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27.05.2019

Leistungswettbewerbe der städtischen Feuerwehren: Linden siegt vor Wendessen

Vor einer Woche war Linden ebenfalls Schauplatz einer großen Feuerwehrveranstaltung – die Jugendfeuerwehren führten am Schulzentrum ihre Stadtwettbewerbe durch. Am Samstag, 25. Mai 2019 stand wieder ganz im Zeichen der Feuerwehr, kamen doch die aktiven Mitglieder der Ortsfeuerwehren zum Zuge, um ihre Leistungsbettbewerbe auf dem städtischen Betriebshof in Linden durchzuführen.

Auch der Stadtsieger des vergangenen Jahres, die Ortsfeuerwehr Wendessen, trat an, um ihren Titel zu verteidigen. Vor vielen Besuchern zeigten die Frauen und Männer aus zehn Ortsfeuerwehren, was sie zuvor wochenlang übten. Der Gruppe Linden qualifizierte sich für den ersten Platz und darf sich fortan als „Stadtmeister“ bezeichnen. Der Sieger des Vorjahres, die Ortsfeuerwehr Wendessen, belegte den Platz zwei und die Wehr aus Adersheim liegt an dritter Stelle der Wertung. Platz vier hat die Ortsfeuerwehr Ahlum inne, an fünfter und sechster Stelle liegen zwei Gruppen der Ortsfeuerwehr Halchter, Platz sieben belegte die Wehr aus Wolfenbüttel, die achte Stelle der Wertung erreichte die Feuerwehr aus Salzdahlum, neunter Platz eine weitere Gruppe der Ortsfeuerwehr aus Halchter, die Wehr aus Leinde steht an zehnter Stelle, Platz elf ging an die Fümmelser Ortsfeuerwehr und die Feuerwehr aus Groß Stöckheim liegt am zwölften Platz.

Stadtbrandmeister Olaf Glaeske zog eine erste Bilanz: „Wir haben heute bewiesen, dass wir leistungsfähige Feuerwehren in der Stadt Wolfenbüttel haben. Ortsfeuerwehren, die sich vorbereitet haben, die motiviert waren, richtig mit Eifer dabei gewesen sind. Herzlichen Glückwunsch an die siegende Ortswehr Linden, die Ortsfeuerwehren Wendessen auf Platz zwei und Adersheim auf dem dritten Platz. Wir haben da ganz hervorragende Übungen bei denen, wie auch bei allen anderen, gesehen. Es war eine Veranstaltung, die von vorne bis hinten gelungen war und ich denke auch den meisten sehr viel Spaß gemacht hat.“

Die Inhalte der Wettbewerbe hatten sich verändert, so sahen sich die Ortsfeuerwehren mit einer völlig neuen Übung konfrontiert. Neben einem Löscheinsatz galt es noch, Saugschläuche zu kuppeln und eine Fahrübung durchzuführen. Hier kam es auch auf das Geschick des Einweisers an, der er signalisierte dem fahrenden Feuerwehrmitglied, wie er manövrieren muss. All dies unter den wachsamen Augen der Wertungsrichter.

Schläuche gerollt werden musste trotz aller Veränderungen dennoch – der Angriffstrupp hatte jedoch kein Ziel mehr mit dem Strahlrohr zu treffen, sondern einen Behälter mit Wasser zu füllen. Nach rund 100 Litern wurde dann ein platzender Schlauch simuliert, der Maschinist stoppte die Pumpe und es galt nun, den vermeintlich defekten B-Schlauch auszuwechseln. Das Wasser lief dann kurze Zeit später wieder in den Behälter. Die zusammenzukuppelnden Saugschläuche haben sich auch nicht verändert, auch die grundsätzliche Arbeit nicht. Neu war jedoch, dass ein Knopf durch den Gruppenführer gedrückt werden musste, um das Stoppen der Zeit zu beginnen. Insbesondere bei diesem Wettbewerbs-Teil war die Schnelligkeit gefragt, wer länger als 45 Sekunden für das Zusammenkuppeln und das Anbringen von speziellen Knoten benötigte, bekam Strafpunkte. Im letzten Teil der diesjährigen Veranstaltung wurde es wackelig für die Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge – im Feuerwehr-Jargon als „Maschinist“ bezeichnet. So mussten die bis zu zwölf Tonnen schweren Einsatzfahrzeuge über auf den Boden liegende Hindernisse gefahren werden, anschließend war das zentimetergenaue Durchfahren eines Parcours gefragt. Vorwärts hinein, rückwärts hinaus – das einweisende Feuerwehrmitglied war neben den Spiegeln am Einsatzfahrzeug die einzige Hilfe für den Maschinisten. Zum Schluss galt es, mit dem Heck möglichst nahe an eine Absperrung zu fahren, ohne diese zu berühren. Wer all diese Übungen mit Bravour bestand, hatte die Chance auf eine hohe Punktzahl. „Die Leistungsvergleiche 2019 in Wolfenbüttel sind vorbei und ich muss sagen, dass wir ein irrsinnig hohes Niveau heute gezeigt haben“, berichtet der Stadtbrandmeister, „Der Abstand zwischen Platz eins und zwölf liegt nur in der Gesamtzielerreichung bei ganz wenigen Prozent.“


Kleiner Wehmutstropfen an dem Ganzen sei, so Glaeske, dass zwei Fahrzeuge bei den Fahrübungen am Hindernis-Parcours leichten Schaden erlitten hätten: „Da werden wir aber auf Kreisebene daran arbeiten und darüber sprechen, dass wir die Wettkämpfe zukünftig ein wenig verändern. Unsere Ausrüstung soll kein Schaden nehmen“, lautet das Resümee des Feuerwehr-Oberhaupts.

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