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16.02.2019

E-Mobilität - Ladeinfrastruktur und Zulassungszahlen

Vorfahrt für den Klimaschutz: Die Stadtwerke Wolfenbüttel haben vergangenes Jahr mit zehn Ladesäulen im Stadtgebiet ein Zeichen für die Verkehrswende in der Region gesetzt. Parallel dazu testet der Energieversorger aktuelle Modelle mit elektrischem Antrieb auf ihre Alltagstauglichkeit und Fortschritte.

Carsten Bock, Geschäftskundenberater bei den Stadtwerken Wolfenbüttel, hat jetzt einen Elektro-SUV eines koreanischen Herstellers einer Winter-Härteprüfung unterzogen. Sein Ergebnis kommt pünktlich zum Tag der Batterie am 18. Februar, dem 274. Geburtstag des Erfinders der Voltaschen Säule Alessandro Volta. „Elektrisch fahren macht einfach Spaß“, fasst Carsten Bock die einwöchige Probezeit mit dem Fahrzeug zusammen. „Man spürt beim Elektroauto von Anfang an die direkte Kraftübertragung. Die Fahrzeuge sind wirklich spritzig und stehen im Fahrverhalten den Verbrennern in nichts nach “, führt Carsten Bock weiter aus.

Kritiker von Elektroautos führen oft das Argument der geringen Reichweite oder die nachlassende Kapazität der Batterie gerade in den Wintermonaten auf. Er weiß, dass viele auch noch Vorbehalte gegen E-Autos haben aus Sorge, Stromfresser wie Heizung, Navigationssystem und Radio würden mehr an der Reichweite knabbern als angegeben. Doch das lässt Carsten Bock nicht mehr gelten: „Die neuen Modelle verfügen über Reichweiten, mit denen bequem Strecken von 400 Kilometern und mehr zurückgelegt werden können. Zudem gibt es in Deutschland mittlerweile 13.000 Ladesäulen, viele davon Schnelllader.“

Die Reichweiten werden seiner Meinung nach sowieso überbewertet, da über 90 Prozent der zurückgelegten Strecken in Deutschland deutlich unter 100 Kilometer liegen würden. „Die neuen Modelle sind auch viel schneller wieder aufgeladen als ältere“, fügt er hinzu. Der Vertrieb der Stadtwerke nimmt im täglichen Geschäft ein zunehmendes Interesse seiner Kunden an einem Umstieg auf die E-Mobilität wahr. Besonders Geschäftskunden beschäftigen sich intensiv mit der Umgestaltung ihres Fuhrparks. Parallel zu den Planungen für eine passende Ladeinfrastruktur wird auch das Interesse an regenerativen Stromerzeugungsanlagen größer, damit möglichst viel CO2-freier Strom direkt in den Batterien landet. Auch die ersten Privatkunden interessieren sich für Elektrolademöglichkeiten am Wohnort.

E-Autos im Aufwind – Modell bedarfsgerecht auswählen

Die Kurve der Zulassungszahlen elektrisch betriebener Fahrzeuge kennt in den letzten Jahren nur eine Richtung: nach oben. Im Jahr 2017 hat das Kraftfahrt-Bundesamt 25.000 Neuzulassungen bei Elektroautos gezählt. 2018 waren es 36.000 und im Januar dieses Jahres bereits weitere 4.700 neu zugelassene E-Autos. Weltweit stieg die Zahl der Elektroautos von 3,4 auf 5,6 Millionen Fahrzeuge, dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Trotz der Begeisterung über die große Reichweite des von Carsten Bock getesteten E-Autos gehen die Stadtwerke bedarfsorientiert an das Thema heran: „Wir brauchen keinen so großen und teuren Akku. Die Strecken, die wir fahren, sind eher kurz – wie die der meisten Deutschen liegen sie bei durchschnittlich 40 Kilometer pro Tag. Das packen auch kleinere Modelle. Eine bedarfsgerechte Auswahl vermeidet unnötig große Batterien.“

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