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30.11.2018

Wolfenbüttels Stadtbrandmeister jetzt modern unterwegs

Da steht er nun – rot, 150 PS, umfangreiche Sicherheitsausstattung und hört auf den Funkrufnahmen „Florian Wolfenbüttel 21-01-99“. Die Rede ist von einem neuen Einsatzfahrzeug für den Stadtbrandmeister, im Fachjargon wird das Auto „Kommandowagen“ genannt.

Damit rückt der Stadtfeuerwehr-Chef zu Einsätzen aus oder fährt zu den zahlreichen Terminen bei den Wehren. Im Rahmen der Stadtkommando-Sitzung in Ahlum übergab Bürgeramtsleiter Jörn Illemann symbolisch den Schlüssel an Stadtbrandmeister Olaf Glaeske und seinem Stellvertreter Marco Dickhut: „Ich wünsche allzeit gute Fahrt und das Ihr immer gesund aus den Einsätzen zurückkehrt. Ich hoffe, dass der neue Kommandowagen seinen Teil dazu beitragen kann“.

Mit ihrem neuen Gefährt zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden. „Den Zuschlag bei der Ausschreibung hat Volkswagen erhalten“ berichtet Marco Dickhut. Mit dem Modell „Tiguan“ hält die Moderne Einzug, war das bisherige Fortbewegungsmittel für das Feuerwehr-Oberhaupt doch sehr robust und nicht unbedingt optimal für den Zweck. „Das Vorgängerfahrzeug war ein Ford Fusion“ informiert Olaf Glaeske, „das Innenraumgeräusch und das Martinshorn übertönte jedes Funkgespräch, auch der Platz in diesem Wagen reichte kaum mehr aus, um die nötige Ausrüstung unterzubringen, denn die Anforderungen haben sich in den letzten Jahren massiv geändert“.

Das Ausstattungspaket des neuen roten Flitzers ist dem Zweck mehr als angepasst: Der Tiguan Comfortline 2.0 TDI ist in Feuerrot lackiert und verfügt über einen Allradantrieb, damit jede Einsatzstelle zu jeden Zeitpunkt problemlos erreichbar ist. Sondersignalanlage, Front- und Heckblitzer sowie die umlaufende reflektierende Beklebung sorgen dafür, dass der Kommandowagen bei Alarmfahrten jederzeit von allen anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Über die verbaute digitale Funkanlage ist der Kontakt mit der Einsatzleitstelle ständig gegeben. "Der Kofferraum des Fahrzeuges ist für den Einsatzzweck passgenau und in enger Absprache mit uns ausgebaut und mit der für den Einsatzleiter erforderlichen Ausrüstung bestückt", erläutert Olaf Glaeske und ergänzt: "Wir freuen uns sehr, dass dieser neue Kommandowagen alle Anforderungen erfüllt und damit für eine ständige Einsatzbereitschaft sorgt."

Bereits vor rund zwei Wochen holten Glaeske und Dickhut den Volkswagen bei der Firma Matuczak Feuerschutz in Preetz (Schleswig-Holstein) ab, die aus einem herkömmlichen Personenwagen ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr kreierte.

Die Öffentliche Versicherung Braunschweig unterstützte die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs mit 1.100 Euro. „Als regionales Versicherungsunternehmen legen wir sehr viel Wert auf die Sicherheit der Menschen. Nur eine modern und gut ausgestattete Feuerwehr kann schnelles Eingreifen bei einem Brand und natürlich vorbeugenden Feuerschutz gewährleisten“ bekräftigte Peter Lubnow von der Öffentlichen. Engagement auf diesem Gebiet sei schon seit langem Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Die Indienststellung des Einsatzfahrzeugs ist Grund genug, die Geschichte der „Kommandowagen“ Revue passieren zu lassen. Seit langer Zeit ist die Freiwillige Feuerwehr in der Stadt Wolfenbüttel so aufgestellt, dass neben dem Brandmeister vom Dienst (BvD) auch dem Stadtbrandmeister ein Kommandowagen zur Verfügung gestellt wird. Es dient dem Schutz der Bevölkerung, damit auch die Funktionsträger im Bedarfsfall möglichst schnell die Einsatzstelle erreichen können. Mit dem Volkswagen-Modell reiht sich nach vielen Jahren wieder ein Fahrzeug aus Wolfsburg in die Reihe der Stadtbrandmeister-Autos ein. „Anfang der 80er Jahre wurde der Ur-Passat Variant in Dienst gestellt, der Nachfolge-Passat kam um 1989 zur Feuerwehr. Dieses Modell fuhr dann zuverlässig bis etwa 1998, ehe es erneut durch einen Kombi aus Wolfsburg ersetzt wurde“ erinnert sich Glaeske. Das Nachfolgemodell wurde dann im Jahre 2008 der Ford Fusion, der jetzt eine neue Verwendung finden wird, nutzen ihn die hauptamtlichen Gerätewarte zukünftig doch für ihre dienstlichen Belange. „Auch als Reserve-Kommandowagen wird das Vorgängerfahrzeug noch im Einsatz sein“ so Dickhut. Abschließende Worte fand Jörn Illemann: „Ein Dank an die Arbeitgeber, dass sie den Feuerwehrkräften im Einsatzfall das Verlassen der Arbeitsstelle gestatten und auch Funktionsträgern das Abstellen von Feuerwehrfahrzeugen in der Nähe der Arbeitsstelle ermöglichen.“

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