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15.01.2018

706 Einsätze: 2017 war ein sehr bewegtes Jahr für die Feuerwehr

Es war wieder ein langer Abend am Freitag, 12. Januar 2018, als sich die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel in der Feuerwache zu ihrer Jahresversammlung trafen. Neben dem Rückblick von Ortsbrandmeister Kurt Jakobi auf ein in jeder Hinsicht „sehr bewegtes Jahr 2017“ standen auch wieder Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm.

Bevor Zahlen, Daten und Fakten in den Mittelpunkt rückten, dankte Bürgermeister Thomas Pink den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr für ihr Engagement. Das Einsatzgeschehen habe die Feuerwehr 2017 sehr gefordert. Brände, Hochwasser und Hilfeleistungen aber auch eine unsägliche Serie an Brandstiftungen kosten Kraft. „Ich hoffe dringendst, dass unsere Polizei diese Strolche in Bälde schnappt und dass diese Strolche dann auch einer gerechten Strafe zugeführt werden“, so Pink. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte bisher Schlimmeres verhindert werden: „Ich glaube, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können stolz auf diese Feuerwehr sein, ich jedenfalls bin es.“ Der Rathauschef unterstrich, dass die Stadt die Feuerwehr auch weiterhin unterstützen werde, 2018 soll zum Beispiel vermehrt in den Hochwasserschutz investiert werden. Auch Kreisbrandmeister Tobias Thurau und Stadtbrandmeister Olaf Glaeske bescheinigten der Ortswehr eine hohe Schlagkraft.

Was 2017 für die Ortswehr auf der Agenda stand, resümierte Ortsbrandmeister Kurt Jakobi. Neben einer wiederholt hohen Anzahl an „normalen“ Einsätzen wie Hilfeleistungs- und Brandeinsätzen galt es insgesamt vier unwetterbedingte Einsatzsituationen abzuarbeiten. Wolfenbüttel wurde nicht nur von Starkregen und Hochwasser, sondern auch von zwei Sturmtiefs heimgesucht, die der Ortswehr viele Einsätze bescherten.

Der Tag der offenen Tür und die Gründung der Kinderfeuerwehr wurden als Highlights des Jahres 2017 hervorgehoben. Der Mitgliederbestand konnte erneut deutlich gesteigert werden, was die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel noch weiter erhöht. Diese Steigerung ist unter anderem auf die erfolgreiche Arbeit des Fachbereichs Öffentlichkeitsarbeit zurückzuführen, der an sehr vielen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen teilnahm und den Tag der offenen Tür im September organisiert hatte.

Insgesamt ist die Ortswehrführung sehr stolz auf alles, was die Kameraden wieder geschafft haben und sieht die Ortsfeuerwehr für die Zukunft gut aufgestellt, um die anstehenden Herausforderungen meistern zu können. Einsätze und Brandsicherheitswachen Folgende Einsätze und Ereignisse wurden erwähnt:

