Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

nach oben nach oben
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
24.10.2018

„Weil du wichtig bist“ – Welthospiztag 2018 im Klinikum

Anlässlich des Welthospiztages luden jüngst die Palliativeinheit des Städtischen Klinikums und der Hospizverein Wolfenbüttel zum ersten Mal gemeinsam zu einer Infoveranstaltung im Foyer des Klinikums ein. Interessierte konnten sich hier in der Zeit von 11 bis 17 Uhr über das Thema Palliativmedizin und die Hospizidee informieren.

Seit nunmehr fünf Jahren betreut die Palliativeinheit Patienten im Klinikum. Das Team unter der Leitung von Dr. Mechthild Altenhoff besteht aus zwei Palliativmedizinern, einer Psychoonkologin, vier Palliativpflegekräfte, sowie Mitarbeitern aus der Physiotherapie, dem Sozialldienst und der Krankenhausseelsorge. „Ziel der Behandlung ist es, die Krankheitssymptome zu lindern und die Situation zu verbessern“, so Altenhoff. Palliativpatienten sind Menschen mit fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen, für die auch nach umfassender Therapie keine Chance auf Heilung mehr besteht.

Momentan stehen im Klinikum, neben der Betreuung auf den Stationen, drei spezielle Palliativzimmer zur Verfügung. Im Zuge der Umbaumaßnahmen des Klinikums Wolfenbüttel soll die Anzahl der Palliativzimmer erhöht werden. In diesen speziell eingerichteten, wohnlichen Zimmern besteht die Möglichkeit, fernab vom laufenden Krankhausbetrieb speziell auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen. So ist es zum Beispiel möglich, dass bei Bedarf auch Angehörige in diesen Zimmern kostenfrei übernachten können. Die speziell ausgebildeten Pflegekräfte bieten Aromatherapie, Akupressur, Ernährungsberatung, Massagen, Physiotherapie und Angehörigenbegleitung, um die Lebenssituation der Patienten zu verbessern. Vor allem aber steht den Pflegekräften mehr Zeit für die Pflege zur Verfügung, in der es auch Raum für Gespräche gibt.

Auf Wunsch wird die Arbeit des Klinikums auch durch Mitarbeit des Hospizvereins unterstützt. Der Kontakt wird bereits während des Aufenthalts im Klinikum hergestellt. Besuche werden dann zu Hause, im Pflegeheim oder im Hospiz fortgesetzt.

Wenn Patienten das Klinikum verlassen, steht die Palliativeinheit beratend zur Seite. Für einige Patienten besteht die Möglichkeit durch spezialisierte Pflegedienste zu Hause gepflegt zu werden, andere leben danach im Pflegeheim. Etwa die Hälfte der Patienten geht anschließend in ein Hospiz. Egal für welchen Weg sich die Palliativpatienten entscheiden, es besteht die Möglichkeit sich vom Hospizverein unterstützen zu lassen. Die Hospizbegleitung erstreckt sich von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren. Denn „für uns ist Hospiz kein Haus, sondern eine Einstellung“, so Dagmar Ammon, Vorstand des Hospizvereins Wolfenbüttel.

Kontakt