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05.02.2019

Misslungenes Bad im eisigen Wasser - Feuerwehr rettete

Es herrschen winterliche Temperaturen, die Teiche und Seen sind gefroren. Die Behörden warnten immer wieder vor dem Betreten der vermeintlich dicken Eisschichten. In Wolfenbüttel kam es dennoch zu einem Unglück. Dramatische Szenen spielten sich am Stadtgraben ab. Hilferufe schallten durch die Dunkelheit, zwei Menschen kämpften im eisigen Wasser gegen das Untergehen.

Aus einem nahegelegenen Hotel beobachteten glücklicherweise Gäste die Ereignisse und informierten die Feuerwehr. Wenige Minuten später sind die Helfer auf dem Weg zur Langen Straße. Als Brandmeister vom Dienst, Michael Pförtner, kurz nach dem Alarm am Stadtgraben eintraf, wurde er schon erwartet. Eine Spaziergängerin stürmte auf ihn zu, berichtete von dem Geschehenen. Ein Mann sei auf das Eis gegangen, dort eingebrochen. Ihr Mann habe ihn retten wollen, sei hinterher gegangen. Doch plötzlich habe es gekracht, auch er sei eingebrochen. Nun waren zwei Menschen dort gefangen, steckten zwischen Eisschollen und dem eisigen Wasser fest, schrien in Todesangst.

Pförtner ließ weitere Feuerwehrleute nachalarmieren. Das erste Einsatzfahrzeug traf kurze Zeit später an der Langen Straße ein – Feuerwehrmann Dennis Nowicki zog in Windeseile einen sogenannten „Helly Hansen“, einen Rettungsanzug an, der ihn vor Nässe und Kälte schützen sollte. Mit Hilfe des Anzugs können die Retter in das Wasser, sind so in der Lage, Menschen schnell zu helfen. Nowicki stieg in das Wasser, um die Menschen zu retten. Dabei wurde er mit einem Seil vom Ufer aus gesichert. Zu groß war die Gefahr durch das eisige Wasser - auch für ihn.

Zeitgleich bereiteten zahlreiche Feuerwehrfrauen- und Männer an Land einiges an Geräten vor, um Nowicki bei seiner Rettungsaktion im Wasser zu unterstützen. Mit dem Korb der Drehleiter manövrieren sich die Feuerwehrleute zu einem der beiden Männer und retten ihn. Wenige Minuten nach Beginn seiner Rettung hatte auch der zweite Mann bereits wieder festen Boden unter den Füssen. Nowicki hatte ihn - durch das eisige Wasser - sicher an Land gebracht. Hier wäre jetzt der Rettungsdienst zum Einsatz gekommen, waren die Opfer doch stark unterkühlt.

Doch an dieser Stelle endete die Rettungsaktion – glücklicherweise alles nur eine Übung, ausgearbeitet durch die Zugführer Tobias Hecht und Sebastian Skalski. Die vermeintlichen Opfer waren Wasser-Profis und die Spaziergängerin war eine Feuerwehrfrau. Zu ihrer eigenen Sicherheit trugen die Darsteller spezielle Anzüge. „Ohne einen Schutzanzug hätten die Geretteten im Ernstfall mindestens Unterkühlungen erlitten“, berichtet Hecht. Die eisigen Temperaturen des Stadtgrabens hätten genug Gefahr geboten, auch ein Ertrinken sei möglich gewesen, so der Zugführer weiter. Deshalb habe die Übungsleitung auch die Opfer mit Leinen gesichert.

Für die Mitglieder der diensthabenden Bereitschaftsgruppen 1/1 und 2/1 war der erste Alarm mit dem Stichwort „PW – Person im Gewässer“ wie ein Ernstfall – die Anzahl der von der Übung wissenden Feuerwehrleute wurde auf ein Minimum beschränkt. Auch die Mitglieder der nachalarmierten Gruppen 1/2 und 2/2 gingen von einem tatsächlichen Notfall aus. „Uns war es wichtig, die Übung so realitätsnah wie möglich ablaufen zu lassen. Leider kann es im Moment täglich zu einer derartigen Situation kommen. Und da müssen alle Handgriffe sitzen“, informiert Hecht. „Die Rettung lief gut ab. Nach der Übung besprachen wir den Ablauf und auch mögliche Verbesserungen. Danke an die Darsteller und die Feuerwehrleute für ihren tatkräftigen Einsatz“, lautet die Bilanz der Übungsleitung.

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