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19.08.2019

Von den Bürgern – für die Bürger

„Heute ist ein ganz wichtiger Tag für die Stadt Wolfenbüttel aus stadtplanerischer und aus entwicklerischer Sicht“, betont Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink bei der offiziellen Eröffnung des sanierten Schlossplatzes am Samstag, 17. August 2019.

Die Bauarbeiten im Quartier „Dammfeste und Freiheit“ sind weitestgehend abgeschlossen, das neue, eindrucksvolle Gesicht des Schlossplatzquartiers ist schon gut erkennbar. „Ich danke allen, die an der Entwicklung dieses für die Stadt so wichtigen Bereichs mitgewirkt haben“, so Pink. Und dies waren, auch wenn es gerne in Diskussionen in den so genannten sozialen Netzwerken oder in anderen Kanälen ignoriert wird, in erster Linie die Bürger.

Schon vor 20 Jahren wurde die räumliche Aufteilung des Quartiers kritisiert, wurde die Straßenführung quer über den Platz gerügt und wurde sich über die schlechte Begehbarkeit des Pflasters aufgeregt. Nach dem Wegfall des benachbarten Parkhauses wurde dann der Schlossplatz zum Parkplatz. „Das wirkte zwar nicht sehr schön, linderte aber als Maßnahme auf Zeit, ein wenig den Parkdruck“, sagt der Bürgermeister.

Aufgrund der allgemeinen Diskussionen um die Entwicklung der Innenstadt insgesamt, Einzelhandel, Gestaltung der Fußgängerzone, deren Möblierung, Gestaltung öffentlicher Räume insgesamt, Parken und Gastronomie entschieden sich die Verantwortlichen der Stadt Wolfenbüttel im Jahre 2012, einen umfassenden und integrierten Bürgerbeteiligungsprozess zur Entwicklung der Wolfenbütteler Innenstadt ins Leben zu rufen. Nach einem entsprechenden Ratsbeschluss gab es Bürgerforen mit 170 bis 300 Teilnehmern, bei denen die Zielrichtung diskutiert wurde. In verschiedenen Beteiligungsphasen, an denen sich zwischen 70 und 80 Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler beteiligten und an denen acht ausgebildete Prozessbegleiter beteiligt waren, wurden vom Rat der Stadt nach Priorisierung verschiedener Maßnahmen auch der Vorschlag aus der Bürgerschaft zur Umsetzung im Oktober 2014 beschlossen, den Schlossplatz grundlegend neu zu gestalten.


„Also ganz, ganz wichtig – die Neugestaltung des Schlossplatzes ist einem Bürgerbeteiligungsprozess zu verdanken, der über 18 Monate durchgeführt wurde und auch vielen Beteiligten gezeigt hat, man muss Kompromisse eingehen, man muss diskutieren und Demokratie ist manchmal auch sehr anstrengend“, unterstreicht Pink.

Im Frühjahr 2015 wurde für den Schlossplatz und den westlichen Teil der Fußgängerzone die Festsetzung des förmlichen Sanierungsgebietes „Dammfeste und Freiheit“ beschlossen. Aus dem Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ des Landes Niedersachsen wird die Neugestaltung des Schlossplatzes mit rund 2,7 Millionen Euro gefördert und hier gebührt unser Dank der Landesregierung für diese großartige Unterstützung. Die Gesamtkosten betragen rund 8,8 Millionen Euro, 400.000 Euro sind auf die archäologischen Funde zurückzuführen, die nicht nur diesen sechsstelligen Betrag, sondern auch sechs Wochen Zeitverlust verursachten.

Im Sommer 2015 wurde schließlich ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Ziel war es, den Schlossplatz und das Bibliotheksquartier stärker mit der Innenstadt zu verbinden - auch die Bibliothek war natürlich mit in das Vorhaben eingebunden gewesen. Weitere Ziele waren, die Fahrverbindungen zu überprüfen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Voraussetzungen zu schaffen, den Schlossplatz als Veranstaltungsfläche für entsprechende qualitative Veranstaltungen vorzubereiten.


