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Jüdischer Friedhof

Lage des jüdischen Friedhofs (1899)
Lage des jüdischen Friedhofs (1899)
© Stadt Wolfenbüttel

Jüdischer Friedhof
(Nr. 4 im Übersichtsplan)

Im Jahre 1724 wurde dem Begründer der Wolfenbütteler jüdischen Gemeinde Marcus Gumpel Fulda die herzogliche Genehmigung erteilt, den von ihm erworbenen Garten als Friedhof zu nutzen. Der Garten befand sich ›Über dem Gotteslager am Wege nach Atzum‹; die heutige Straßenbezeichnung lautet Am Jahnstein. Dieser Friedhof wurde von der jüdischen Gemeinde unterhalten und dient bis in die jüngste Zeit als Begräbnisplatz.

Im jüdischen Glauben bedeutet das Grab eines Menschen die Ruhestätte für die Ewigkeit. Die Erhaltung eines Friedhofes besitzt daher einen sehr hohen Stellenwert.

Ein sehr beschämendes Kapitel in der Wolfenbütteler Stadtgeschichte war die Zeit des Nationalsozialismus, während der der jüdische Friedhof schwer verwüstet wurde. Einer völligen Zerstörung entging er vermutlich nur, weil er sich zum Teil im Privatbesitz befand. Noch Ende der 70er Jahre hat es hier Vandalismus und Zerstörungen gegeben. Anfang der 80er Jahre konnte der Friedhof, maßgeblich auf Privatinitiative hin, wieder hergerichtet werden. Die Einfassungsmauer wurde erneuert und es wurden Gedenktafeln für die Opfer des Holocaust gesetzt.

Zur Historie dieses Friedhofes sowie zu den Grabsteinen und ihrer Beschriftung wird ausführlich berichtet in dem Buch ›Der jüdische Friedhof in Wolfenbüttel‹, das 2005 durch die Lessing-Akademie herausgegeben wurde. Ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof ist nach Absprache mit der jüdischen Gemeinde in Braunschweig möglich. Es werden auch Führungen angeboten.

Text: Evelyne Kunkel