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17.01.2019

„Angriffe auf Rettungskräfte: Das dulde ich nicht“

„Ich bin stinksauer“, macht Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink aus seinem Herzen keine Mördergrube. War der Brand eines Fachwerkhauses in der Wolfenbütteler Innenstadt am Mittwoch, 16.Januar 2019, nicht schon alleine schlimm genug, machen ihn Ereignisse um den Brandeinsatz der Feuerwehr wütend – und nicht nur ihn.

Eine Feuerwehrfrau und ein Feuerwehrmann wurden im Rahmen ihrer Einsatztätigkeit von zwei Autofahrern attackiert, da ihnen die Einfahrt in den für die Lösch- und Rettungsarbeiten abgesperrten Bereich verwehrt wurde. Verbal und auch körperlich. Der eine Fahrzeuglenker fuhr dem freiwilligen Helfer zum Beispiel mit seinem Auto über den Fuß, der andere Fahrer – übrigens ein Jurist aus Wolfenbüttel – drückte den Arm der Feuerwehrfrau samt Haltekelle zur Seite und nötigte sie somit, ihm ihr Namensschild zu zeigen, damit er sie anzeigen könne.

„Selbst wenn wir mittlerweile fast täglich bundesweit von Angriffen auf Rettungskräfte hören, werde ich es nicht zulassen, dass dies in Wolfenbüttel zur Normalität wird. Angriffe auf Rettungskräfte: Das dulde ich nicht“, betont der Rathauschef. Die zunehmende Respektlosigkeit und Tendenz, persönliche Interessen vor das Allgemeinwohl zu stellen, treibt ihm die Sorgenfalten auf die Stirn. „Das zeigt, wie sich unsere Gesellschaft verändert – und leider nicht zum Guten“.

Auch Stadtbrandmeister Olaf Glaeske kann nur mit dem Kopf schütteln. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie jemand sein Interesse als dringender einschätzt, als das Retten von Menschenleben“, sagt er.

Pink kündigt an, dass gegen die entsprechenden Fahrzeugführer Strafanzeige erstattet wird. Auch wird die Stadt einen Vermerk an den Landkreis schicken und anregen, die charakterliche Eignung der Kraftfahrer zum Führen eines Fahrzeuges überprüfen zu lassen. „In meinen Augen ist dies nicht der Fall“, so der Bürgermeister.

Zum Glück seien Vorfälle dieser Art in Wolfenbüttel nicht die Regel und Pink dankt ausdrücklich den vernünftigen Fahrzeuglenkern für ihr Verständnis. Und natürlich dankt er den Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei für die geleistete Arbeit, die Schlimmeres verhindert hat.

Der Bürgermeister und der Stadtbrandmeister im Interview

© Feuerwehr Wolfenbüttel

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