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Pau Casals, 1985

Pau Casals, 1985
Pau Casals, 1985
Matthias Langer © Stadt Wolfenbüttel

Dem weltberühmten katalanischen Cellisten Pau Casals (1876-1973) zu Ehren wurde im "Europäischen Jahr der Musik" die Büste im Namen der Stadt Barcelona errichtet. Entworfen hat sie der Bildhauer Antoni Miró aus Valencia im Auftrag der "Pau Casals-Freunde" aus Wolfenbüttel, ein Verein, der von der aus Barcelona gebürtigen, später in Wolfenbüttel lebenden Matilda Romagosa de Pruss (1935-2011) gegründet worden ist.
Die vier Profile der facettenreichen Büste spielen auf die vier Streifen der katalanischen Fahne an und sind subtil mit dem Kalkstein verbunden. Diese Auffächerung kann aber, analog der Verbindung von Tönen in der Musik, überbrückt werden. Die Skulptur ist spannungsreich zwischen planem Schattenriss und dreidimensionalem Realismus angesiedelt. Die Wahrnehmung variiert durch das, den Umraum integrierende Spiel von Licht und Schatten. Mit seiner Musik engagierte sich Casals nachhaltig für Frieden, Demokratie und Freiheit. Als geradliniger Verfechter republikanischer Ideale kehrte der Cellovituose, der immer Wert auf den katalanischen Namen Pau legte, dem Spanien der Franco-Zeit den Rücken.
Die Skulptur steht auch für den Kulturaustausch zwischen der Weltstadt Barcelona und der Kreisstadt Wolfenbüttel. Mit der Errichtung einer Kopie von Lessings Wolfenbütteler Büsteim Garten der alten Universität wurde 1986 in Barceolna ein großer, deutscher Verfechter für Frieden und Verständigung geehrt.
Ein "lebendiges Denkmal" setzte die Gruppe um de Pruss auch der Wolfenbütteler Prinzessin Elisabeth Christine, die 1708 den spanischen König Karl III. in Barcelona heiratete sowie deren Tochter, der späteren Kaiserin Maria Theresia. Die überlebensgroßen Figruren, sogenannte "Gigantinnen", werden seit 1991 bzw. 1997 bei Feierlichkeiten und Stadtereignissen im In- und Ausland präsentiert.

Text von Elisabeth Vorderwülbecke

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