  • Januar: Bereits am 6. Januar 2017 wurde die Ortsfeuerwehr gemeinsam mit der Feuerwehr Fümmelse zu mit einem Wohnhausbrand in Fümmelse alarmiert. Der Brand einer Dachgeschosswohnung konnte schnell gelöscht und das Wohnhaus gerettet werden. Glücklicherweise war kein Personenschaden zu beklagen. Hinzukamen im Januar folgende Einsätze: zwei Kellerbrände in Mehrfamilienhäusern am Doktorkamp sowie ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Kreisstraße 90 zwischen Wolfenbüttel und Adersheim.
  • April: Am 7. April 2017 musste ein Wohnungsbrand in der Kleinen Kirchstraße gelöscht werden. Durch den schnellen Einsatz und die Unterstützung der Feuerwehr Linden konnten das Wohnhaus und die beiden Nebenhäuser gehalten werden. Am 17. April galt es bei einem Großbrand, die gedämmte Fassade des Ärztehauses am Lessingplatz zu löschen und eine Ausbreitung auf die Praxen des Ärztehauses zu verhindern.
  • Mai: Der Mai brachte am 18. Mai Unwettereinsätze in Folge von Starkregen in Wolfenbüttel. Dabei mussten mit Hilfe der Wolfenbütteler Ortsteile 20 Einsatzstellen im Stadtgebiet abgearbeitet werden.
  • Juni: Wegen eines Kurzschlusses im Elektroverteilerkasten in der Fritz-Fischer-Straße und der durch die Anwohner eingeatmeten Atemgifte wurde MANV (Massenanfall von verletzten Personen) ausgelöst. Der Rettungsdienst aus Stadt und Landkreis Wolfenbüttel wurde durch Rettungsdiensteinheiten aus Braunschweig und der Stadt Salzgitter unterstützt.
  • Juli: Ende Juli wurde die Innenstadt durch Hochwasser heimgesucht. Aufgrund des sehr schnell ansteigenden Wasserpegels der Oker und dem Volllaufen des Rosenwalls wurde der Katastrophenfall ausgerufen, so dass neben den Feuerwehren der Stadt überörtliche Einheiten der Feuerwehr aus den Landkreisen Helmstedt, Gifhorn und der Stadt Salzgitter sowie Einheiten des THW zur Unterstützung angefordert werden konnten. Am zweiten Tag entspannte sich die Situation wieder, so dass mit dem Auspumpen der vollgelaufenen Keller begonnen werden konnte. Insgesamt waren die Feuerwehren der Stadt über 48 Stunden im Einsatz.
  • August: Am 23. August ereignete sich an der Kreuzung Neuer Weg/­Salzdahlumer Straße ein schwerer Verkehrsunfall mit Beteiligung eines auf einer Einsatzfahrt zum Krankenhaus befindlichen Rettungswagens. Dabei verstarb der Patient des Rettungswagens noch an der Unfallstelle. Zwei schwerverletzte Mitarbeiter des Rettungsdienstes mussten aus dem verunfallten Rettungswagen befreit werden.
  • September: Ein einfacher Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus am Glatzer Weg entwickelte sich für die Anwohner des Mehrfamilienhauses zu einer Falle. Durch den Kellerbrand und eine nicht geschlossene Kellertür wurde das Treppenhaus so stark verraucht, dass einige noch in ihren Wohnungen befindlichen Personen Rauchgase einatmeten. Die Feuerwehr sorgte für eine schnelle Entrauchung des Treppenhauses und rettete die Anwohner aus ihren teilweise verrauchten Wohnungen. Wegen der Anzahl der zu betreuenden Personen, unter denen sich auch Kinder und ein Baby befanden, wurde seitens des Rettungsdienstes ein „MANV 15“ (Massenanfall mit bis zu 15 verletzten Personen) ausgerufen.
  • Oktober: Anfang Oktober wurde die Feuerwehr wegen eines durchziehenden Sturmtiefs gefordert. Es galt, Bäume zu sichern und Verkehrswege wieder frei zu machen. Der Oktober verabschiedete sich mit einem weiteren Sturmtief, das am 29. Oktober durch die Stadt fegte. Allein an dem Sonntag rückte die Feuerwehr zu 28 sturmbedingten Einsätzen aus.


Neben all diesen erwähnenswerten Brand- und Hilfeleistungseinsätzen, mussten auch viele in Brand gesteckte Müll- und Papiercontainer sowie gelbe Säcke gelöscht werden. Im Jahr 2017 hat die Feuerwehr Wolfenbüttel 196 Brandeinsätze (2016: 167), 396 Hilfeleistungseinsätze (2016: 322) und 114 Brandsicherheitswachen (2016: 130) absolviert. Insgesamt wurden damit 706 Einsätze und Brandsicherheitswachen mit 10.359 Stunden durch die Kameraden der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel abgeleistet. Das macht im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Einsatz- und Brandsicherheitsdienste um 87 (14 Prozent) aus.

