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01.12.2018

Das Weihnachtsfest der Urgroßeltern

Das Bürger Museum Wolfenbüttel wirft in einer kleinen Ausstellung einen Blick auf Weihnachten um 1900.

Eine Kaiserliche Reichspost im Kleinformat, ein feiner Modebazar mit weißer Einrichtung, filigran in Handarbeit gefertigte Puppenhäuser, Küchen und Schaukelpferde rangierten vor über 100 Jahren auf der Wunschliste der Kinder weit oben. Diese Weihnachtsgeschenke und mehr sind ab sofort im Eingangsbereich des Museums ausgestellt. Den Mittelpunkt bildet ein Weihnachtsbaum, der mit originalem Christbaumschmuck aus der Zeit der Jahrhundertwende dekoriert ist.

„Im 19. Jahrhundert trat der Tannenbaum in Deutschland seinen Siegeszug als lichtergeschmückter Weihnachtsbaum an. Er wird zum Symbol für das Weihnachtsfest im Kreise der bürgerlichen Familie. Neben den Kerzen zierten bald ausgefallene Bastelarbeiten und kleine Geschenke für die Kinder die grünen Zweige“, berichtet Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel.

Immer größer sei die Nachfrage nach Weihnachtsschmuck geworden und deshalb habe sich ein ganz neuer Wirtschaftszweig, der industriell oder in Heimarbeit Weihnachtsschmuck fertigte, entwickelt, so Dr. Sandra Donner. Der ausgestellte Weihnachtsbaumschmuck ist eine Leihgabe für das Museum von der Wolfenbüttelerin Gudrun Wirth. „In unseren Museumsbeständen befinden sich viele Exponate, die das Weihnachtsfest unserer Urgroßeltern widerspiegeln“, sagt Dr. Donner.

Der Deutsch-Französische Krieg brachte die Verbreitung des Weihnachtsbaumes als Festsymbol. Denn auf Wunsch der adligen Militärs wurden Lazarette, Kasernen und sogar Unterstände mit Weihnachtsbäumen geschmückt. Die heimkehrenden Soldaten brachten die Tradition schließlich in jede Wohnstube und die neuen Eisenbahnverbindungen in den Harz und nach Thüringen erleichterten den Transport von Tannenbäumen in die Städte.

Zu sehen ist die Weihnachtsausstellung bis zum 10. Januar 2019.

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