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08.07.2019

Viele Wege führten zu Fontane

Mit dem Vortrag „Hier unten liegt Bismarck irgendwo. Fontanes Geschichtspoesien“ ging die beliebte Reihe „Geschichte im Schloss 2019“, eine Veranstaltung des Museums Wolfenbüttel und des Instituts für Geschichtswissenschaft der Technischen Universität Braunschweig, zu Ende.

Unter dem Thema „Wege zu Fontane“ hatten fünf Wissenschaftler und zugleich ausgewiesene Fontane-Experten aus ganz Deutschland einem breiten Publikum das vielseitige Talent des berühmten Schriftstellers vor Augen geführt. Im Herbst wird die Reihe unter dem Titel „Weltgeschichte weiblich“ fortgesetzt.

„Seit dem Mai suchten wir beziehungsweise gingen wir gemeinsam Wege zu Fontane. Anlässlich des 200. Geburtstages Theodor Fontanes hatten wir uns mit seinem Leben und Werk beschäftigt und hatten versucht, uns dieser unmodernen Persönlichkeit mit den unglaublich modernen Ansichten, wie es Alfred Kerr einmal formulierte, zu nähern“, sagte Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel, die die über die Region hinaus bekannte Vortragsreihe 2015 mit Prof. Dr. Matthias Steinbach, TU Braunschweig, ins Leben gerufen hatte.

Zum Abschluss, zu dem wieder weit über 100 Zuhörer kamen und bei dem es einen kulinarischen Abschluss gab, lernten die an Fontane Interessierten eine weitere, jedoch weniger bekannte Facette des berühmten Schriftstellers kennen: die des Lyrikers. „Die lyrischen Zeitbilder und Gelegenheitsgedichte Fontanes nach 1871, weniger mit Blick auf Bismarck, sind eine Art kritisches Nostalgiekino preußischer wie deutscher Zustände“, erklärte Prof. Dr. Matthias Steinbach.

„Wir haben von seiner vielseitigen Begabung als Schreibender gehört, als Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker, Journalist und Korrespondent, Erzähler und Romancier. Wir erfuhren von seinen prekären Lebensverhältnissen und lernten an ihm und mit ihm über das 19. Jahrhundert, über deutsche Geschichte und europäische Entwicklungen“, so Dr. Donner.

Im Herbst 2019 legen die Initiatoren Dr. Sandra Donner und Prof. Dr. Matthias Steinbach den ersten Aufsatzband zu „Geschichte im Schloss“, der viele spannende Vorträge der vergangenen Jahre beinhaltet, vor.

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