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Das Gräberfeld 13a

Sowjetisches Ehrenmal auf dem Gräberfeld 13a
Sowjetisches Ehrenmal auf dem Gräberfeld 13a
Matthias Knoche-Herwig Stadt WF

Als letzte Ruhestätte für sowjetische Kriegsgefangene und für Opfer der nationalsozialistischen Justiz ist das Gräberfeld 13a auf dem Hauptfriedhof Wolfenbüttel ein Ort des Gedenkens und der Mahnung zugleich, aber auch der Verständigung und der Aussöhnung.

Auf dem Gräberfeld, das in der Gestaltung an einen Birkenhain einer russischen Landschaft erinnert, wurden in den Jahren zwischen 1941 und 1945 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und in Wolfenbüttel Hingerichtete beigesetzt, darunter 312 Soldaten aus der ehemaligen Sowjetunion, die in deutschen Lagern umgekommen sind. Annähernd 100 Opfer der nationalsozialistischen Justiz wurden in dieser Zeit an der westlichen Längsseite des Gräberfeldes von der Stadtpolizeibehörde Wolfenbüttel beerdigt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ließ die sowjetische Militärmission ein Ehrenmal, das als dreiseitige Pyramide ausgebildet ist, auf dem Gräberfeld errichten.

Unter Federführung der Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel erforschten vom Jahr 2005 an Jugendliche aus Russland, Weißrussland, Polen und Deutschland im Rahmen internationaler Workcamps das Schicksal der auf diesem Gräberfeld bestatteten Menschen. Im Verlaufe des Projekts wurden annähernd 300 Grabsteine gesetzt, die an die Toten erinnern und die Namen der Verstorbenen sichtbar machen. Auf diese Weise konnten die auf diesem Gräberfeld beerdigten Menschen aus der Anonymität herausgeholt und ihnen ein Teil ihrer Würde zurückgegeben werden.
Im Jahr 2015 erfolgte die Anerkennung der hier Beigesetzen als Kriegsopfer.

Am Rande des Gräberfeldes erinnern Gedenktafeln an die Geschichte dieses Ortes und an die Menschen, die an dieser Stelle ihre letzte Ruhestätte fanden.

Text: Matthias Knoche-Herwig

Eintrittspreise

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