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16.02.2018

Neues Angebot der Stadt: Die echt-lessig-Karte

Im städtischen Ausschuss für Kultur, Tourismus und Städtepartnerschaften ist sie seit vielen Jahren ein ständiger Gast – die Idee einer Museumsverbundkarte für die Lessingstadt. Bald wird es sie auch real geben.

Im Rahmen der Tourismuskonzeption 2021 will die Tourismusabteilung zu Ostern eine entsprechende Karte auflegen und erhofft sich von einer zweistufigen Konzeption eine gute Nachfrage auf der Gästeseite.

„In der Vergangenheit sind die Überlegungen häufig an der Stelle ins Stocken geraten, wo die verschiedenen Eintrittspreise zusammengerechnet wurden und am Ende ein eher unattraktiver Gesamtpreis für den Gast entstanden ist. Wir haben uns deshalb gefragt, ob die Gedanken nicht zu holistisch waren und einfach noch mal neu gedacht“, blickt Bürgermeister Thomas Pink auf die Entstehungsgeschichte zurück. Das künftige Konzept, dass zu Ostern in eine erste, sechsmonatige Erprobungsphase gehen soll, basiert auf der Tatsache, dass die Touristen die Lessingstadt im Schnitt drei Tage besuchen. Das bedeutet, dass die Karte lediglich 72 Stunden gültig sein wird. Daraus resultierend sind vor allem die Angebote eingeschlossen, die die Touristen zum einen am häufigsten besuchen und die zum anderen auch innerhalb der Frist besuchbar sind, sprich geöffnet haben.

Was gehört nun also zum festen Angebot der Karte?

Natürlich der Besuch im Schloss Museum, ebenso die Bibliothek und das Lessinghaus. Auch eine Stadtführung darf nicht fehlen. Besonders gut gefällt dabei auch das Bekenntnis zur gesunden Mobilität in Form eines halben Tags „e-Bike fahren“. Zur Erinnerung gibt es abschließend noch eine reich bebilderte Stadtrundgangbroschüre und ein Geschenk der Tourist-Information. Insgesamt machen diese Leistungen einen Wert von mehr als 27,50 Euro aus, verkauft werden soll die Karte jedoch nur für 13,50 Euro.

Wer kann noch alles mitmachen?

„Wir danken den beteiligten Partnern dafür, dass wir einen attraktiven Preis anbieten können. Da nicht jeder Gast alle Angebote stets in Anspruch nehmen wird ist es wichtig, dass sich die Karte schnell amortisiert. Das wollen wir neben den eingeschlossenen Leistungen auch dadurch erreichen, dass sich eine Vielzahl weiterer Einrichtungen ganz unkompliziert mit Angeboten anschließen kann“, berichtet der Tourismus-Abteilungsleiter Björn Reckewell. Aber wie genau soll das gehen? „Wir planen zur Erklärung der Karte und ihrer Leistungen alle drei Monate eine saisonale Broschüre aufzulegen. Darin können weitere Museen, Gastronomiebetriebe, Einzelhändler, Anbieter von Freizeitaktivitäten und viele mehr kostenfrei beispielsweise mit Vorzugspreisen, Rabatten oder Draufgaben (zum Beispiel zur Torte kostenlos ein Kaffee dazu) auf sich aufmerksam machen“. Auch diese Angebote sollen dann an die 72-stündige Nutzungszeit der Karte gekoppelt sein und dadurch die Gäste anregen, gezielt die genannten Betriebe aufzusuchen. Sollte das mal bei dem einen oder anderen Punkt nicht gehen, weil es zum Beispiel ein ehrenamtlich geführtes Museum ist, wird der Gast jedoch nicht verärgert sein, hat er doch dafür vorher auch nichts bezahlt. So können sich die Touristen über eine große Zahl an Zusatzangeboten freuen und die Betriebe und Einrichtungen der Lessingstadt hoffentlich eine Menge neuer Kunden begrüßen.

Was müssen interessierte Museen und Betriebe tun, um mitmachen zu können?

Die Tourismusabteilung hat auf der Seite www.lessingstadt-wolfenbuettel.de ein Partnerformular freigeschaltet, mit dem die Betriebe und Einrichtungen ganz einfach ihre Angebote für die nächsten zwei saisonalen Broschüren (Frühling: 1. April bis 30. Juni 2018, Sommer: 1. Juli bis 30. September 2018) melden können. Redaktionsschluss ist immer vier Wochen vor dem Erscheinungstermin, für die erste Broschüre ist dieser aber bis zum 9. März 2018 verlängert.

Einen Namen hat die Karte auch schon erhalten, sie soll „echt lessig-Karte“ heißen, in Anspielung auf den freizeit-touristischen Blog www.echtlessig.de, den die Lessingstadt seit März 2016 erfolgreich betreibt. Außerdem will man sich damit von der „Wolfenbüttel-Card“ abheben, die als Projekt im Rahmen der sozialen Teilhabe in Stadt und Landkreis angeboten wird.

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