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27.06.2019

Gegen die Strömung – Orts­feuer­wehren übten an der Oker

Ölige Schlieren auf der Oker – irgendwo bei Wolfenbüttel. Feuerwehren legen Ölsperren aus. Noch bevor das Öl weiter in Richtung Braunschweig treibt, stehen die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Groß Stöckheim parat. An der „Schäferbrücke“, unweit des Sportplatzes, müssen sie mit Hilfe einer Ölsperre schlimmeres verhindern.

Das durchaus realistische Szenario, dass die Ortswehren aus Fümmelse und Groß Stöckheim gemeinsam übten, könnte durchaus stattfinden. Irgendwo lief eine ölige Flüssigkeit in einen Gulli, der wiederum in die Oker mündete. Der schillernde Öl-Film trieb nun auf dem Wasser. „Es gibt einige Spezialausrüstung, die von den Feuerwehren entlang der Oker vorgehalten wird“, beschreibt Marco Fricke, stellvertretender Ortsbrandmeister aus Groß Stöckheim, „mit Hilfe der mobilen Ölsperren können wir schnell handeln“. Derartige Sperren sind innerhalb der Stadt in Linden, Wolfenbüttel und in Groß Stöckheim vorhanden.

„Öl ist leichter als Wasser, Schlieren sind sichtbar“, informiert Gruppenführer Marcel Hänschen, „bei der Oker haben wir es im Regelfall mit kleineren Fließgeschwindigkeiten zu tun, dennoch wollten wir das Setzen einer Sperre unbedingt wieder üben“. Zunächst versammelten sich die Mitglieder beider Wehren an der Brücke, um eine theoretische Unterweisung im Einsatz zu erhalten. „Denkt an eure Sicherheit“, rief Hänschen den Feuerwehrleuten zu, „ohne eine spezielle Sicherung geht niemand in das Wasser“. Ein Feuerwehrmann und eine Feuerwehrfrau zogen daher wasserdichte Hosen mit integrierten Stiefeln an, ließen sich von ihren Kameraden mit Leinen sichern. „Strömung, Untiefen, all dies kann auch bei einem Gewässer wie der Oker auftreten“, gab Fricke zu bedenken. Neben aufziehenden Gewittern stellte die Strömung der Oker an diesem Abend auch ein Problem dar, wie sich später zeigte. Zwischendurch gab es immer wieder eine erfrischende Dusche vom Himmel, glücklicherweise zogen die Gewitterwolken an Wolfenbüttel vorbei. Hänschen erläuterte in den kurzen Pausen die Handhabung von alternativen Hilfsmitteln.

Auch „Öl-Sorbents“, auf dem Wasser schwimmende, Schläuche oder Kissen, dienen zur Aufnahme von Ölen und anderen Stoffen. Sie sind allerdings nur einmal verwendbar und müssen nach ihrem Einsatz entsorgt werden. „Aus mit Wasser gefüllten B-Schläuchen lässt sich ebenfalls eine Ölsperre bauen“, so der Gruppenführer. Und so galt es für die Feuerwehrleute, die schwimmende Sperre in die Oker zu bekommen. Angesichts der doch vorhandenen Fließgeschwindigkeit kein so leichtes Unterfangen. „Eines der Unwetter traf uns dann doch, es blitze und donnerte immer mehr um uns herum“, berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister, „daher haben wir uns entschieden, den Dienst zu beenden“. Hänschen bilanzierte: „Trotz des vorzeitigen Endes war der Dienst ein voller Erfolg. Nicht nur die Zusammenarbeit wurde vertieft, sondern auch der Zusammenhalt gestärkt. Gerade bei Nachbar-Feuerwehren ist es enorm wichtig, die Besonderheiten im anderen Ort zu kennen. Gemeinsam mit der Fümmelser Wehr verlebten wir einen guten Dienst, der allen Spaß bereitet hat“.

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