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16.01.2018

„Dudel“ gibt dem Wochenmarkt die Würze

Seit 40 Jahren gibt es den Gifhorner Gewürzhandel „Dudel“. Auf dem Wolfenbütteler Wochenmarkt ist er nicht wegzudenken.

Wer schon einmal einen arabischen Basar besucht hat, der kennt die feinen Gerüche, die die Luft durchwirken, wenn man durch die engen, menschenüberfüllten Gässchen schlendert. Denn immer gibt es dort auch einen Händler, der die ganze Vielfalt des Geschmacks anbietet. Pülverchen, Gewürzmischungen in jeder Art und Farbe leuchten schon von weitem und machen Appetit. Gut, auf dem Wolfenbütteler Wochenmarkt gibt es keine offenen Schütten auf denen die Köstlichkeiten wie kleine Sandhäufchen auf die Kunden warten und auch ihren betörenden Duft entfalten können. Aber mit „Dudel“, dem Gewürzhandel aus dem benachbarten Gifhorn, der mittwochs und samstags mit seinem Wagen auf den Marktplatz der Lessingsstadt fährt, haben wir ein Angebot, dass sich mit den Verführungen in Agadir oder Nasiriyya durchaus messen kann. Gewürze sind die Essenz guten Essens. Und längst hat sich bei immer mehr Menschen herumgesprochen, dass überteuerte Fertigprodukte, die viel versprechen, kein wirklicher Genuss sind. Mit Geschmacksverstärkern und Hilfsstoffen kann man auch die schlechtesten Lebensmittel essbar machen. Häufig ist der Geschmack dann aber so intensiv, dass man die echten Aromen ganz allmählich vergisst und das Schmecken regelrecht „verlernt“.

Wie alles anfing...

Als Andreas Dudel, der Gründer des Gewürzhandels, vor nunmehr fast 40 Jahren mit einem alten Auto und einem Tapeziertisch auf den ersten Wochenmarkt fuhr, um seine in der heimischen Küche abgefüllten Gewürze feilzubieten, war das Bewusstsein für diese Ursprünglichkeit des Kochens fast schon abhandengekommen. Die technische Entwicklung, wachsender Wohlstand nach dem Krieg führten bis in der 70er Jahre hinein dazu, dass man auch lebensmitteltechnisch alles probierte, was ging – je künstlicher umso besser, schien das Motto zu sein. Bis heute gibt es noch mehr Möglichkeiten, aus Pulvern zu zaubern, was man sich wünscht. Gleichzeitig hat sich aber auch das Bewusstsein für Ernährung geändert. 1978 war ein Gewürzstand vielleicht noch ein bisschen exotisch. Inzwischen fangen selbst Supermärkte an, sich hochpreisige Nobelgewürze in die Regale zu stellen. Vor 40 Jahren gab es für regionale Firmen wie „Dudel“ nur die Möglichkeit, auf den Markt zu gehen. Heute ist bei dem Geschäft, das seit 2015 Jennifer und Thomas Dudel führen, noch das Internetgeschäft dazugekommen.

Qualität steht im Vordergrund

Was „Dudel“ von den großen, industriell produzierenden Anbietern unterscheidet: Der Betrieb, der zunächst in Hannover gegründet wurde und dann über Braunschweig nach Gifhorn kam, ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das aus der Region kommt und in erster Linie für die Region seine Produkte anbietet. In Gifhorn werden die Produkte sorgfältig von Hand geprüft und verpackt. Ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Zusätze wie Gluten sind sie ursprünglich und machen das, was ein Gewürz soll: Ein Gericht veredeln, ohne ihm den Charakter zu nehmen. Viel Wissen ist mit den Fertigprodukten trotz allgegenwärtiger Kochshows in den Küchen verloren gegangen. Die freundlichen Mitarbeiter auf dem Wolfenbütteler Marktstand können Wissenslücken aber schließen. Wozu nehme ich Majoran? Was unterschiedet die Pfeffersorten? Und welches Gewürz passt am besten wozu? Auf all diese Fragen gibt es kompetente Antworten.

Alles, was gut duftet und schmeckt…

Egal, ob Einzelgewürze oder Gewürzmischungen. Qualität ist für „Dudel“ das einzige Kriterium, um ins Angebot zu kommen. Daneben gibt es noch leckere Tees in jeder Form, Bonbons, Lakritze und Trockenobstspezialitäten sowie ätherische Öle. Kurz: Alles, was gut duftet oder schmeckt, gelangt auch auf den Wolfenbütteler Wochenmarkt. Und so kommt es, dass allwöchentlich Gewürze aus aller Welt – ob aus Indien, Madagaskar, China oder Amerika ihren Weg auf den Marktplatz in die Lessingstadt finden. „Dudel“ macht es möglich. Und wenn die Köstlichkeiten auch nicht so offen präsentiert werden wie auf einem arabischen Basar. Wer möchte, kann auch hier beim Marktbummel schon einmal schnuppern, bevor er die passenden Begleiter zu all den schönen Dingen erwerben kann, die die Marktnachbarn auf dem Stadtmarkt anbieten…

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