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27.03.2018

Wissen zur Eisrettung wurde aufgefrischt

Temperaturen im Minusbereich – die Gewässer frieren zu: In der kalten Jahreszeit müssen Feuerwehren vermehrt mit Eisrettungseinsätzen rechnen. Daher muss das Wissen zum Thema Eisrettung regelmäßig aufgefrischt werden – wie zuletzt im Rahmen eines Gruppendienstes in Theorie und Praxis bei der Freiwilligen Feuerwehr Leinde.

Ein entscheidender Faktor bei der Eisrettung ist die Zeit: Das eiskalte Wasser direkt unter der Eisdecke (meist ein bis zwei Grad Celsius) entzieht dem Körper rasant die Wärme – 27-mal schneller als an der Luft. Binnen 15 Minuten kann ein Mensch – je nach Umständen – an den Folgen einer Unterkühlung sterben. Das Einbrechen und in der Folge das Abtreiben unter einer Eisdecke sind somit auch lebensbedrohende Gefahren für die Rettungskräfte. Trotz aller gebotener Eile ist deshalb die Eigensicherung unerlässlich.

Beim Vorgehen zu einer eingebrochenen Person muss der Helfer neben der eigenen Leinensicherung eine zweite Leine mitführen, um den Verunglückten sichern zu können. Sofern kein Eisrettungsgerät vorhanden ist, gilt der Einsatz von zwei Steckleiterteilen allgemein als sinnvoll. Während sich der Helfer mit der einen langsam voran bewegt, kann jeweils die zweite seitlich nach vorne geschoben werden. Dem Verunglückten dürfen nur die Leiter, Leine oder zur Not ein stabiler Ast oder Ähnliches gereicht werden – aber nicht direkt die Hand. Das Risiko an der Einbruchstelle selbst einzubrechen oder ins Wasser gezogen zu werden ist groß. Allerdings muss der Helfer hier spontan entscheiden – ins Eis eingebrochene Personen sind durch die Kälte rasch entkräftet.

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