkstätte Schillstraße eine Einführung zur Person und zum Wirken von Max Jüdel geben. Die Stadt Braunschweig ist mit Max Jüdel in diesem Jahr Gastgeber und Partner der Kulturtage. Der vor 175 Jahren in Braunschweig geborene Jüdel steht als diesjährige Persönlichkeit für jüdische Unternehmer und Mäzenaten, wie es sie an vielen Orten der Region gab – in Gifhorn war es die Familie Menke, die seit dem 18. Jahrhundert in der Stadt lebte, im Holzhandel aktiv war aber auch in der Politik und bei der Gründung des Historischen Museums sowie des Museums- und Heimatvereins aktiv war. Weil der inzwischen in Hamburg lebende Alexander Menke 1880 dem Schützenverein für seinen Ball Kisten Orangen schickte, heißt der Ball bis heute Apfelsinenball. In Halberstadt hat die Unternehmerfamilie Hirsch, deren Kupfer- und Messingwerke AG im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem marktführenden Unternehmen im Metallhandel aufstieg und schließlich nach Berlin verlagert wurde, zur Entwicklung der jüdischen Gemeinde und der Stadt beigetragen.

Im Laufe des Monats finden auch in Wolfenbüttel Veranstaltungen statt. Das vielfältige Programm mit über 40 Veranstaltungen in allen Teilen der Region verspricht einen spannenden und anregenden September.

Näheres ist im Programmheft oder auf der Webseite des IJN unter www.ij-n.de zu finden.

Programm der Jüdischen Kulturtage 2020 (PDF, 1,2 MB)

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