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St. Johannis Friedhof an der Frankfurter Straße

Lage des St. Johannis Friedhofs (1899)
Lage des St. Johannis Friedhofs (1899)
© Stadt Wolfenbüttel

St. Johannis Friedhof an der Frankfurter Straße
(Nr. 9 im Übersichtsplan)

Bereits kurz nach der Jahrhundertwende zeichnete sich ab, dass der durch den Bau der Landesbahn nicht erweiterungsfähige Friedhof an der Grauhofstraße bald zu klein werden würde. Seit August 1914 wurden Verhandlungen geführt über den Ankauf von Ackerland zur Anlage eines zusätzlichen Begräbnisplatzes.

Ein »... Gelände an der Fümmelser Chaussee (heute Frankfurter Straße), von dieser leicht zugänglich ...« wurde daraufhin auf seine Eignung untersucht. Nachdem in Probegräbern kein Grundwasser aufgetreten war und die Bedenken in hygienischer Beziehung wegen der Nähe zum Schlachthof und dessen Brunnen ausgeräumt waren, wurde das Ackerland den Schlachtermeistern Eldag (Wolfenbüttel) und Vahlberg (Hildesheim) abgekauft. Die Begräbnisordnung, die vorsah, hier nur Eingepfarrte der St. Johannisgemeinde beizusetzen, wurde am 28.1.1918 vom Konsistorium genehmigt. Am 8. April 1918 weihte man den neuen Friedhof ein.

Da der Friedhof 1921 erst teilweise in Benutzung genommen war, verpachtete man den Rest der Fläche für einige Jahre als Gartenland. Um 1930 wurde das gesamte Areal als Friedhof angelegt und eine Friedhofskapelle errichtet. Seit 1977 ist auch auf diesem Friedhof ein Neuerwerb von Grabstellen nicht mehr möglich. Vereinzelt gab es seither noch Beisetzungen in bereits erworbenen Gräbern.

Der Friedhof lag etwas Abseits der Frankfurter Straße in idyllischer Lage innerhalb eines Wohngebietes. Im Jahr 2015 wurde der Friedhof geschlossen und es sind dort heute keine Gräber mehr vorhanden. Wie die Fläche zukünftig genutzt wird, ist offen.

Text: Evelyne Kunkel