Die planerische Umsetzung des Gestaltungskonzeptes wurde nach einem aufwendigen Verfahren, mit anschließender Präsentation sämtlicher eingereichten Entwürfe, dem Landschaftsarchitekturbüro Mann aus Fulda übertragen. „Das Ergebnis sehen Sie hier! Und da sage ich jetzt einmal ganz persönlich etwas: Ich bin von dem Platz begeistert. Wenn man die alte Gestaltung mit der kaum noch begehbaren Pflasterung betrachten und die jetzige Anordnung anschaut, haben wir hier etwas ganz Hervorragendes - auf Initiative unserer am Prozess beteiligten Bürgerinnen und Bürger – geschaffen“, betont Thomas Pink.

Selbstverständlich gibt es auch Kritik an der Gestaltung – das ist in einer Demokratie, so der Bürgermeister, auch legitim. Aber Demokratie bedeutet intensives Ringen um die besten Lösungen mit der Fähigkeit Kompromisse zu erzielen. Und das haben hier sowohl die Bürgerinnen und Bürger, Rat und Verwaltung eindrucksvoll bewiesen.

Es gibt einen Brunnen, der vielfach auch an anderen Stellen von den Bürgerinnen und Bürgern gefordert wurde. Den nun schon fleißig aktiven Kritikern möchte er aber eine Sache mit auf den Weg geben: „Er ist nun gerade erst fertig geworden unser Schlossplatz. Lassen Sie das Quartier doch einfach mal auf uns alle wirken und dann im nächsten Jahr darüber entscheiden, ob wir irgendwo Blumen, weiter Bänke oder andere Veränderungen noch vornehmen.“


Und natürlich werde auch das Parken auf diesem Platz außerhalb der vorgesehenen Parkplätze am Randbereich verboten. „Die Einhaltung dieser klaren Regelung wird von uns auch überwacht. In Kürze wird uns wieder ein Parkhaus mit zirka 190 Plätzen als bessere Alternative zur Verfügung stehen.“ Für Radfahrer stehen insgesamt 93 Fahrradbügel für 186 Fahrräder bereit.

„Und das so ein Platz natürlich lebt, ist nicht nur Aufgabe der Stadtverwaltung oder der kommunalen Politik, sondern auch der Bürgerinnen und Bürger, die hier die Möglichkeit bekommen einen innerstädtischen Treffpunkt zu entwickeln. Also meine Damen und Herren, nehmen Sie dieses Angebot an; machen wir das Beste aus diesem Platz und lassen diesen leben.“


Nach der feierlichen Eröffnung des Platzes untermalte Lounge-Musik die heitere Atmosphäre. Ob Charthits und Evergreens, begleitet am Klavier oder Gitarre, Straßenmusik zwischen Irish-Folk, Klezmer und Klassik oder aktuelle Clubsounds mit Saxophon-Einlagen – für jeden Geschmack und jede Altersklasse wurde etwas geboten. Winzer und Weinhändler verwöhnen am Samstag – aber auch am zweiten Weinfest-Tag am Sonntag - die Gaumen der Weinliebhaber mit Rot- und Weißwein, Rosé und Sekt, Köstlichkeiten und Leckereien wie Flammkuchen, Käse und Spanferkel runden das genussvolle Angebot ab. Neben den zahlreichen Wein- und Gastronomieständen waren auch einige regionale Hofläden vertreten. Ein vielfältiges Angebot selbsterzeugter Produkte der Saison wie Obst, Gemüse, Aufstriche und Marmeladen konnten probiert und erworben werden. Ein echter Bauernhof zum Anfassen und Mitmachen ist "Bauer Bues" aus Groß Denkte. Mit Leidenschaft luden die Landwirte neugierige Kinder und Erwachsene ein, ihren abwechslungsreichen Alltag kennenzulernen. Mehrere Führungen durch die Löwentor-Baustelle rundeten das Angebot am Samstag ab. Als Höhepunkt fand am Samstagabend gegen 21.30 Uhr eine spektakuläre Feuershow statt. Hochkarätige Artisten präsentieren eine brandheiße Show und sorgen für magische Momente.

Impressionen

Fotos auf Flickr
 

© Stadt Wolfenbüttel

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