Ausbildung

Viel Zeit wurde in die Ausbildung der Kameraden investiert. So wurden in den drei Zügen und deren sechs Gruppen, der Fachgruppe Örtliche Einsatzleitung, der Katastrophen-­Bereitschaftsgruppe, bei Ausbildungsdiensten, Einsatzübungen und Lehrgängen auf Stadt-, Kreis- und Landesebene über 483 Dienste abgehalten mit einem Zeitaufwand von 11.502 Stunden.

Einsatz- und Dienststunden

Insgesamt wurden von den 177 Mitgliedern der Feuerwehr Wolfenbüttel im Jahr 2017 über 23.808 Einsatz- und Dienststunden absolviert. Dieses macht im Vergleich mit dem Jahr 2016 eine Zunahme der Einsatz- und Dienststunden um 2.580 Stunden aus, was einer erneuten Steigerung von zwölf Prozent entspricht.

Mitgliederstand

Der Mitgliederstand konnte im Vergleich zum Vorjahr wiederholt erhöht werden. Insbesondere im Bereich der Einsatzabteilung konnte die Anzahl der aktiven Kameraden von 128 Kameraden auf 142 Kameraden gesteigert werden.

Genau so erfreulich ist auch die Steigerung im Bereich der Jugendfeuerwehr, wo der Stand von zwölf auf 17 Jugendliche erhöht werden konnte. Insgesamt trafen sich die Mitglieder der Jugendwehr 61 mal zu praktischer und theoretischer Ausbildung, Wettbewerben, Leistungsfahrten und mehr. 2018 richtet die Jugendwehr die Karfreitagswanderung aus, möchte an der Ferienpassaktion der Stadtjugendpflege teilnehmen und die Jugendflamme in den Stufen 1 und 2 abnehmen.

Folgenden Mitgliederstand hatte die Feuerwehr Wolfenbüttel zum 31. Dezember 2017: Aktive Mitglieder 142 (2016: 128), Altersgruppe 18 (2016: 20); Jugendfeuerwehr 17 (2016: 13) und fördernde Mitglieder 36 (2016: 21). Am 17. September 2017 wurde die Kinderfeuerwehr feierlich im Rahmen des Tags der offenen Tür gegründet. Derzeit sind hier 18 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren dabei. Bisher wurden vom Betreuerteam um Kinderfeuerwehrwartin Jessica Dube-Lüdecke sieben Dienste mit sowohl praktischen als auch theoretischen Inhalten absolviert.

Beförderungen

  • Feuerwehrfrau/-mann: Stephan Meier, Tina Adam, Jessica Kutscher, Paschal Scholz.
  • Oberfeuerwehrfrau/-mann: Simon Taebel, Florian Berten, Normen Görlich, Pascal Denzin, Dennis Müller, Annika Prochnow.
  • Hauptfeuerwehrfrau/-mann: Marlon Neuhaus, Timo Knakowski, Christian Schmidtmann, Jonas Bartels, Nicole Hippel, Florian Paschke.
  • Erster Hauptfeuerwehrmann: Mark Steffens, Philipp Jama, Marco Lampe, Michael Hoppmann, Mark Wilkens.
  • Löschmeister: Daniel Jürgens (stellvertretender Gruppenführer 2-1), Mark Stephan (stellvertretender Gruppenführer 3-2).
  • Hauptlöschmeister: Tobias Hecht (Gruppenführer 2-2), Christian Lüdecke (Gruppenführer 1-2), Dirk Coym (Gruppenführer 3-1).
  • Brandmeister: Kurt Jakobi (Ortsbrandmeister).
  • Oberbrandmeister: Sebastian Skalski (Zugführer 1. Zug).

Ehrungen

Für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden geehrt: Tobias Stein, Corinna Frobart, Michael Hesse (25 Jahre), Hans-Jürgen Fuhrmann (40 Jahre). Aus der Altersgruppe: Hans Tomaschewski, Herbert Schlinker (50 Jahre) und Bernd Boller (60 Jahre).

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