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20.05.2016

Strategische Entwicklung

Wolfenbüttel ist als Wohnstadt weiterhin sehr beliebt. Das machte Bürgermeister Thomas Pink schon bei der Begrüßung zum Rathausgespräch zum Thema „Strategische Entwicklung von Wohn- und Lebensraum in Wolfenbüttel“ am Donnerstag, dem 19. Mai 2016, deutlich. „Wolfenbüttel ist das Wohnzimmer der Region und dies müssen wir auch weiterentwickeln und modernisieren“, so der Bürgermeister.

Viele wollen ins "Wohnzimmer der Region"

Wie dies geschehen soll, das stellte Leitender Baudirektor Ivica Lukanic den interessierten Bürgern vor. Der bundesweite Trend, nach einem steigenden Bedarf an Wohnraum sowie einem steigenden Anspruch an die Wohnqualität, gelte auch für Wolfenbüttel. Flankiert werde dies von steigenden Preisen. Wolfenbüttel habe, im Vergleich zu den anderen Mittelzentren der Region, die höchsten Zuwächse zu verzeichnen. Ein aktuell hoher, regionaler Zuzugsdruck sei seiner Meinung nach nicht von der Hand zu weisen – und dies unabhängig von aufzunehmenden Flüchtlingen. Um den Bedarf zu decken, müssten, so aktuelle Schätzungen, jährlich 275 Wohneinheiten neu geschaffen werden.

Derzeit gebe es in Wolfenbüttel zudem noch einen von der aktuellen Bevölkerungsprognose 2030 deutlich abweichenden Trend: Sieht die Prognose einen jährlichen Zuwachs von 20 Personen (also nahezu eine Stagnation), sprechen die Meldedaten der Stadt ein anderes Bild. Von Mitte 2015 bis April 2016 ist Wolfenbüttel um 800 auf 53.632 Personen gewachsen.

Um mittelfristig den Wohnraumbedarf zu sichern hat die Politik zum einen ein Siedlungsflächen-Entwicklungskonzept zur Bestandsentwicklung und ein wohnungswirtschaftliches Investitionsprogramm zur Siedlungserweiterung beschlossen. Im Rahmen des Siedlungsflächen-Entwicklungskonzepts soll die vorrangige Umsetzung bestehender Baupläne, die Rahmenplanung „Södeweg“, der Geschosswohnungsbau „Ottmerstraße“, die Erstellung eines ,,Baulückenkatasters“ (Online-Portal) und die Erarbeitung eines Förderprogramms ,,Jung kauf Alt‘‘ erfolgen. Das 20 Millionen Euro schwere wohnungswirtschaftliche Investitionsprogramm sieht die kurzfristige Schaffung von weiterem Bauland für Ein- und Mehrfamilienhäuser, die Sanierung der Samsonschule zur langfristigen Nutzung als Wohnanlage, die Neuordnung der Gesellschaftsstruktur der WoBau, den Neubau und die Modernisierung in der „Ahlumer Siedlung“, die Stärkung der Zusammenarbeit mit wohnungswirtschaftlichen Akteuren der Region sowie die Steigerung der Attraktivität der „Innenstadt als Wohnquartier“ vor.

„Kern der Wohnbaulandinitiative der Stadt sind also drei Bausteine“, betonte Lukanic. 1. Die Bestandsentwicklung mit Initiativen zur Wohnraumförderung in der Innenstadt und das in Umsetzung befindliche Programm "Jung kauft Alt" zur Mobilisierung des Wohnungsbestandes. 2. Die Innenentwicklung zum Beispiel die Konversion des Schützenplatzes, die Bauleitung "Ottmerstraße" oder die Aufstellung des Baulückenkatasters zur Hebung von Verdichtungspotenzialen in bebauten Bereichen. 3. Die Wohnbauflächenentwicklung nach dem Siedlungsflächenentwicklungskonzept mit den Planvorhaben am Fallsteinweg, Södeweg und im Südosten Salzdahlums.