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05.09.2018

Was man aus guten Früchten machen kann…

Stephan Kahnert und Adrian Markiefka haben eine Likörschmiede eröffnet und bieten ihre Produkte zusammen mit Jörg Ziehes Fruchtquelle bereits gelegentlich auf dem Markt an. In der Zukunft soll daraus noch etwas ganz Großes werden…

Der Markt ist ein Ort der Kommunikation. Menschen treffen sich, Nachbarn, Schulfreunde, aber auch manchmal Fremde. Stephan Kahnert und Adrian Markiefka ging das so. Beide sind jüngeren Datums und zeigen: Das bunte Treiben auf dem Stadtmarkt wird nicht nur von der älteren Generation angenommen. „Wir waren auf der Suche nach gutem Obst und sind dann hier bei der Fruchtquelle hängengeblieben“, berichtet Stephan Kahnert. Beide haben inzwischen einen kleinen Stand, natürlich neben Jörg Ziehes Stand und bieten Liköre an. Die beiden Wolfenbütteler Jungunternehmer wollten nach der Schule etwas Eigenes auf die Beine stellen. Aus der Leidenschaft zum Whisky erwuchs der Traum von einer Brennerei. Dass das ein weiter Weg ist, wissen beide. Aber sie wollen diese Strecke gehen und haben sehr genaue Vorstellungen davon, wie er aussehen könnte.

Die Kunst des Brennens

Auf dem Markt zeigen sie auf jeden Fall schon einmal, dass sie auf die Menschen zugehen können. Auf dem Tisch steht eine ganze Batterie von kleinen Likörfläschchen, und gerade testet sich eine Kundin durch die Geschmacksrichtungen. Stephan Kahnert und Adrian Markiefka schenken geduldig nach und erklären etwas zu den Getränken. Die Kunst, Likör herzustellen ist sehr alt. Grundlage ist natürlich die Destillation. Was Arnaldo Villanowa, Rektor der medizinischen Fakultät der Stadt Montpellier für die europäische Kultur kultivierte, wollen die beiden als Königsdisziplin noch erlernen. Der Mediziner lebte übrigens vor gut 800 Jahren und brachte das Wissen, Alkohol herzustellen, von den Kreuzzügen aus dem Morgenland mit – dort, wo heute dessen Genuss weitgehend verboten ist.

Die Früchte sind entscheidend

Für die Wolfenbütteler Neugründer ist er, wie gesagt, das Ziel der Träume. Der Likör, eine Kunst, die sich vor rund 700 Jahren in Europa etablierte, ist ein Schritt auf dem Weg dahin. Weil mit Alkohol und Früchten vor allem Zucker verarbeitet werden musste, war das Getränk früher nur für den Adel zugänglich. Das änderte sich erst mit dem Kolonialismus ein paar hundert Jahre später, der Zuckerrohr auf den alten Kontinent brachte. Heute, wo die weiße Süße zur Massenware geworden ist, müssen die „Liqoristen“ vor allem nach guten Früchten suchen. „Wir waren richtig begeistert, als wir am Stand von Jörg Ziehe waren und uns dort einmal durchprobierten“, erzählt Stephan Kahnert. Was sie dort genascht hätten, habe wirklich Geschmack gehabt. Wahrscheinlich sind die Produkte der beiden deshalb so lecker.

Purer Geschmack

Jedenfalls, so erklären sie, kämen keine weiteren Zusatzstoffe an ihre Liköre. Das Aroma hänge von den Früchten und von sonst nichts ab. Weil Jörg Ziehe das Engagement der beiden jungen Leute toll fand, nahm er die Produkte auch gleich mit in sein Angebot auf. Und wann immer es passt, gehen Stephan Kahnert und Adrian Markiefka selbst auf den Markt, um ihre Liköre an einem kleinen Tisch anzubieten. „Wir müssen geduldig sein, bis aus unserer Likörschmiede eine richtige Brennerei wird“, erklären die beiden bescheiden. Der Zuspruch bisher dürfte ihnen jedenfalls den nötigen Mut geben, dieses Projekt weiter konsequent durchzuziehen.

Das nächste Mal sind die Liquoristen am 29. September auf dem Markt. Weitere Termine werden bei Facebook bekannt gegeben: https://www.facebook.com/Likoerschmiede

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