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Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Hinrichtungsgebäude
Hinrichtungsgebäude
Weber © Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus und der frühen Bundesrepublik

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel informiert Besucherinnen und Besucher über die Rolle des damaligen Strafgefängnisses als Teil der Unrechtsjustiz im Nationalsozialismus. Im Innenhof des damaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel entstand im Herbst 1937 eine Hinrichtungsstätte, in der Todesurteile der deutschen zivilen und militärischen Gerichtsbarkeit vollstreckt wurden; zwischen dem 12. Oktober 1937 und dem 15. März 1945 wurden mehr als 500 Frauen und Männer (in den meisten Fällen) durch das Fallbeil hingerichtet.: WiderstandskämpferInnen aus Belgien, Frankreich, Norwegen und den Niederlanden, ZwangsarbeiterInnen aus Polen, Tschechien, der Slowakei und der damaligen Sowjetunion, Deutsche wegen zum Teil geringfügiger Delikte als sogenannte "Volksschädlinge". Nach der Befreiung des Strafgefängnisses am 11. April 1945 ließen die britischen Militärbehörden zwischen Juni 1945 und Juli 1947 weitere 67 Todesurteile vollstrecken.

Seit März 2014 wird die 1990 eingerichtete Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel grundlegend umgestaltet und erweitert. Schon heute vermittelt die Kombination aus authentischen Geschichtsorten (Haftzellen, Hinrichtungsgebäude), außergewöhnlichen Eindrücken in einem Gefängnis der Sicherheitsstufen 1 und 2 sowie modernsten pädagogischen Möglichkeiten, Besuchern und Besucherinnen vielfältige und nachhaltige Informationen zum Thema "Justiz im Nationalsozialismus". Mit einem Blog wird regelmäßig über die Fortschritte der Neugestaltung der Gedenkstätte berichtet.

Informationen zur Dauerausstellung und zu anderen interessanten Themen finden Sie in unserem städtischen Veranstaltungskalender.

Führungen

Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen der JVA müssen Gruppen mindestens 14 Tage vorher angemeldet werden; Termine für öffentliche Führungen von Einzelbesuchern können unserer Homepage entnommen werden.

Das zukünftige Dokumentationszentrum mit der neuen multimedialen Dauerausstellung kann nach Fertigstellung im Jahr 2019 jederzeit und ohne Anmeldung zu den Öffnungszeiten besucht werden.