Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz

Zurück

Standort sehen

Flak-Artillerie-Denkmal, 1954

Flak-Artillerie-Denkmal, 1954
Flak-Artillerie-Denkmal, 1954
Matthias Langer © Stadt Wolfenbüttel

Das von der >Kameradschaftlichen Vereinigung ehemaliger Wolfenbütteler Flakartilleristen< initiierte Monument in den Wallanlagen hinter der alten Garnisonsbrücke dient dem Gedenken ihrer im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Dabei wurde auf die Auflistung einzelner Namen verzichtet. Die Flak-Artilleristen waren in Wolfenbüttel in den zwei, 1935 und 1936 errichteten, Kasernen an der Lindener Straße und >Am Exer< stationiert. Feierlich eingeweiht wurde das Denkmal im Zuge des dritten Treffens der 1951 gegründeten Vereinigung. Das Treffen sollte der Aufklärung von Schicksalen Vermisster und der Pflege der "alten, bewährenden Kameradschaft" [9] dienen. Für Wolfenbüttel ist die Zahl der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen nicht genauer bekannt, für das Kreisgebiet gelten 4.300 Soldaten als verstorben oder vermisst.

Es gibt nicht viele, speziell deutschen Kriegsgefallenen des Zweite Weltkriegs gewidmete öffentliche Denkmäler, da die deutsche Nation "nicht nur staatlich geteilt, sondern auch mit einem gebrochenen Verhältnis zu sich selbst aus dem Zweiten Weltkrieg" [10]hervorging. Oft wurden aber in den Nachkriegsjahren Kriegerdenkmäler für 1914-1918 mittels einer Inschriftentafel um das Gedenken an die Gefallenen der Jahre 1939-1945 erweitert. In Wolfenbüttel erinnert das in den 1920er-Jahren auf dem Hauptfriedhof errichtete Ehrenmal seit 1960 verallgemeinernd an die Opfer beider Weltkriege. Das 1952 wieder eingeweihte, heute an der Schweigerstraße stehende "Germania-Ehrenmal" gedenkt hingegen der "gefallenen Helden".
Der weihevolle, schlichte Kubus mit seiner goldenen Widmung am Stadtgraben ist ein Denkmal, das von der Inschrift eine Heroisierung der Opferstilisierung vermeidet und sich mit der Tradition des Grabmals verbindet. Es verzichtet auf eine retrospektive Sinnstiftung des Soldatentodes, ist aber auch nicht per se im Sinne eines Mahnmals, eines Appels gegen den Krieg, aufgefasst.

Text von Elisabeth Vorderwülbecke

zu [9]: NLA WO, 34 N 4, Fb. 9 Nr. 4428
zu [10]: www.demokratiezentrum.org

 Barrierefrei erreichbar