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Wasserwege - Route: Bärengasse

Bärengasse im 19. Jahrhundert
Bärengasse im 19. Jahrhundert
Margret Rettich © Stadt Wolfenbüttel

Tafel 13

Der »Umbau-Plan« der Festung Wolfenbüttel (um 1650) verdeutlicht, dass der hier hinter zwei Häuserzeilen kreuzende Okerkanal wesentlich schmaler war als derjenige an der Reichsstraße. Beide Kanäle, ebenso ein dritter nördlich der Stobenstraße, der so genannte Bruchgraben, verliefen parallel zueinander.

Der Kanzleistraßen-Kanal – volkstümlich auch fauler Graben genannt – wurde zwischen 1730 und 1796 wegen seines bestialischen Geruches verfüllt – dasselbe Schicksal ereilte um 1900 den Bruchgraben und ebenso, vor 1867 den Hauptkanal auf der Reichsstraße. Holzbrücken am Alten Tor und in der Bärengasse waren schon im 16. Jahrhundert vorhanden und fluchteten ursprünglich miteinander, doch schob sich schon ab ca. 1575 der wuchtige Baukörper der herzoglichen Kanzlei (sowie parallel dazu das Faktoreigebäude im Hinterhof) in diese Flucht, so dass der herkömmliche Durchgang zum alten Marktplatz an der Hauptkirche BMV nun verbaut war. Dies hatte nicht nur repräsentative, sondern auch politisch ökonomische Gründe. Das Ensemble mitsamt verschüttetem Kanal ist somit bedeutsames Zeugnis des aufkommenden Merkantilismus.

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